Typ verdient monatlich 6000 CHF dank virtuellen Drogen

Ein Niederländer entwickelt einen Mod, mit dem deine «Sims» Drogen nehmen können. Und verdient damit ganz anständig Kohle.

Die meisten von uns dürften bereits ziemlich viel Spass mit «Die Sims» gehabt haben. Alleine die unzähligen Möglichkeiten, mit denen man seine digitale Familie umlegen kann, sind fesselnd (Swimmingpool, anyone?). Und auch ansonsten eignet sich das Spiel fürs Umsetzen anderer Fantasien: Du kannst dir eine Familie mit deinem Crush erstellen, statt in einer schäbigen Studi-WG in einer Luxusvilla hausen oder dir einen cooleren Job besorgen als jeden Morgen in ein Grossraumbüro zu wanken, um mit Excel und Telefon deinen Big-Boss etwas reicher zu machen.

Kurzum: Wenn du keine Kinder hast, ist «Die Sims» die beste Methode, um irgendjemand anderen zum Erfüllen deiner eigenen Träume zu zwingen.

Und dank eines niederländischen Hobbyprogrammierers kannst du deine virtuellen Alter Egos jetzt auch in Drogenjunkies verwandeln. Und gib es halt zu – das wolltest du doch immer schon.

Von Gras bis MDMA

Der unter dem Nicknamen Basemental bekannte Holländer wollte eigentlich nur in «Die Sims 4» ein virtuelles Modell seiner Küche basteln, um die anstehende Renovation besser zu planen. Dann stolperte er über usergenerierte Objekte wie Bongs oder Koks-Linien, stellte sich diese in die digitale Küche und war etwas frustriert, dass seine Sims die Dinger nicht wirklich nutzen können.

Dann tat Basemental, was wir alle in der Situation tun würden: Er nahm sich vor, besser programmieren zu lernen, damit seine Sims Gras rauchen können.

Bald drei Viertel Jahr später ist seine Modifikation für «Die Sims 4» immer noch nicht vollständig abgeschlossen, aber sie erlaubt es Sims bereits jetzt nicht nur Gras, sondern auch Kokain, Amphetamin oder MDMA zu konsumieren und zu verkaufen. Und das ziemlich realistisch: Die Figuren entwickeln Abhängigkeiten und negative Charakterzüge und erhalten dauernd Telefonate von Freunden, die gerne etwas Weisses kaufen würden. Daily Business halt.

1700 Menschen spenden

Ist das nicht drogenverherrlichend oder gar gefährdend für die Zocker? «Von all den Leuten, die meine Modifikation spielen, würden viele kaum so was im normalen Leben tun», erklärt der Entwickler gegenüber «Kotaku». «Genauso wie Menschen auch nicht auf den Strassen Fremde niederschiessen, wenn sie ‹Grand Theft Auto› spielen.»

Die Spiel-Modifikation mit dem Namen «Basemental» gibts im Netz gratis herunterzuladen. Auf Vorschlag eines anderen «Die Sims»-Fanprogrammierers aus einem Forum für Sex-Modifikationen setzte der Entwickler ein Patreon auf. Und unerwarteterweise scheint die Fangemeinde für digitale Drogen ziemlich gross zu sein. Knapp 1700 Menschen spenden monatlich insgesamt rund 6000 Franken, um die Entwicklung von Drogenkarrieren und Haschbrownies für Sims zu supporten.

Falls du schon immer Bock auf ein Zweitleben als Drogendealer mit übler Kokainabhängigkeit hattest – hier ist deine Chance. Schnapp sie dir!


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12 Kommentare

Tiop vor 4 Monate
Daran sieht man es doch wieder, mit normalen Sachen kann man heute kein Geld mehr verdienen, aber mit Sims-und-Drogen-Dreck ^^ Weiter so, würde H. Lecter sagen!
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D.G. vor 4 Monate
Ja und? Ich verdiene 11'000 mit arbeiten!
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Antwort von CH vs NL vor 4 Monate
ja in der schweiz. aber in den NL ist das eine Menge mehr geld als du hier machst
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Antwort von vor 4 Monate
schön för dech
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