Soll der Nationalrat wirklich über das Freitagsbier debattieren?

Wir dürfen mitbestimmen. Nein, nicht über die Kantinenmenus der nächsten Woche, sondern über die politische Zukunft der Schweiz. Das Projekt «engage.ch» ermöglicht es uns.

Wir verstehen schon: Nicht jeder hat den ultimativen Drang danach, die Schweizer Politik in ihren Grundsteinen zu erschüttern. Nichtsdestotrotz setzten sich viele von uns in kontroversen und weniger kontroversen Abstimmungen für das erwünschte Wahlergebnis ein – wie als etwa die No-Billag-Initiative oder die Masseinwanderungsinitiative Tausende an die Urne lockten.

Um auf unserem mageren bis ausgeprägten Interesse an politischen Geschehnissen aufzubauen, bietet das Projekt «engage.ch» des Dachverbands der Schweizer Jugendparlamente allen Jungschweizern die Möglichkeit, mitzubestimmen. Und zwar über die politische Zukunft der Schweiz. Über 150 Teilnehmer im Alter von 14 bis 25 haben dieses Jahr ihre persönlichen Anliegen bereits auf der Plattform eingesandt und hoffen mittels digitalem Ohr auf lokales und nationales Feedback.

Utopisch oder umsetzbar?

«Ziel ist es, jungen Menschen aufzuzeigen, dass Politik nicht immer so kompliziert und weit weg ist wie sie scheint», erzählt uns Melanie Eberhard, Projektleiterin von «engage.ch». Schon eine einfache Idee könne im Bundeshaus für Diskussionsstoff sorgen.

Wie etwa als Nationalrat Christian Imark vergangenes Jahr die Diskussion über den Vorschlag zweier Jugendlicher eröffnete, der Italien eine seiner nördlichen Regionen abverlangt. Ähnlich wird auch ein Anliegen einer anderen jungen Erwachsenen über den Schutz von Intersexuellen und ihrem Geschlecht im Parlament diskutiert und als Erfolgsgeschichte angesehen. Alles ist schliesslich möglich.

Kein Wunder, versuchen sich viele Jugendlichen mit ausgefallenen Vorschlägen einen Vorteil zu verschaffen und wünschen sich auf «engage.ch» etwa «eine Paintball-Halle in ihrer Nähe», «Freitags Freibier für alle» oder «Hitze- und Kältefrei bei über 28 und unter 0 Grad». Nice try.

«Jeden Freitag Freibier für alle»

Während Ideen auf lokaler Ebene meist direktes Gehör finden und schliesslich auch mal ein Znacht mit einem Gemeindepräsidenten drin liegt, stellt sich dies auf nationaler Ebene schwieriger heraus: «Auf nationaler Ebene schafft es leider nur ein kleiner Bruchteil der Anliegen ins Bundeshaus.» Schliesslich muss die Thematik breit genug sein, um die gesamte Nation damit zu tangieren.

«Wir sind aber offen für alle neue Ideen. Ziel ist es schliesslich auch, zu einem Out-of-the-box-Denken zu animieren und Neues einzubringen, das nicht schon im Parlament diskutiert wird», so Eberhard. Innovative Anliegen hätten daher auch eine grössere Chance, ausgewählt zu werden.

Bis zum 25. März 2018 haben alle diejenigen unter uns, die genug Kreativität besitzen und dem Bundeshaus schon immer mal einen offiziellen Besuch abstatten wollten, noch die Möglichkeit ein Anliegen einzureichen. Danach wählen 14 der jüngsten National- und StänderätInnen je ihr Lieblingsanliegen aus, das sie verwirklichen wollen.


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19 Kommentare

Zombie vor 3 Monate
Sehr geehrte Jugendliche, da ich als Oldschool Boy gegenüber den Millenias immer offen und toleranter bin als meine Vorfahren gegenüber zu mir damals, so möchte ich sehr gerne eure Wünsche teilen, Dankeschön!! Fangen wir mit Bild 1 an, Pelzverbot? Ja auf jeden Fall bin ich absolut dafür und wenn dann nur künstlicher Pelz! Bild 3, ich wünsche für die Damen dass allllleee Menstruations und Verhütungsprodukte für Frau unbedingt gratis werden müssen und für die Männern alle Kondome ebenfalls gratis!!! Bild 4, Wenn man tatsächlich den Abfall mindern sollte dann gibt es auch keinen Grund das Recycle zu fördern, nix ist!!! Bild 5, Gegen das Bienensterben, oh ja gegen das bin ich absolut auch!!! Bild 6, Da ja viele von der heutigen Jugend überhaupt nicht mehr wirklich arbeiten wollen und mehrheitlich sich gerne von anderen servieren lassen, so beantrage ich für die Minderheit der faulen Jugendlichen eine doppelte Arbeitszeit und für Dijenigen der heutigen Jugend, Die wirklich Tag pro Tag hart arbeiten und Ihren Charakter und Körper dominieren können beantrage ich 20 Stunden pro Woche!!! Bild 7, Hize und Kältefrei? Absolut ja und zwar das ganze Jahr ( Ausser für die Faulen, wie schon gesagt 😃 und ich fordere das alle Schirme gratis werden müssen, weil der Schirm der beste Freund des Schweizer Wetter ist!!! Bild 8, Mehr Ferien für Lernende? Aber nur für die gute hart arbeitende Jugend, für die Faulen beantrage ich 7 Tage pro Woche arbeiten😃!!! Bild 9, Airsoft und Panitball Halle? Absolut ja, denn fleissige Lernende haben das gesamte Recht der Welt, sich neben der Arbeit sich zu vergnügen!!! Bild 10, Für Organe und gegen Faulheit? Das darf jeder selbst entscheiden, ganz richtig!! Bild 11, MULTIKULTI TV?? Hääää??Wie bitte?? Nochmals MULTIKULTI TV?? Nachdem die No Billag Initiative abgelehnt worden ist, bin ich generell für GAR KEIN TV MEHR!!! Bild 12, Gras legalisieren? Aber Gras ist doch schon legal, es gibt mehrere schöne Statdgärtnereien mit vieell Gras und Bäumen wo jeder spazieren gehen kann und Cannabis ist auch schon sehr lange legal, man kann sich Haschklamotten und Taschen holen gehen 😃!!!!! Bild 13, WAAAAAAASSSSSSSSSSS?? DIE SCHWEIZ ALS VEREINIGUNG DER WELT?? Dann haben wir aber gar kein Platz mehr hier in der kleinen Schweiz und müssen auswandern, wenn alle Ländern der Welt zu uns kommen würden, absolut NEIN!!! Bild 14, Freibier am Freitag gratis werden lassen? Da empfehle ich für Alkoholliebhabern eher das ganze Jahr gratis für das Bier!!! Bild 15, Das beste und simpatischste Bild überhaupt!!!!! Ich widme den Millenias noch ein zeitloses Lied und wünsche Ihnen viel Gesundheit und Kraft und Liebe und bleibt immer imselben Rhythmus weil vergesst niemals : Rhythm is a Dancer!! Besten Dank für eure Achtung, euer nie und nimmer erwachsengewordener Zombie 😃 😃!!
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J.D vor 3 Monate
Ich bin auch nicht für die EU, aber definitiv gegen die Todesstrafe für das Ausdrücken eigener Meinungen. Des Weiteren bin ich klar für ein Mindestmass an Bewusstsein für Rechtschreibung und Grammatik in Beiträgen (unabhängig von deren Inhalt)
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Nationless vor 3 Monate
Also da gibts oft nur naive utopische Forderungen. Pelzverbot ist fundamentalen Gaga. Ebenso neuer Marxismus ist nicht ausgereift. Feierabend Bier? Um Alki zu werden? Gegen Bienensterben finde ich gut. Zwei Wochen mehr Ferien ebenso. Hitzefrei finde auch ok, sofern man nicht in vollklimatisierten Räumen arbeitet, wobei bei Frost nur für Bauarbeiter es betreffen soll.
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Margrittli Mutantis vor 3 Monate
Also mir ist es schon als Elfjährige sauer aufgestossen, was da in der Regierung für Mist produziert wurde. Ich hätte nichts dagegen gehabt, Denen ab und zu die Kutteln zu putzen, und ihnen zu sagen, dass nicht wischiwaschi Heuchelpolitik Priorität haben sollte.
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