Ich liebe es, mit meinen Eltern in die Ferien zu fahren

Unsere Redaktorin verbringt ihre Ferien nicht nur biernuckelnd und partyfeiernd mit Freunden, sondern geniesst den Urlaub mit ihren Erzeugern genauso sehr. Ein Plädoyer für freie Tage mit den Eltern.

Während sich einige von uns geschworen haben, sich ab der Volljährigkeit von den Eltern in kein stinklangweiliges Familienresort mehr zerren zu lassen, sondern nur noch mit Freunden die Sau rauszulassen, sehe ich das etwas anders. Ich liebe es, mit meinen Erzeugern in den Urlaub zu fahren – und bin damit offenbar nicht allein.

Versteht mich nicht falsch: An Beachpartys im Wet-T-Shirt-Contest anzutreten und sich einen schönen Unbekannten zu schnappen – what happens in Malle, stays in Malle, gell – muss sicher toll sein. Was ich allerdings mit Teenie-Ferien in Verbindung bringe, sind pissverseuchte Pools, verkaterte Tage unter dem Sonnenschirm und Zimmer, in denen es nur so vor Kriechtieren wimmelt. Umso mehr schätze ich es also jetzt mit 24 Jahren meine kostbar eingeteilten Ferientage mit meinen Eltern zu verbringen – und mich tatsächlich zu erholen.

Urlaub auf Kosten der Eltern

Ich verstehe schon, die meisten bezeichnen mich jetzt wohl als Schmarotzerin, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das eigene Portemonnaie bis zur Heimreise so prall wie nur möglich zu halten. Stimmt schon: Abendliche Restaurantbesuche und Ausflüge zur Gelateria gehen meist auf Kosten der Eltern. Und das stört mich zugegebenermassen ob meinem Studentenlohn nicht so sehr, wie es vielleicht sollte. Doch ich entscheide mich nicht für die Ferien zu dritt, nur um mich durchzufressen und meinen Eltern Feriengeld abzuluchsen.

Vielmehr verbringe ich gerne Zeit mit meinem Mami und Papi. Vor allem seit ich nicht mehr zuhause wohne. Statt der drei Stunden zwei Mal wöchentlich geniesse ich es also, sie 24 Stunden am Tag um mich zu haben – trotz der gelegentlichen Zickereien. Vor ihnen brauche ich mich nicht zu verstellen, lasse meiner Laune freien Lauf – schliesslich wissen sie wie ich ticke.

Erholung pur – mit Mami und Papi

Statt sich also durch das Menü der Billigcocktails zu trinken und wegen dem morgendlichen Katerschlaf wertvolle Sünnelestunden im Bett zu verschwenden, spielen wir stundenlang Karten, führen Diskussionen und posieren am Strand für Familienfotos. Der Inbegriff von Erholung also.

Während der begrenzten Anzahl Ruhetage, die mir abseits vom Büroalltag und dem schulischen Einheitsbrei gegönnt werden, neben den Eltern in der Sonne zu brutzeln, ist längst keine Pflichtübung mehr. Vielmehr stellt es die alljährliche Gelegenheit dar, mich gehen zu lassen und ganz nebenbei noch Zeit mit ihnen zu verbringen. Und ja, es ist auch mal schön, die Ferien nicht mit Kopfschmerzen unter dem Sonnenschirm zu verbringen, weil man am Tag zuvor zu hart gefeiert hat.

Wer also die Möglichkeit hat, mit Mami und Papi zu verreisen und mehr als nur die paar Stunden während dem Verdrücken des Nachtessens zu verbringen, dem rate ich: Tu es.


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24 Kommentare

Ddddario vor 5 Monate
Genau! 👍🏽👍🏽👍🏽
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momo vor 5 Monate
Meine Eltern haben so viel für mich getan und ermöglicht, dass ich, jetzt wo ich kann, sie in die Ferien einlade. Ein grosses Dankeschön.
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Urs Huber vor 5 Monate
Wow. Das ist echt traurig
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Susi vor 5 Monate
Ich liebe Ferien mit meinen Eltern. Seit 6Jahren habe ich selbst Kinder und meine Kinder lieben es wenn meine Eltern mitkommen. Natürlich sind somit meine Ferien entspannter und meine Eltern wollen noch etwas mit uns erleben, solange sie können. Klar bezahle och die Reise selbst. Doch Kleinigkeiten wie Gelateria besuch oder sonstige Eintritte werden meist bezahlt.
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