Darauf können wir 2018 verzichten

2017 war ein deprimierendes Jahr. Damit das nächste besser wird, haben wir der Welt eine kleine Not-To-Do-Liste erstellt.

Alljährlich kratzen wir zwischen Weihnachten und Silvester die Hoffnung zusammen, die einem nach einer langweiligen Weihnachtsfeier und dem Treffen mit den alten Schulfreunden noch übrigbleibt. Dann fassen wir uns kurz an den Händen und senden in Form eines Stossgebetes unsere besten Wünsche ans kommende Jahr in Richtung Himmel, in Richtung Weisses Haus oder in Richtung der Pyramide, in der die Illuminati gemeinsam mit der Reptilien-Merkel den Lauf der Zeit bestimmen. Oder so ähnlich.

Wir präsentieren euch: Unsere Not-To-Do-Liste fürs kommende Jahr!

1. Fidget Spinner

Das einzig Gute an den Spinnern: Diverse Glaubensgemeinschaften sahen hier die Chance, mit Hilfe eines Stücks Plastiks die ach-so-unerreichbaren Millenials endlich verführen zu können. Ein Beispiel aus einem Kirchentextlein mit dem Titel «Gott und der Fidget Spinner»: «Kürzlich haben die Kirchen der Welt Trinitatis gefeiert – ein Fest im Kirchenjahr, an dem es um Gottes Dreieinigkeit geht. Der Fidget Spinner ist ein gutes Bild, um dieses Geheimnis zu erklären. […] So stelle ich mir Gott vor: Vater, Sohn und Heiliger Geist, eine runde Sache und in so großer Dynamik, dass ich es überhaupt nicht erfassen könnte. Drei sind eins.»   

Ansonsten nerven die Dinger.

2. Influencer

Das Schlimme ist ja nicht, dass Menschen gerne via Instagram ihr Leben mit ihren Freunden, ihrer Familie und irgendwelchen anonymen Stalkern im Netz teilen. Das Schlimme daran sind die Marketing-Fachkräfte, die aus Gründen der Meinung sind, dass es verdammt gute Werbung ist, wenn sie einer zufälligen Basic Bitch 100 Stutz überweisen, damit sie ganz natürlich mit einer elektronischen Zahnbürste, einem Rasierapparat und einer teuren Ledertasche im Swimmingpool posiert.

Die Facebook-Seite «Perlen des Influencer-Marketings» präsentiert übrigens ein hübsches Quote, das beweist, wie unendlich Fake die Welt vieler Insta-Sternchen ist: «Wir bestellen immer direkt mehrere Sachen: das Essen, das wir fotografieren, und Snacks und ein Sandwich für mich, damit ich vorher essen kann und wir in Ruhe die Fotos machen können.» #BestFoodOfMyLife #GanzNatürlich #Sponsored

3. Despacito

Falls du dieser musikalischen Fehlgeburt tatsächlich noch nicht mit Hass begegnest – Gott und der Fidget Spinner werden über dich richten. Hör dir doch mal anständige Musik an. «Africa» von Toto. Oder von mir aus auch einen Remix von John Cages «4′33″». Whatever. Aber hör bitte auf, Luis Fonsis «Despacito» in der Karaoke-Bar zu tolerieren – auch wenn du das nur ironisch tust, du cooles Kid.

4. Challenges

Wir vertreten die Meinung, dass es unsere Spezies nicht durch den göttlichen Arm eines Fidget Spinners, sondern durch natürliche Selektion bis zu ihrem heutigen, hochentwickelten, friedliebenden und goldenen Stand gebracht hat. Das Einzige, das wir an der heutigen natürlichen Selektion kritisieren können, sind ihre Methoden: Hot Water Challenge, Blue Whale Challenge, Pass Out Challenge… das scheint uns doch nicht so ganz im Sinne Darwins zu sein. Dementsprechend: Liebe Welt, lass doch ein paar Dinosaurier auferstehen, Kometen vom Himmel fallen oder so. Das wäre ein humanerer Weg zu sterben als eine beknackte Social-Media-Challenge.

5. White Supremacists

Dieses Jahr war wohl eines der besseren für die Rechtsextremisten der westlichen Welt – zumindest für die meisten. Sie kamen zu der Medienaufmerksamkeit, die sie sich für ihre Anliegen immer gewünscht haben, und nutzten diese, um wie ein Schlosshund zu weinen und zu behaupten, die tödliche Autoattacke von Charlottesville wäre gerechtfertigt.

Ach, noch ein «funny» Fact für all die, die sich von der US-Angstmache gegenüber Migranten anstecken lassen haben: Seit 2001 werden rund drei Viertel der extremistischen Gewalttaten in den Staaten von weissen Rechtsextremen verübt, ein Viertel entfällt auf die extreme Linke. Fake-News? Nope, die Infos stammen vom US-Staat.

6. Donald Trump beim Wassertrinken

Apropos US-Staat und Rechtsextremismus: Egal wie viel Spass es macht, Trump beim Wassertrinken zuzusehen – er könnte doch 2018 verzichten, Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Wäre besser für uns alle. Adedankemerci!

7. Augenbrauen in Wellenform

Urplötzlich waren sie da. Wie ein überdurchschnittlich hässlicher Hurrikan fluteten «wavebrows» Instagram, die Gesichter von Basic-Insta-Bitches und Modemagazine ohne Haltung, Substanz oder Sinn für Ästhetik. Sollten noch weitere Naturphänomene als Vorlage für Gesichtsbehaarung dienen – versucht es 2018 doch lieber mit einer Mondfinsternis.


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83 Kommentare

Zombie vor 6 Monate
Hmmm?? Bin mir der Meinung des Redakteurs vollkommen einverstanden ohne Zweifel!! Nicht wegzudenken ist aber auch die Tatsache, dass es noch enorm viele andere Sachen gibt, die wir alle aber auch wirklich ALLE wo hier in Züri und der allgemeinen Schweiz leben ebenfalls nicht mehr wollen!! Deshalb wünsche ich für meine guten Mitmenschen und mich selber folgendes : Fangen wir mal an mit der übertriebener Billagrechnung, pfuuuuiiiiiii, die wollen wir alle nicht mehr! Punkt 2, die zu hohen Krankenkassen Rechnungen, Punkt 3, das Monatsabo der VBZ wie in den 70/ 80iger Jahren nur noch 25 Franken kostet, Punkt 4, alle Artikeln und Esswaren im Migro und Coop inklusiv Mehrwertsteuer nur noch 10 Fr. kosten, Punkt 5, das alle Frauen lernen könnten in den Pissoirs Pipi zu machen da Sie ja heute mehrheitlich Männer und gleichberechtigt sein wollen 😃, Punkt 6, das alle Männern endlich mal lernen schwanger zu werden damit Sie es selber wissen wie es ist ein Kind im Bierbauch tragen zu müssen 😃, Punkt 7, die absolute Abschaffung aller Religionen damit niemand mehr ein Grund hat andere demütigen und verletzten gehen zu müssen, Punkt 8, die Abschaffung von Smartphones damit die Leute wieder lernen mit den Händen zu arbeiten anstatt nur dauernd rum zu wischen, Punkt 9, einen echt silberner Sarg mit einem chromstahligen Ironeagle drauf für dann wenn wir von der Welt gehen müssen, Punkt 10, dass das Krematorium vorher besser vorgeheizt wird damit man nicht dauernd frieren muss, Punkt 11, was Amerika betrifft, aufhören mit den heutigen Zombiefilmen weil Diese einfach überhaupt kein Stil mehr haben, es soll wieder Robert Englund als Freddy Krüger antreten und um uns wieder bestens unterhalten zu können!!!! Besten Dank für die Aufmerksamkeit, euer Ironeagle alias Zombie 😃!!!!!
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Peter G. vor 6 Monate
Man verschone uns 2018 doch endlich von Bachelor!!!
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King kong vor 6 Monate
In Europa kommt Gewalt von Links. Wie es in Amerika ist, ist hier zuerst einmal völlig unwichtig und dann auch noch uninteressant, da die Verhältnisse in der USA anders sind als hier.
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Antonio C. vor 6 Monate
Ich würde meine Liste noch mit folgende Punkte ergänzen: 8. Linksextremismus (BLM, Antifa, SJW etc.) 9. Linke Politiker und Parteien, die diese Extremisten in Schutz nehmen und die Schuld für ihre Straftaten z.B. der Polizei unterjubeln. 10. Islamischer Extremismus und Fundamentalismus. 11. Fake News 12. UNO und weitere sinnlose internationale Organisationen. Und der Punkt 6 würde ich aus meiner Liste entfernen. Nicht weil mir Trump gefällt, aber weil ich niemandem wünsche zu sterben, nur weil ich politisch nicht seiner Meinung bin. Aber dies zeigt eher das Niveau des "Journalisten", der diesen Beitrag erfasst hat.
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