Er kann nicht aufhören Kuscheltiere zu jagen

Ein 35- jähriger Mann hat seine Leidenschaft für Kuscheltierspielautomaten gefunden. Letztes Jahr sammelte er über 15‘000 Plüschtiere. Doch sein Verlangen ist noch nicht gesättigt.

Chen Zhitong ist einer der wenigen, die ihr Geld nicht an fiesen Spielautomaten verschwenden, sondern sogar Preise gewinnen. Die Spezialität des Chinesen: Greifarmautomaten gefüllt mit Kuscheltieren. Beim Anblick dieser Kästen kribbelt es in seinen Fingern schon richtig. Während andere verzweifelt versuchen, ihre alten Plüschtiere loszuwerden, sammelte der Spielwütige im vergangenen Jahr sogar 15‘000 Exemplare – und er hat noch nicht genug.

Spielkästenbesitzer hassen ihn

Der 35-Jährige ist so etwas wie der Profi-Pokerzocker, der von jedem Casinobetreiber gesperrt wird. Auch die Spielkästenbesitzer hassen Chen, denn er leert seit 2015 regelmässig ihre Anlagen. Weil sie ihn allerdings nicht sperren können, versuchen sie ihn mit einer Mahlzeit oder anderen Dingen zu bestechen.

Doch der Greifarmbezwinger lässt sich nicht von solchen irdischen Angeboten verführen. Seine Liebe zu den Automaten ist stärker als jedes Essensbedürfnis. «Wenn ich die Kralle bediene, um die Kuscheltiere herauszuziehen, bin ich ganz konzentriert und denke an nichts als an mein Ziel», erzählt er dem Kanal «Great Big Story».

Ein Leben unter lauter kuschligen Tierchen

Sein Können hat er in den Jahren perfektioniert, doch Chen gibt zu: «Manche Spielkästen sind so programmiert, dass du einfach nicht gewinnen kannst. Egal welche Skills du hast.» Generell komme es aber auf drei Dinge an: Die Stärke des Greifarms, den Winkel der Klaue und die Form des Plüschtieres. Wenn diese Faktoren stimmen, brauchst du nur noch Zeit, Geduld und Geld. «Allerdings sollte man nie zu viel ausgeben. Eine Runde kostet etwa einen Dollar. Wenn du nach fünf Versuchen den Gewinn nicht rausziehen konntest, lass es bleiben», rät der Profi.

Mittlerweile hat Chen so viele Plüschtiere gewonnen, dass diese zum Problem werden. Seine ganze Wohnung ist vollgestopft mit den bunten Kuschelwesen. Weil er nicht mehr wusste wohin mit den neuen Exemplaren, spendete er letztes Jahr 1000 davon an eine Schule für Taube und Blinde. Die Kinder freuten sich riesig und Chen ist glücklich, dass sein ungewöhnliches Talent doch nützlich ist.


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1 Kommentar

Hir Tensalat vor 7 Monate
So ein Naivling. Es braucht kein Talent bei diesen Automaten, nur Geld. Meistens lockert die Maschine ihren Griff kurz vor dem Hochziehen, und erst nach einer gewissen Anzahl Versuchen hält sie den Preis fest. Diese Einstellungen kann der Automatenkäufer sogar individuell vom Hersteller anpassen lassen. Und nein, das kann man nicht verbieten, weil sie offiziell als Glücksspielautomat deklariert sind. Die Automatenbesitzer, die diesen Typen angeblich 'hassen', wären in Hollywood besser aufgehoben.
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