Tote Menschen werden zu Schallplatten gepresst

Eine britische Firma presst die Asche von Toten zu Schallplatten. Was sich nach einem makabren Witz anhört, könnte zur neuen Bestattungsart für die Hipster unserer Generation werden. Rest in Vinyl.

Im Wind oder im Fluss verstreut werden, dramatische Erdbestattungen mit einem ganzen Orchester, das den Lieblingssong spielt, während Verwandte leise in ihren Leichenschmaus weinen oder schlicht in einer Urne auf dem Cheminée stehen – viele haben eine Vorstellung davon, sie später mal beerdigt werden möchten. Die Hipster unserer Zeit wünschen sich jedoch etwas Ausgefalleneres: Sie wollen ihre Asche an ein Unternehmen schicken, das Vinylplatten aus ihr presst.

Die englische Firma namens «And Vinyly», die diese – für einige sicher blasphemische – Alternative anbietet, existiert nicht erst seit gestern. Jedoch erleben Schallplatten in unserer Generation momentan wieder einen riesengrossen Hype – kein Wunder also, dass sich einige Cool Kids lieber in ein rundes Stück Plastik pressen wollen. Tatsächlich wird für eine Platte nur ein gehäufter Esslöffel der Asche benötigt, die dann während der Produktion ungleichmässig verteilt wird – daher auch das verstärkte Knacksen und Knistern, das Vinyl-Liebhaber so gerne hören.

Auch Haustiere werden zu Vinylplatten gepresst

Das musikalische Andenken, das mit diversen Songs oder auch Tonaufnahmen der verstorbenen Person bespielt werden und zusätzlich mit einem Foto versehen werden kann, kostet dabei mehr als so manche klassische Urne: Um die 4'000 Franken muss man für eine massangefertigte Platte hinblättern. Doch nicht nur Familienmitglieder können eingeschickt werden – auch geliebte Haustiere werden von der britischen Firma zu Schallplatten gepresst.

Makaber? Auf jeden Fall. Aussergewöhnlich ist die Idee jedoch allemal – und wahrscheinlich genau deshalb so ansprechend für viele Hipster unserer Generation, denen alle anderen Formen der Beerdigung zu 08/15 sind. Dass Vinylbestattung jedoch demnächst zum Standard wird, bezweifeln wir allerdings.


Kommentar schreiben

15 Kommentare

ZH4711 vor 29 Tagen
Ich würd gern ein USB-Stick werden
0
0
Antwort
Alfred E. Neumann vor 29 Tagen
Kein Problem, wenn die Leute auch wirklich Tod sind, sonst wird eklig
0
0
Antwort
Zombie vor 30 Tagen
Hmmm? Keine schlechte Idee aber schlimmer wäre es, wenn man als CD gepresst werden müsste, laachhh da ist man ja noch kleiner 😃 😃!!! Obwohl ich seit immer ein Musiker und ein grosser Musikliebhaber gewesen bin und Schallplatten total liebe, so möchte ich doch nicht als Platte wieder zurückkommen wollen, weil ich dann ewig in einer Hülle und mit anderen Platten eng reingepresst " leben " müsste 😃 😃!!! Daher habe ich andere Pläne nach meinen Tod und zwar, sollte ich vor meiner Dame den Löffel abgeben, dann will ich als kleiner weisser Vogel zu meiner Dame zurückkehren und immer bei Ihr bleiben wollen, denn da kann ich wenigstens weiterhin frühstücken und mich überall hin bewegen!!!
10
4
Antwort
Penywise vor 30 Tagen
Da eröffne ich doch Glatt eine Platenproduktion und hole mir das Material direkt aus dem Mittelmeer.
15
12
Antwort
Vergiss Weihnachtsbäume – jetzt kommt die Ananas

Vergiss Weihnachtsbäume – jetzt kommt die Ananas

video
«Es gibt Dinge, die ich für mich behalten möchte»

«Es gibt Dinge, die ich für mich behalten möchte»

Bist du auch bald Pornostar?

Bist du auch bald Pornostar?

Welche Vergewaltiger sind in deinem Lieblingsfilm?

Welche Vergewaltiger sind in deinem Lieblingsfilm?