«Nie wieder mach ich das»

Unsere Redaktorin lief während des Gurtenfestivals extra den Berner Hausberg hinauf. Dabei hasst das Citygirl wandern. Sie schwört, sie habe jetzt noch Muskelkater in den Beinen.

Wir alle haben ja so unsere Hobbys. Einige trinken gerne, andere machen Musik und dann gibt es die Sorte Mensch, die am Wochenende gerne auf Berge raufläuft. Wandern halt. Ich verstehe den Reiz daran, sich früh morgens irgendwo zu treffen und durch die wunderschöne Schweizer Natur zu laufen und dann den Berg wieder runter. Ich finde auch Menschen die wandern, haben ihr Leben mehr im Griff als der Rest. Sie stehen am Wochenende früh auf, machen ihr Sandwich selber und brühen noch einen Eistee für die genüssliche Pause um 10:00 Uhr auf en Berg. Nur gehöre ich nicht zu denen.

Obwohl ich auf dem Land aufgewachsen bin – und schon auf einigen Gipfeln und Gletschern dieser Welt rumgetrampelt bin – zähle ich mich zu der lauffaulen Sorte, die eher mal ein Taxi bestellt oder lieber im Tram sitzt als die eine Station zu laufen. Velos – finde ich – gehören zu den besten Erfindungen der Welt. Sprich: Wandern und ich – das ist nix.

Warum zum Teufel joggt ihr?

Festivals und ich pflegen dafür eine wunderbare Romanze. Darum war natürlich klar, dass ich auch dieses Jahr ans Gurtenfestival in Bern gehe. Doch dieses Mal wurde mein Liebesglück getrübt. Anstatt, mich faul ins Gurtenbähnli zu setzten, «durfte» ich den «Güsche» hochwandern.

858 Meter über dem Meer und eine Distanz von über 2 Kilometer galt es also zu bezwingen. Während ich mich selbst verfluchte, warum ich mein teures Fitness-Abo nicht mehr zu nutzen, liefen Menschen, die meine Eltern und gar Grosseltern sein könnten, zügig neben mir rauf und runter. Oder besassen sogar die Frechheit zu JOGGEN! Ich hingegen schwitzte so sehr, dass sich ein Schweisschnurrbart oberhalb meiner Lippe bildet.

Die wunderschöne Kulisse wäre wohl auf meinem Instagram-Account gelandet, hätte ich die Kraft dazu gehabt mein Smartphone zu zücken und ein paar Bilder zu schiessen. Bern wurde immer kleiner und das Grüne immer grösser. Und als ich endlich nach fast einer Stunde oben am Gurten angekommen war, fühlte sich das Vollbrachte schon sehr gut an. Und das Landei in mir highfivte das Citygirl. 


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