Fotorealistische Aktportraits von echten Menschen

Die Malerin Aleah Chapin sorgt mit ihren schonungslosen Gemälden von nackten Menschen für Aufsehen. Sie erklärt uns warum es so wichtig ist, Körper und Seele in Einklang zu bringen..

Makellose Haut, perfekte Rundungen, die saftigsten Stellen brav zensiert. Der Umgang sozialer Medien mit weiblicher Nacktheit stossen immer wieder auf Unverständnis. Kampagnen wie «Free The Nipple» oder Promis wie Lena Dunham und Amy Schumer setzen auf Natürlichkeit und kämpfen für Anerkennung, Umdenken, Gleichberechtigung in Sachen Körperbewusstsein und dessen öffentlicher Wahrnehmung.

Auch viele Künstlerinnen und Künstler aus verschiedensten Bereichen widmen sich dem Thema. Dabei entstehen mal mehr, mal weniger gelungene Projekte, die das allgemeine Verhältnis zu nackten Körpern und stereotypischen Geschlechtsmerkmalen in Frage stellen sollen. So auch Aleah Chapin, eine Malerin aus Seattle, Washington.

Körper und Geschlechter als Persönlichkeitsmerkmal

Mit ihrer aufsehenerregenden Gemäldeserie «Body / Being» zeigt sie fotorealistische, grossformatige Ölbilder mit Portraits einzigartiger Menschen. Menschen wie du und ich. Alte Frauen, junge Trans-Männer, genderneutrale Personen. Gross, klein, dick, dünn, mit Falten, ohne Sixpack. Nackt, unzensiert und offen.

Diese ehrlichen Werke setzen sich mit Schönheitsidealen und Gendernormen auseinander, ohne moralkeulenschwingend eine Revolution gegen das Patriarchat herbeibeschwören zu wollen. Stattdessen erforscht die 30-Jährige Körper und Geschlechter aus einer Beobachterposition und setzt sie in Verbindung mit der Persönlichkeit, die hinter jedem Menschen steckt.

«Als mein*e Cousin*e Qwill sich als nicht-binäre Person outete, begann ich mir Gedanken darüber zu machen, was unsere Körper eigentlich bedeuten. Ich habe erkannt, dass der Körper eine Erweiterung unseres Seins ist dass wir manchmal Änderungen daran vornehmen müssen, um zu den Menschen zu werden, die wir wirklich sind», erklärt uns die Künstlerin die Idee hinter ihrem Werk.

Die Welt wäre ein besserer Ort

Sie spricht mit den Bildern aber nicht nur Probleme rund um das Thema Geschlecht an, sondern auch Body-Positivity. Es ginge darum, sich mit und in sich selbst Zuhause zu fühlen: «Egal wie du aussiehst und wer du bist – sie stark genug, um alles Nötige dafür zu tun, bei dir selbst anzukommen.»

Die abgebildeten Personen auf ihren Bildern seien übrigens alles echte Menschen. «Die meisten von ihnen kenne ich schon mein ganzes Leben lang. Ich nehme Fotos von ihnen und verwende diese als Referenz für meine Bilder», verrät Aleah stolz. «Wir alle fechten kleine Kämpfe mit uns selbst und unseren Körpern aus – und wir sollten uns darauf fokussieren, was wir gemeinsam haben, anstatt Vorurteile zu schüren und Angst vor Ungleichheiten zu haben. Letztendlich sind wir alle gleich. Würden wir das endlich erkennen, wäre die Welt ein besserer Ort.»

Aus Jugendschutzgründen können wir euch leider nicht alle von Aleahs Bildern in der Diashow oben zeigen. Wer mehr sehen will, kann sich auf ihrer Webseite einen umfassenderen Eindruck verschaffen.


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101 Kommentare

Fredy vor 27 Tagen
Die Bilder sind technisch top, trotzdem ist es aus ästhetischen Gründen gut wenn Menschen sich im Alltag etwas verhüllen...
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Ekeltoni vor 28 Tagen
Wäh, mann, wäääähh!$@!! Warum verwendet die ihr talent dazu solch ausgemergelte körper zu zeichnen. IGITT@!!!arschbacken, so schlaff dass sie im wind flattern, ist doch gruusig#!!$😲mir geht gleich der hut hoch!!!!😠
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Antwort von Marco vor 27 Tagen
Abwarten, Ekeltoni, abwarten. Auch Du kommst noch auf die Welt!
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Antwort von Baronessa vor 27 Tagen
Deine Kommentare Ekeltoni, sind so respektlos, beleidigend und hirnlos, dass es wirklich nur eklig ist, zu lesen. Auch du wirst eines Tages unattraktiv, was ich dir von Herzen wünsche!!
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