Instagram schützt dich vor Stalker-Screenshots

Damit deine privaten Instagram-Bilder nicht auf den Bildschirmen fremder Handys landen, führt die Fotoplattform «Screenshot»-Benachrichtigungen ein.

Wenn du zum Teil der Menschheit gehörst, der sein Essen fotografisch mit anderen teilt, gerne die Kardashians stalkt oder dem die Facebooklikes auf die eigenen Ferienbilder nicht ausreichen, dann zählt Instagram sicherlich zu deinen täglichen Prokastinationsportalen.

Doch auf der Fotoplattform können die 500 Millionen User nicht nur ihre Follower mit Bildern, Videos und snapchat-ähnlichen Stories beglücke: Seit vergangener Woche hat man die Möglichkeit «Disappearing Photos» versenden. Die Bilder verschickt man als Privatnachricht und der Unterschied zur klassischen Direktnachrichtbesteht darin, dass sie nach 24 Stunden wie von Zauberhand verschwinden.

Nacktbilder landen im Gruppenchat

Oder eben doch nicht? Denn mit dem Versenden von lustigen oder intimen Privatfotos – nennen wir das Kind beim Namen: NACKTBILDER –, sind sie nicht weit: Screenshots. Genau, diejenigen Bildschirmaufnahmen, die Stalkern, Gruppenchats oder auch Ex-Partnern Zündstoff für böse Lästerattacken liefern.

Damit das für vier Augen bestimmte Bild später eben doch nicht in einem anderen Foto-Ordner landet oder in einem Gruppenchat verspottet wird, führt Instagram nun die «Screenshot Notifications» ein. Sobald der Empfänger ein «Disappearing Photo» screenshottet, wird der Absender des Bildes benachrichtigt. Einerseits soll das Screenshot-Versuche abwehren und zeitgleich den Sender darüber informieren.

Nachahmungstäter Facebook

Super, danke dafür Instagram. Leider gilt die Funktion aber nur für private Nachrichten und nicht für öffentliche Diashow-Storys – also dort, wo auch unsere betrunkenen nächtlichen Abenteuer dokumentiert werden. Trotzdem: Gut zu wissen, wenn unsere privaten Bilder eben nicht ganz verschwinden und wir davon Wind bekommen. Was zu tun ist, wenn das Fratzen- oder Nacktbild gegen dein Einverständnis gescreenshottet wird, dazu liefert Instagram aber keine Hilfe.

Stories, Bilder, die nach 24 Stunden verschwinden und Screenshot-Warnungen – klingelt da was? Genau, Snapchat führt die gleiche Funktion auf ihrer App und das schon seit der Tech-Steinzeit. Kein Wunder, wird Instagram seit geraumer Zeit vorgeworfen, sich immer mehr in eine billige Snapchat-Kopie zu verwandeln.

Beef zwischen den App-Giganten

Die Kritik kommt nicht von ungefähr. Schon 2013 versuchte Marc Zuckerberg, Facebook und Instagrams Übervater, Snapchat für drei Milliarden US-Dollar zu kaufen. Der Big Boss des Instant-Messaging-Dienstes, Evan Spiegel, lehnte aber überraschend ab. Seit diesem Kaufkorb scheisst Zuckerberg auf die Nettiquette, kopiert dreist die verschiedenen Snap-Funktionen und führt sie auf Instagram ein. Wohl, um bei den jungen Snapchat-Usern zu landen. Mal schauen wie weit der Trötzli-Zuckerberg geht, bis er seine Nachahmungsaktion beendet. Viel mehr Snapchat-Funktionen bleiben ihm nicht übrig.

Was alles von Snapchat stibitzt wurde und wie die Insta-Community auf die Screenshot-Benachrichtigungen reagiert, siehst du in der Diashow.


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18 Kommentare

Dein Verstand spricht mit dir vor 2 Monate
Wenn die jungen Menschen nur klug genug wären, und dieses Instagram und Snapchat erst gar nicht verwenden würden, wäre unsere Welt ein ganzes Stück gesünder. Aber hier ist die schwerkranke Welt, im Sumpf der kanzerogenen "Sozialen Netzwerke". Get a life, kids. Lasst euer Smartphone mal zuhause und schaut euch um. Und das meine ich nicht auf's Shoppen bezogen. Macht etwas aus eurem abgef*ckten Kopiendasein. Ihr seid langweilig, denkt völlig stereotyp und darüber hinaus schwerstabhängig. Zuckerberg und Spiegel danken es euch. Denn ihr seid die, die die reich machen. Dann könnt ihr gleich zur Crackpfeife greifen -_-
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Antwort von vor 2 Monate
Yo. Seh ich auch so. Wenn ich heutige Junge seh denk ich manchmal: Zombiealarm!!!
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Brain of the universe vor 2 Monate
Alleine diese "schützende" Bildanalyse durch Instagram sollte Nutzer abschrecken, dieses Netzwerk weiterhin zu verwenden. Die Bilder werden analysiert, gespeichert und abgeglichen. Aber Bedenken zu haben scheint der heutigen Jugend völlig abhanden gekommen zu sein. Deren Kinder werden dann wohl bereits ohne Gehirn zur Welt kommen. Denken ist ja so was von out.
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Antwort von Tim vor 1 Monat
Willkommen im 21. Jarhundert. Wenn ich ein Bild poste, bin ich mir doch wohl auch darüber bewusst, das es dann öffentlich für jedermann/frau zugänglich ist. Wo genau ist also das Problem. Ist jedem seine Entscheidung 😉
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