«Du darfst nie nach einem Blowjob fragen»

Jede Beziehung hat ihre Regeln. Ein US-Paar hat diese aufgeschrieben und das Netz lacht sich darüber kaputt. Wir hätten da auch noch ein paar Vorschläge.

Grundsätzlich braucht jede Beziehung ein gemeinsames Fundament, auf dem sich die Liebe entfalten kann – sei es die gemeinsame Vorliebe für Zombie-Serien, den gleich schwarzen Humor, den selben Fetisch, tiefstes Vertrauen oder irgendein Eso-Zeugs von wegen Sternzeichen, Seelenverwandschaft oder so. Fehlen diese gemeinsamen Grundlagen, muss man sich auf etwas Anderes berufen. Auf Regeln beispielsweise.

Ein amerikanischer Twitter-User ist per Zufall auf ein solches Beziehungsregelwerk gestossen – in einem Gebrauchtwagen, der ihm unter die Finger kam. Und da die Regeln zu gut waren, um im stillen Kämmerchen mit der Freundin darüber zu lachen, stellte er sie ins Netz. Und dieses feierte die Gebote der unbekannten Freundin aufs Härteste – rein ironisch, versteht sich.

«Nur zwei Mal die Freunde treffen»

Das umfassende Regelwerk seht ihr oben in der Diashow. Unsere Lieblinge: «Du darfst maximal zwei Mal wöchentlich deine Freunde treffen» und «Du musst mir mindestens einmal täglich sagen, dass du mich liebst. Dann weiss ich, dass du das ernst meinst». Hach, unsere Herzen schmelzen, als ob das hier ein Pilchner-Kitschroman wäre.  

Falls ihr euch davon inspirieren lassen wollt – wir hätten da auch noch ein paar Vorschläge, für selbstverständlich wissenschaftlich fundierte und auf euren Sternzeichen basierenden Beziehungsregeln:

Du musst alle meine Insta-Fotos spätestens zehn Minuten nach Veröffentlichung liken. Fürs Kommentieren hast du fünfzehn Minuten Zeit. Terroranschläge gelten als Entschuldigung – sofern du mir ein Zeugnis präsentieren kannst.

Du darfst in meiner Abwesenheit maximal 6,9% deiner Körperoberfläche unbekleidet zeigen – das Gesicht eingeschlossen. Auf vorherige Anfrage geht stärkeres Entkleiden – beispielsweise beim Duschen – in Ordnung.

Du darfst auf Facebook ausnahmslos mit Menschen des anderen Geschlechts befreundet sein, die entweder mit dir verwandt oder verstorben sind.

Du darfst in sozialen Medien ausnahmelos Fotos von gleichgeschlechtlichen Menschen liken, insofern darauf keine Menschen des anderen Geschlechts zu sehen sind. Gemüse, welches Geschlechtsteilen ähnelt, gehen ebenfalls nicht klar.

Du darfst ausnahmelos romantische Musik hören, deren Songtext meinen Namen beinhaltet.

Wenn dich eine Person des anderen Geschlechts anspricht, antwortest du: «Ich kein Deutsch sprechen». Wenn die andere Person trotzdem weiterredet, rennst du weg, sprichst drei «Ave Maria» und tanzt meinen Namen.

Keine Tätowierungen – Tattoos sind für Huren. Es sei denn, du tätowierst dir meinen Namen. Das ist okay.

Du hilfst deinen Freundinnen und Freunden nur beim Abschleppen, wenn es um Autos geht.

Keine lachenden, freundlichen oder gar küssenden Smileys in Chats mit anderen Menschen. Anzügliche Früchte, Herzchen oder Schleifchen sind ebenfalls verboten. Das Poop-Emoji geht klar.

Du musst unser Beziehungs-T-Shirt an allen Orten tragen, an denen dich Menschen des anderen Geschlechts erblicken könnten. Du darfst es waschen, aber darfst dich währenddessen nur zehn Meter von der Waschmaschine entfernen.

Du versuchst nicht, die Kindersperre zu umgehen, die ich bei deinem Netflix-Account eingerichtet habe.

Du darfst keine Fotos mit Menschen des anderen Geschlechts machen. Auch keine Gruppenaufnahmen, Familien-, Baby- oder Klassenfotos.

Fotos, die dich ohne mich zeigen, werden entweder gelöscht oder du retuschierst mich ebenfalls aufs Bild.

Du darfst ausnahmelos Pornografie von Menschen mit deinem Geschlecht ansehen. Und es darf dich höchstens auf einer wissenschaftlichen Ebene interessieren.

Du darfst nur in meiner Anwesenheit Drogen konsumieren. Und nur Drogen, nach deren Konsum ich für dich attraktiver wirke. MDMA ist beispielsweise ok, LSD oder Pilze sind riskant.

Wenn du mit mir sprichst, musst du Lächeln. Immer.

Wenn du mit anderen Menschen sprichst, lächelst du nicht. Niemals.

Wenn du – beispielsweise geschäftlich – alleine verreist, erwarte ich einen 24/7-Livestream. Pausiert werden darf dieser nur bei Terroranschlägen.

Du darfst dich pro Woche maximal drei Stunden und nur an via Webcam öffentlich einsehbaren Plätzen mit deinen Freundinnen oder Freunden treffen.

Wenn du im gleichen Land wie ich bist und somit keine Roamingkosten tragen musst, erwarte ich von dir alle zehn Minuten eine Nachricht. Sind wir nicht im selben Land, erhalte ich alle fünf Minuten ein Update deiner Tätigkeit, deines Aufenthaltsortes, deines Aussehens und deines Urinstandes.

Du stellst mir wöchentlich deinen Browserverlauf, deine IP-Adresse, deine Cookies und dein aktuelles Facebook-Passwort zu.

Du lernst luzides Träumen, damit du die oben genannten Regeln auch im Schlaf einhältst. 

 



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50 Kommentare

Franz vor 3 Monate
Wenn man nicht nach einem Blowjob fragen darf, dann ist alles so sinnlos!
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Antwort
Dr.Grau-Sam vor 3 Monate
Das würde mich so reizen diese Regeln zu brechen und dann schluss zu machen mit der. Ein Glück das ich eine Freundin habe die nicht auf Eifersucht steht und dieses Thema als "Schädlich für den Charakter" abtut. Nein wirklich. Sie macht sich nichts aus eifersucht, naja ausser wenn ihre Katze zu oft bei mir liegt und sich nur von mir streichen lässt, aber auch dabei ist sie nicht so mit Regeln und allem. Tja... Ich glaube ich bin ein freier Mann xD
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hmmmm vor 3 Monate
Super Regeln nur die Ausnahme bezüglich Terroranschlägen finde ich etwas zu grosszügig
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Nachbar vor 3 Monate
Das ist ja schon gnädig, zweimal die Woche seine Freunde sehen zu dürfen! Mein Freund wohnt Tür an Tür mit mir. Er darf mich aber nur einmal die Woche sehen, sonst flippt seine mexikanische Schlampe völlig aus.
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Antwort
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