Dieser Typ gründete sein eigenes Königreich

Der Inder Suyash Dixit ist seit kurzem König. Mit Flagge und Facebook erklärte er sich zum Herrscher des Niemandslandes Bir Tawil. Das Netz feiert ihn.

Schenkt man «Game of Thrones» seinen Glauben, ist es eine ziemlich umständliche Sache, König zu werden. Du musst nicht nur Menschen enthaupten, sondern irgendwie damit klarkommen, dass andere Menschen dich enthaupten wollen. Büez.

Der Inder Suyash Dixit beweist aber, das man auch ganz ohne Putsch und Trara an eine Krone kommen kann. Der reisewütige Google-Informatiker fuhr rund 319 Kilometer durch eine strassenlose Wüste und militärisches Sperrgebiet, nur um seine Bucket List abzuarbeiten. Denn darauf steht: König werden.

Staatenloses Nomadenland

Das kann er jetzt abhaken. Am 6. November schlug er seine Fahne in den Boden von Bir Tawil, ein staatenloses, rund 2000 Quadratkilometer grosses Wüstengebiet zwischen Ägypten und dem Sudan, in dem niemand lebt und nur ab und an Nomaden ihre Tiere weiden lassen. Dieses Stück Land – eines der letzten staatenlosen Landstücke der Welt – ist nun Teil des «Königreiches von Dixit».

«Ich, Suyash Dixit, der erste meines Names und Beschützer des Reiches, erkläre mich selbst zum König des ‹Königreichs von Dixit›. Von heute an nenne ich mich König Suyash, der Erste», schrieb er auf Facebook. «Ich erkläre das staatenlose Land von Bir Tawil von heute bis zum Ende der Zeit zu meinem Land. Ich verspreche, dass ich mich stets für den Wohlstand und die Menschen dieses Landes einsetzen werde.»

Facebook liebt ihn

Ganz im Sinne alter Traditionen pflanzte er Saatgut im Boden, um seinen Besitzanspruch zu untermauern. Der frischgekrönte König liefert auch gleich ein paar Fakten zu seinem Land mit: Die Hauptstadt hört auf den Namen Suyashpur, die momentane Population des Landes beträgt 1 und das Nationaltier ist die Echse – weil er in seinem Land kein anderes Tier entdecken konnte.

Die ganze Sache hat natürlich einen Haken: Dixit ist nicht der erste, der versucht, Bir Tawil zu seinem Königreich zu machen. Aber er ist der erste, der für das Ausrufen seines Königreiches knapp 3000 Likes auf Facebook abstaubt.

Ein Krieg – bei Starbucks

König Suyash ist sich also der Möglichkeit einer feindlichen Landesübernahme bewusst. «Sollte mir jemand mein Land streitig machen, wird es einen Krieg geben», schreibt er. «Wahrscheinlich bei einem Kaffee im Starbucks.»


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7 Kommentare

Badener vor 29 Tagen
Hat es ja schon in Europa gegeben. Schlussendlich ist auch er nur ein normaler Mensch und nicht nur nett!
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Engelisch vor 29 Tagen
Meinen herzlichen Lacher hat der König Suyash, der Erste und der Schreiber von mir.
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Chris vor 30 Tagen
Um einen Staat zu gründen braucht man ein Stück Land. Hat er. Auf diesem Land müssen mehrere Familien permanent leben. Hat er nicht. Dann braucht es eine Verfassung und eine Regierung. Hat er auch nicht. Danach kann man bei der UNO um Anerkennung bitten. Das ist bisher noch nie durchgekommen, nicht mal das Kosovo ist als eigenständiger Staat anerkannt. In Game of Thrones ist es einfacher als in der Realität.
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Antwort von Chris vor 29 Tagen
Regierung,Verfassung hat Kosovo. Es fehlen nur die Mehrheit der UNO-Veto Grundwähler, was Russland (ein sehr enger verbündeter Serbiens) nicht zulässt und nicht mal wählen wird. Jede Region hat das Recht, sich als eigenständiges Land zu machen, wenn es eine Regierung und mehrere Souvärene Elternschaftrn hat. Sonst würde ich meine Wohnung als "Volksrepublik Emmenbrücke" und das Haus annektieren, wenn ich mal kurz eine Verfassung schreibe und beziehung mit dem Parlament habe.
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