Was halten echte Frauenfelder eigentlich vom Openair Frauenfeld?

Wenn sich eine Kleinstadt einmal im Jahr zur Pilgerstätte für abertausende Hip-Hop-Fans verwandelt, gibt es für ein paar Tage sowas wie normalen Alltag nicht mehr. Wir haben Anwohner gefragt, wie sie mit den Chaoten, dem Müll und der Lautstärke klarkommen

Andreas, 35, Surprise-Verkäufer
«Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn der Trubel wieder vorbei ist. Zu viele hektische Menschen, für meinen Geschmack. Obwohl sie mehrheitlich freundlich sind, freue ich mich schon auf den Montag, wenn hier wieder Ruhe herrscht.»

Rolf, 56, Metzger
«Also ich finde es recht schön. Es ist ein bisschen chaotisch aber sehr friedlich. Man sieht vor allem viele interessante Menschen. So bunt ist es hier sonst nicht.»

Claudia, 23, Verkäuferin
«Naja… Es geht so. Es soll jeder seinen Spass haben. Aber für mich ist das nichts. Ich war noch nie dort und ich habe es auch nicht vor. Mich stört sehr, dass es so laut ist – ich höre es bis in mein Schlafzimmer. Also ich freue mich schon, wenns vorbei ist.»

Susanne und Annegreth, Apothekerinnen
«Wir bemerken vor allem, dass sich das Verhalten der jungen Leute in den letzten Jahren zum Positiven verändert hat. Sie sind anständiger und machen weniger Dreck und achten mehr auf ihre Gesundheit. Sie kaufen zum Beispiel viel mehr Sonnenschutz, das ist wichtig! Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Das Festival gehört eben zu Frauenfeld, das weiss jeder, der hier lebt. Wem die Hektik zu viel ist, der geht am Donnerstag posten, bevor es losgeht.»

Jessica, 24 und Yemelis, 17, Verkäuferinnen
«Wir gehen heute nach dem Schaffen auch noch hin! Findens super – endlich Abwechslung, Action und viele junge Leute! Sonst ist es oft sehr langweilig hier.»

Johann, junggeblieben, Müllmann
«Der Reinigungsaufwand ist ganz klar viel grösser, wenn die vielen Leute hier sind. Es ist eine Ablenkung zum Alltag, wir freuen uns aber auch sehr, wenn es wieder vorüber ist.»

Elvin, 23, Verkäuferin
«Es ist eigentlich ziemlich nervig und die Leute meinen, sie können sich hier alles erlauben. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer, überall stinkt es, überall sind Halbnackte. Sie verlieren alle den Anstand! Wenn es endlich vorbei ist, gibts wenigstens wieder Ruhe – aber der Saustall muss erst beseitigt werden. Einfach nervig.»

Manuel, 25, Chiller
«Das Line-Up war letztes Jahr um einiges besser, darum gehe ich diesmal nicht. Der Lärm und der Dreck stören mich nicht, ist ja normal und gehört dazu, oder?»

Adelheid, 48, Taxifahrerin
«Für mich bedeutet es vor allem viel Arbeit. Die Gäste sind auch meistens freundlich. Das ist schon gut. Ich weiss, dass viele Einwohner das nicht so entspannt sehen. Aber die ziehen sich dann einfach für ein paar Tage zurück, sie haben gelernt, sich zu arrangieren. Mein grösstes Problem sind vor eigentlich die auswärtigen Taxis, etwa aus Zürich. Die wissen, dass sie hier Geld machen können. Aber wir sind im Heimvorteil.»


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19 Kommentare

fabio vor 8 Monate
Ez höred doch emol uf umemotze. Es isch eifach geil gsi!
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Antwort von vor 8 Monate
ech has zum erste mal sit 9 jahr boykottiert. Getränkeregle mit max. 3L pro Person ufm Campingplatz het mer de Huet glüpft!
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merlin vor 8 Monate
also,susanne und annegreth haben anscheinend weder augen im kopf noch ohren.bin selber erst 21 aber die respektlosigkeit und der egoismus der jungen ist kaum mehr auszuzahlen.aber es sind ja alles sozis,laufen aber rum wie nutten und aufgepumpte idioten,überall wird hingepisst (sah man auch nach dem zürifäscht).vorallem fürs wildpinkeln müssen dringend strenge strafen her,das ist einfach nur jenseits von ekel erregend der gestank
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Antwort von merlin vor 8 Monate
auszuhalten natürlich 😃 nicht auszuzahlen...keine ahnung woher da kam 😀
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Ab wann gibts einen Eintrag ins Strafregister?

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 «Gefeiert hat vor allem die Crew»

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Schau den Film und halt die Fresse!

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