Mit Emojis kannst du nun Kohle scheffeln

Da Emoji die «schnellstwachsendste Sprache der Welt» ist, bietet ein Londoner Unternehmen eine doch nicht ganz gewöhnliche Stelle an: Emoji-Übersetzer.

Unsere Generation gilt als leicht planlos, was unsere Zukunft anbelangt. Anstatt mit irgendeinem Job ein Vermögen zu scheffeln, netflixen und chillen wir lieber den ganzen Tag, trauern Harambe nach oder tauschen uns auf Whatsapp mit Emojis aus. Doch gerade diese bunten Icons sind es, die uns bald unsere Zukunft sichern könnten.

Wenn du auf Whatsapp lieber mit Herzchengesicht, Aubergine und Äffchen kommunizierst statt mit Buchstaben, dann unterschreibst du vielleicht schon bald einen Arbeitsvertrag. Denn das Londoner Übersetzungsbüro «Today Translation» sucht nun für sein Team einen Emoji-Übersetzer.

Ist das weinende Smiley glücklich oder nicht?

Gemäss dem Stellenbeschrieb des wohl coolsten Jobs der Welt, sei Emoji derzeit die «am schnellsten wachsende Sprache». Und obwohl sich die kleinen Ideogramme schneller ausbreiten als Chlamydien im Ferienlager, gibt es ein kleines Problem. Denn je nach Kultur können die Bildschriftzeichen eine ganz andere Bedeutung haben. Diverse Studien beweisen zum Beispiel, dass etwa das «vor Lachen weinende Smiley» in unseren Kulturkreisen als Freude, in nordöstlichen Ländern aber als Trauer verstanden wird. Darum sei – abgesehen von krassen Sprachskills – auch «ein sozialwissenschaftliches Studium» erforderlich. So steht es im Jobinserat des Übersetzungsbüros.

Emojis im Gerichtssaal

Nebst dem Übersetzen von Emoji-Texten soll der neue Mitarbeiter über Emoji-Trends berichten sowie kulturelle Unterschiede beim Verständnis der kleinen Icons aufzeigen. Easy, oder?

Doch wie zur Hölle kam die Firma überhaupt auf eine solche Idee? Dem «Guardian» verrät die Chefin von «Today Translation», Jurga Zilinskiene, dass ein Kunde sein Tagebuch für seine Kinder übersetzen lassen wollte. Von Englisch in Emoji. Und solche Anfragen würde es in Zukunft immer mehr geben. Auch betont Zilinskiene, dass man beispielsweise in Gerichtsverfahren ebenso Chachtnachrichten als Beweismittel verwenden würde. Und da müsste man natürlich auch Emojis interpretieren und übersetzen. Und dies wiederum sei viel komplexer als das Übersetzen von geschriebenen Wörtern.

Du denkst, du hast immer noch das Zeug dazu und fühlst dich nicht entmutigt? Dann versuche dich im Online-Test der Firma. Viel Glück. Oder in Emoji: Vierblättriges Kleeblatt, Schweinchen, gekreuzte Finger.


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1 Kommentar

KeinPlanVonNix vor 5 Monate
Traurigkeit? Das erste Smiley spuckt doch?!
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Antwort
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