«F*** Your Beauty Standards!»

Sommer, Ferien, Sonnenschein. Für die meisten Sonnenanbeterinnen heisst es jetzt: Runter mit den Klamotten und ab ins kühle Nass! Und das geht natürlich auch ohne Sixpack und Atombusen.

«10 easy Tipps für den perfekten Sommerkörper», «So machst du am Strand die beste Figur», «Mit Paleo-Diät zum sexy Beachbody» – gerade jetzt zu Beginn der richtig heissen Tage werden wir uns der gesellschaftlichen Erwartungshaltung zu Körper- und Schönheitsstandards wieder so richtig bewusst.

Klar dürfen und können und sollen wir alle ganz offiziell möglichst natürlich aussehen und uns mit unseren Kurven glücklich und sexy fühlen. Das heisst: Solange diese Kurven nicht zu kurvig sind und diese dann auch nicht zu offenherzig präsentiert werden. Weil das will ja keiner sehen. Und – liebe Herren der Schöpfung – ihr dürft bitte nicht zu dünn sein, sonst verliert ihr eure Männlichkeit.

Aber, wie gesagt, solange wir nicht zu mager oder zu rund sind, ist alles voll okay. Dann dürfen wir uns nämlich wohlfühlen und ohne Scham, Schande und der Todesangst, jemanden mit unseren entstellten Körpern visuell zu beleidigen, das Haus verlassen. Juhu!  

So – oder so ähnlich – könnten wir jetzt eine ellenlange Hasstirade auf Bodyshaming und falsche Erwartungshaltungen beginnen. Oder wir machen einfach das Gegenteil und reagieren auf Hass und Ablehnung mit Liebe und Akzeptanz. Zum eigenen Körper im Speziellen und zum Leben im Grossen und Ganzen.

Hier sind drei junge Menschen aus der Schweiz, die sich auf die Badi-Saison freuen und sich für ihre Statur weder schämen wollen noch müssen:

LAURA ISABELLE
21 Jahre, Fitnesstrainerin aus Konolfingen


«Ich habe in letzter Zeit ein wenig zugelegt und das kann man auch sehen. Jetzt bin ich ein Fit Chick mit Reserven. Ich mag es, dass ich Kurven und viel Kraft habe. Da ich im Fitness-Center arbeite, habe ich die Möglichkeit, professionell zu trainieren und mir selber mein Programm zu meiner Traumfigur zu erstellen. Davon bin ich nicht weit entfernt. Wenn sich jemand mit einem sehr hohen Fettanteil wohl fühlt – so what?! Solange man gesund und glücklich ist, sollte man sich nicht ändern müssen. Jeder Mensch soll mit seinem Körper machen können, was er will ohne sich schämen zu müssen.»

REBECCA
23 Jahre, lernende Kinderbetreuerin aus Uster


«15 Jahre Mobbing, Selbsthass, Essstörungen. Ich habe genug! Ich habe genug von unrealistischen Schönheitsidealen und ich habe genug davon, Krieg gegen meinen Körper zu führen. Fuck Your Beauty Standards! Es hat lange gedauert, bis ich diese Einstellung verinnerlichen konnte. Es gab Jahre, in denen ich nicht ein einziges Mal baden war, weil ich mich nicht getraut habe. Heute umgebe ich mich nur noch mit Leuten, denen mein Gewicht egal ist und die mich wegen meines Charakters, meiner grossen Klappe und meinen Mamiqualitäten mögen. Mittlerweile ist es mir wichtiger, gesund zu sein, als einfach nur dünn. Deshalb beginne ich gerade damit, Sport zu machen und fit zu werden.»

YANNICK
22 Jahre, angehender Wirtschaftsstudent aus Baden


«Ich mache mir über meinen Körper nicht so viele Gedanken, weils mir wichtiger ist, eine gute Person zu sein. Trotzdem hätte ich manchmal gern ein paar Kilo mehr auf den Rippen. Wegen meines schlanken Körperbaus hatte ich sogar schon Lungenprobleme. Aber auch das andere Extrem – Fettleibigkeit – sollte man auf keinen Fall gutreden. Für mein Aussehen schäme ich mich aber nicht. Es gibt Phasen, in denen ich voll ins Fitnessstudio gehe, um Muskeln aufzubauen aber ich bin nicht diszipliniert genug.»


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26 Kommentare

Markus vor 10 Tagen
Der Trick ist simpel: Einfach nicht darüber nachdenken, wie man sein sollte. Da hats im Kopf gleich viel mehr Platz für Dinge die wirklich wichtig sind. Z.B. was man an einem schönen Sommertag tun kann.
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M. K. vor 11 Tagen
Fuck your beauty standards??? Mache ich gerne. I like to fuck beauty standards. Aber sowas von.
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Ronald Macdoland vor 13 Tagen
Ausgewogene und bewusste Ernährung sind das Fundament der Gesundheit
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S. Samiri vor 14 Tagen
Okay das war nicht geil. Komplexius perfektus, wär solche Dinge noch celebrieren muss.
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