Holländer lässt sich bewusst das Handy klauen

Ein junger Filmemacher lässt sich das Smartphone stehlen und verfolgt den Dieb mit Spionage-Software. Daraus entstand ein spannender Film über das triste Leben eines Kleinkriminellen.

Wenn dir dein Handy geklaut wird, hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst mit Hilfe von Ortungsdiensten herausfinden, wo dein Smartphone gelandet ist (Erfolgschance: relativ klein), oder du kannst dich heulend auf dein Bett legen und dir wünschen, du wärst ein intelligenterer Mensch, der besser auf seinen Kram aufpasst (Erfolgschance: noch kleiner). Oder du machst es wie der junge holländische Filmemacher Anthony van der Meer und gehst auf die Jagd nach dem Dieb.

Nachdem Van der Meer das Handy geklaut wurde, hätte er sich aus Frust betrinken und seinen Freunden die Hucke volllabern können, was für ein armer Typ er sei. Aber er drehte den Spiess um und wollte herausfinden, was das für Menschen sind, die anderen ihr Smartphone klauen.

Romanze zwischen Opfer und Täter

Er besorgte sich ein neues Handy, lud die Anti-Diebstahl-Software «Cerberus» darauf und liess es sich stehlen. Mit Hilfe der Anti-Diebstahl-Software verfolgte er den Dieb zwei Wochen lang: Er ordete ihn mit GPS-Tracking, filmte den Täter mit der Handy-Kamera und las bei seinen Nachrichten mit. Daraus wurde eine epische Geschichte von Drogenhandel, Masturbation und einer Art Stockholm-Syndrom, die Van der Meer in einem 20-minütigen Dok-Film festhielt.

Während seinen Spionage-Aktionen begann der Filmemacher den Dieb zu mögen und entwickelte sogar so viel Mitleid mit ihm, dass er ihm Guthaben auf das gestohlene Handy lud. Am Ende begegnet der Filmemacher dem Handy-Dieb sogar persönlich. In diesem Moment geht aber Van der Meers romantisches Bild des Täters zunichte, denn der Dieb entpuppt sich als aggressive Persönlichkeit.

Erschreckende Überwachung

Der Kurz-Film «Find my Phone» gibt uns nicht nur einen Einblick in das Leben eines obdachlosen Ägypters in Holland, sondern verrät uns auch viel über moderne Überwachungstechniken. Wenn ein junger Filmemacher ohne wahnsinnige Technikkenntnisse den Dieb seines Handys beim Masturbieren beobachten kann, dann wollen wir uns gar nicht vorstellen, wozu gut ausgerüstete Nachrichtendienste so fähig sind.

Vielleicht wäre es also gar keine so schlechte Idee, die Kameras des eigenen Handys abzukleben. Einfach nur so, der Vorsicht zuliebe. Aber dann müssten wir auf spontane Snaps verzichten – und die sind uns allen wohl um einiges wichtiger als die Privatsphäre.

 


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22 Kommentare

Kebab vor 11 Monate
Ist selbstbefriedigung nicht verboten laut dem koran/scharia? Naja wie auch immer diesem Ungeziefer darf man nicht trauen.
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M.Blaser vor 11 Monate
Geographie.... Ägypten und Arabien sind in etwa so gleich wie Schweden und Italien.... Rechts😄umm scheint hier zu passen.
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Captain Obvious vor 11 Monate
Die Kommentatoren haben es völlig richtig erkannt: die wahre Story hier ist, dass wieder einmal ein Araber kriminell wurde, und nicht dass unser aller Privatsphäre ein aboluter Witz ist. Herr und Frau Schweizer wissen eben wo sie ihre Prioritäten zu setzen haben.
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FUCK EU vor 11 Monate
War ja klar dass der Dieb ein Araber sein musste... was denn sonst? Ah ja, die "Fachkräfte" aus Rumänien, die sind auch auf solches "spezialisiert"...
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