Sex ohne Liebe finde ich scheisse

Unsere Redaktorin findet Geschlechtsverkehr ohne Gefühle geht gar nicht. Denn um jemandem wirklich nah zu sein, braucht es einfach mehr. Unsere Umfrage zeigt: Mit ihrer Meinung ist sie nicht alleine.

Ich liebe es Sex zu haben. Wer nicht? Für mich braucht guter Sex aber eine ganz bestimmte Zutat: Liebe. Oder zumindest echte Gefühle für das nackte Gegenüber. Nichts gegen ein heisses Sixpack und volle Lippen – aber erst wenn ich verliebt bin, wird der Sex so richtig geil.

Natürlich hatte ich auch schon den einen oder anderen One-Night-Stand ohne in die andere Person verliebt zu sein. Der Reiz, mit dem schönen Fremden zu schlafen oder mit dem Kumpel, auf den man es schon lange abgesehen hat, kann sehr verlockend sein. Im Nachhinein hätte ich aber gut darauf verzichten können. Einerseits weil der Sexpartner kaum wusste worauf ich wirklich stehe, andererseits weil das gewisse Etwas fehlte und wir uns am nächsten Tag mit mehr oder weniger peinlichem Schweigen verabschiedeten.

Der Reiz verschwindet wenn das Licht angeht

Denn ohne Gefühle verliere ich schnell den Reiz an einer Person. Das prickelnde Erlebnis des ersten Kusses verschwindet zusammen mit der schmutzigen Unterwäsche in der Waschmaschine. Und für ein zweites Mal reicht es auch nicht mehr aus, weil der Sex dann doch nicht so gut war und die Frage nach dem «Wer bringt Kondome mit» nicht ausgesprochen werden will.

Durch die Liebe entsteht für mich erst eine Bindung zum Partner, die mich weitermachen lässt und dazu treibt, mit ihm zu schlafen. Ausserdem vertraue ich meiner Liebe viel mehr und genau dieses Vertrauen brauche ich, um mich beim Liebesakt völlig gehen lassen zu können. Erst dann kann ich diesen intimen Moment richtig geniessen – alles andere wäre Zeitverschwendung.

Alles nur Kopfsache

In Wahrheit jedoch ist es der Kopf, der das Zusammenspiel aus Liebe und Sex kontrolliert. «Sieht oder berührt eine verliebte Person nämlich den Partner, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert – ähnlich wie bei Süchtigen, wenn sie ihre Droge bekommen», erzählte Andreas Bartels vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen in einem Interview mit der «Welt». Weiter erklärt der Neurowissenschaftler, dass Hormone und Botenstoffe im Gehirn den Anblick oder den Geruch des oder der Geliebten mit Glücksgefühlen verknüpfen.

Sex ist intim, um ihn an irgendjemanden zu verschwenden

Ohne eine Neurowissenschaftlerin zu sein konnte ich diese Erfahrung selbst an meinem eigenen Körper erleben. Doch um das Wissenschaftliche kurz auszudrücken: Sex mit jemandem, den man nicht liebt, kann nie so gut sein wie mit einem Menschen in den man verliebt ist. Daher gebe ich mir erst gar nicht Mühe und rasiere mir meine Beine, um mich auf ein Sexdate mit irgendeinem Dude vorzubereiten, sondern warte, bis mein Belohnungszentrum von der richtigen Person in Wallung gebracht wird.

Ich wollte herausfinden, ob ich mit meiner Meinung alleine dastehe und habe deshalb auf der Strasse herumgefragt, was ihr so von «Sex ohne Liebe» haltet. Was eure Antworten waren, seht ihr oben in der Diashow.


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66 Kommentare

Marc vor 7 Monate
Bei Prostituierten ist Sex ohne Liebe ihr Job.Darum benutzen auch viele Gleitmittel.Immerhin bist Du bei den Damen sicher vor Verkehrsunfällen,da ja sicher Verhütet wird.Schwanger ist schlecht fürs Geschäft.Ich nehme das Kondome nachher immer mit.Sicher ist sicher.
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Sven vor 7 Monate
Ich will ja nicht nörgeln, aber dieser Artikel ist doch kein (journalistischer Artikel.) Hier hat die Redaktorin ihren Tagebuch-Eintrag veröffentlicht. Eine Einzelmeinung (die vielleicht schon auch einige teilen), aber es bleibt schlicht irgendeine zufällig ausgewählte Ansicht einer nicht-relevanten Autorin. Ist nicht böse gemeint, aber solche Texte haben keine (journalistische) Bedeutung.
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Antwort von vor 7 Monate
Wie sind hier bei tillate! Da geht es mehr um Leben als um Journalismus. Da werden lediglich Geschichten erzählt und einige zufällige (oder der Bequemlichkeit Willen Bekannte gefragt) Bin schon ein altes Guetzli, aber sogar ich habe dies verstanden.
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Antwort von Sven vor 7 Monate
Etwas hast Du aber nicht verstanden: Im (guten) Journalismus geht es mehrheitlich um (gute und wenn möglich) relevante Stories des Lebens. Alles andere gehört in das (persönliche) Tagebuch eines Teenies. Ich glaube, die Tilllate-Artikel möchten als Journalismus angesehen werden. Das hier ist eben ein Beispiel für ein No-Go.
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