Sie zeichnet schöner als du fotografierst

Clio Newtons Zeichnungen sind so aussergewöhnlich gut, dass sie auch als Fotos durchgehen könnten. Wir haben mit der talentierten Wahlzürcherin gesprochen.

Nein, das sind keine Fotos. Nein, das hätten wir auf den ersten Blick auch nicht gedacht. Während einige Künstler super abgefahrene porno-futuristische und ganz offensichtlich nicht von Hand gemalte – aber darum nicht weniger stilvolle – Werke kreieren, sehen die Bilder von Clio Newton verdammt realistisch aus. Und zwar so sehr, dass sie locker als professionell geknipste Aufnahmen durchgehen könnten.

Die 28-jährige Amerikanerin, die für ihre künstlerische Ausbildung schon zig Mal ihre Heimatstadt gewechselt hat und mittlerweile in Zürich wohnt, hat schon so einige Jahre Erfahrung auf dem Buckel. «Ich habe mit fünf zu zeichnen begonnen», erzählt sie uns. Ihre ersten Werke sahen damals aber wohl noch nicht ganz so professionell aus wie heute.

Auswanderer genau wie sie selbst

Fotorealismus als ihren ganz persönlichen Stil hat sie sich aber nicht ausgesucht, um damit anderen ihr Talent unter die Nase zu reiben: «Mein Ziel ist es nicht, die Zeichnungen möglichst fotorealistisch zu gestalten, sondern vielmehr, die Komplexität und die verschiedenen Nuancen des Realismus hinter meinen Models zu studieren und einzufangen.» Dass nebenbei aber Werke entstehen, die wir nicht mal mit einer Kamera hinkriegen würden, ist für sie also eher Nebensache.

Auffallend: Männer finden sich in ihren Zeichnungen keine. «Ich war daran interessiert, andere junge Frauen zu portraitieren, die genau wie ich ausgewandert sind», sagt sie. Nach Gesprächen mit ihren Modellen habe sie schliesslich erfahren, wie sich die einzelnen Charaktere in einer fremden Umgebung verändert hätten.

Die Arbeitszeit für ein Bild hängt laut Clio ganz davon ab, wie gross die Leinwand, wie komplex das Motiv und wie inspiriert sie ist. Wie viel ihre Bilder genau kosten, wollte uns die Künstlerin auch nicht verraten. Wenn wir bedenken, dass einige ihrer Porträts über zwei Meter gross sind, blättern Kunstliebhaber aber sicher einiges dafür hin.


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39 Kommentare

Anonym vor 1 Monat
Meine Schwester malt schöner...
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Martha Lina Dössegger vor 1 Monat
7500.-- für ein Bild, steht ganz unten in den Kommentaren. Dafür muss ich mich einen ganzen Monat im Büro langweilen und auf den nächsten Zahltag warten. Ich will auch kreative Arbeit und nicht länger in der Gemeindeverwaltung versaueren, das ist unfair.
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Antwort von Gian B. vor 1 Monat
unfair? Ich habe als Maturarbeit ebenfalls Fotorealistische Portraits gezeichnet - nur einfach halb so gross und nicht annähernd so gut. Trotzdem braucht ich ca 130 Stunden für die Arbeit. Die Künstlerin im Artikel arbeitet also sicher länger als einen Arbeitsmonat an ihren Kunstwerken...
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Antwort von Martha Lina Dössegger vor 1 Monat
Du hast kein Talent!
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