Auf einer CBD-Party beim Hanf-Papst

Der Walliser Bernard Rappaz – berühmt-berüchtigt für seine illegalen Gras-Plantagen und Hungerstreiks in den Neunzigern – erobert den CBD-Markt mit seinem neuen Lifestyle-Start-up «Holyweed».

Bernard Rappaz, der Schweizer Gras-Aktivist, der mit illegalem Anbau und Verkauf von Marihuana in den Neunzigern reich und durch medienwirksame Verurteilung, Einbuchtung und Hungerstreiks weltberühmt wurde, ist zurück. Und zwar genau dort, wo man ihn erwartet hatte: Im Gras-Business.

Cannabis in großen Mengen und heisse Girls, die Joints servieren: Beim Launch-Event von Rappaz’ Start-up «Holyweed» schweben wir im siebten Himmel. Seit der Zulassung in der Schweiz ist CBD (legales Cannabis mit weniger als einem Prozent THC-Gehalt) in aller Munde – wortwörtlich.

Cannabis mit Bio-Gütesiegel

Anfangs dachte Rappaz als glühender Verfechter der Legalisierung von Marihuana noch, dass «Cannabis ohne Eier», wie er CBD nennt, niemals funktionieren würde. Dabei hatte er seine Rechnung jedoch ohne den eher konservativen Grossteil der Schweizer Bevölkerung gemacht. Leute, die illegale Drogen nie anrühren würden, sich aber «legales Kiffen» auf gar keinen Fall entgehen lassen wollen.

Und als cleverer Geschäftsmann springt er jetzt eben auf den Zug auf. Mit «Holyweed» bietet er nicht nur CBD-Blüten in Bio-Gütesiegel-Qualität, sondern gleich eine ganze Range von Lifestyle-Produkten, Kiffer-Accessoires und sogar eine eigene, kleine Modelinie. In Zusammenarbeit mit lokalen, Schweizer Biobauern produziert Rappaz den einzigen legalen Hanf in der Schweiz, der ökologisch und ethisch zertifiziert ist.

Kiffer-Paradies im Porno-Style


Wir durften vor ein paar Tagen die Launch-Party von «Holyweed» in Genf besuchen und erlebten einen Abend, der jeden 70er-Jahre-Porno stylemässig in den Schatten stellten würde. Die feine Mischung aus fancy CBD-Zeugs, cheesy Disko-Sounds und dem ikonischen Vokuhila unseres Gastgebers sind eine perfekte Symbiose aus Retro-Dekadenz und freshem Pseudo-Gangster-Feeling.

Nach einer Beinahe-Überdosis Hanfschokolade widmen wir uns den ernsten Dingen des Abends: In einer eigenen «Manikürewerkstatt» erklärt uns eine charmante junge Frau, wie man die überflüssigen Blätter der Cannabisköpfe fachgerecht beschneidet. Da lernt man fürs Leben! Noch interessanter sind jedoch die gigantischen Tonnen voller rauchbarem Zeug, die überall rumstehen.

Lebensziel: Legalisierung

So bedienen wir uns ungeniert und ungestraft am Bio-CBD, während ein sexy Girl durch die Reihen schlendert und schon perfekt gerollte Joints an die Gäste verteilt. In kürzester Zeit verwandelt sich der prunkvolle Ballsaal, in dem wir uns befinden, in ein Eldorado aus grünem Rauch und Heiterkeit. Der Nebel ist so dicht, dass man zu fortgeschrittener Stunde die eigene Hand vor Augen kaum noch sehen kann. Das Aroma von Hanf duftet überall, sogar unser Schweiss schmeckt nach Cannabis.

Alle sind glücklich. Nur Bernard Rappaz selbst könnte noch etwas glücklicher sein. Sein Lebensziel ist es immer noch, die Legalisierung von Cannabis – dem richtigen «mit Eiern» und ohne THC-Begrenzung – miterleben und auch einen Teil dazu beitragen zu dürfen. Auf dem richtigen Weg ist er immerhin schon.


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17 Kommentare

Regula vor 19 Tagen
Bitte hört auf Cannabis zu rauchen! Es ist jetzt erwiesen, dass THC bei Männern zu spontanen Explosionen des Schwellkörpers führen kann und denn Penis durch die entstehenden Explosions-Kräfte auf eine Umkreis bis zu 4 Quadratkilometern verteilen kann¨! Eine"wissenschaftliche" Studie des Vereins "Backsteine gegen Drogen" hat klar gezeigt: Wer heute CBD raucht, der spritzt morgen Haschisch! Der örtliche Direktor der Irrenanstalt sagte neulich: "Kiffer rennen mir nachts die Bude ein! Alle die wir nach dem Frühstück herauslassen, sind pünktlich zum Mittagessen wieder da!"
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Regula vor 19 Tagen
Im Jahr 2021 wird die Politik umlenken und zur Bekäpfung des internationalen Terrorismus die Drogen legalisieren und so die wichtigste Einnahmequelle für den Terrorismus trockenlegen. Drogen werden ihr gesellschaftliches Stigmata verlieren und ihre User gleich den Homosexuellen nicht mehr juristisch als Verbrecher verfolgt oder medizinisch als Kranke verurteilt. Drogen werden wieder zur Quelle von Inspiration und Kreativität sich wandeln. Und dann... ...ja dann, dann wird Regula ihren Shop eröffnet haben. Im Erdgeschoss gibt's Raucherware aller Art und den ersten und grössten schweizer Coffeeshop. Im Untergeschoss ist die Opiumhöhle - dafür brauchts allerdings einen Mitgliederausweis - sorry Die lustigen farbigen Pillen und die geilen Zaueberpülverchen sind im 1.Stock Für die Halluzinogene im 2.Stock muss allerdings zuerst ein psychedelischer Flugschein erworben worden sein. (ist leider notwendig, damit jeder kapiert, dass es sich hier nicht um "Spassdrogen" handelt sondern um heilige Sakramente handelt) Im 3. Stock ist dann die Aussichtspalltform mit veganem Büffet und Wein-Bar
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Antwort von Heidi Heidnisch vor 18 Tagen
Wunderbar. Da mache ich gleich mit. Mir bitte die Abteilung “Hexentränklein und Ethnobotanika“. Aber sag jetzt mal, was für Sternenstaub oder Lichtnahrung hast Du beim letzten Vollmond genossen?
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Tim Buktu vor 19 Tagen
CBD ist eine dumme Sau
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