Kinderspiel­zeuge wollen harten Sex

Wer dieses Jahr ein Superdad sein wollte, schenkte seinem Kind ein Hatchimal. Aber Achtung: Die Mischlinge aus Furbys und Tamagotchis sind entweder depressiv oder sexsüchtig.

Klein, süss und liebesbedürftig: In den Spielzeugläden stritten sich dieses Jahr Eltern um die wenigen Exemplare des neusten Spielzeug-Hypes – den Hatchimals des kanadischen Spielzeuggiganten «Spin Master». Die neuen Plüsch-BFFs kauft man in einem Ei, welches man rund eine halbe Stunde kuschelt und liebkost, bis es zu schlüpfen beginnt. Danach begleitet man die Tiere im Tamagotchi-Style durch verschiedene Lebensphasen: Zuerst sind sie Babys, dann Krabbler und werden später zu Kindern. Weiter entwickeln sich die Hatchimals nicht. Das ist wohl eine weise Entscheidung – erwachsen werden will eh niemand.

«Fick mich»

Wie sich herausstellt, sind die Hatchimals aber etwas frühreif. Dutzende Eltern der kleinen Plüschtiere haben Videos ins Netz gestellt, die die Dinger beim Fluchen zeigen. Einige tun das sogar noch bevor sie geschlüpft sind. Während sie friedlich im Ei dösen, murmeln sie leise: «Fick mich». Entweder ist das eine Aufforderung zum Liebemachen – die perfekten Spielzeuge für Furries also – oder ein starkes Anzeichen für eine pränatale Depression.

Zugegeben: In der heutigen Welt können wir das gut verstehen. Wären wir noch Babys im Mutterbauch, würden wir es uns auch zwei Mal überlegen, ob wir da wirklich raus wollen. Dann müssen wir uns eh nur um doofen Kram wie Steuererklärungen kümmern und uns News aus aller Welt geben. Da würden wir auch lieber etwas im Ei rumchillen.

Angebliche Fantasiesprache

Der Hersteller Spin Master kommentierte gegenüber «CTV Vancouver», dass die Tiere nicht fluchen, sondern eine Fantasiesprache mit zufälligen Silben sprechen. Natürlich könnte das aber auch ein Scherz sein, den sich ein paar Nerds in der Entwicklungsabteilung überlegt haben. Die Hatchimals sind auch ansonsten etwas creepy: Wenn man sie sich nach der Geburt ansieht, könnte man glauben, sie sprechen nicht nur eine Fantasiesprache, sondern leben auch in einer Fantasiewelt. Denn so wie ihre Augen blinken, sehen sie aus, als ob sie in ihren Gedanken auf einer okkulten Rave-Party mit ganz viel MDMA rumhängen. Klassischer Kinderkram halt.

Dennoch sind die Spielzeuge ziemlich cool. Und diverse Youtuber machen sich einen Spass daraus, die Hatchimals mit pseudochirurgischer Präzision via Kaiserschnitt aus dem Ei zu befreien und andere lassen sie schlüpfen, indem sie sie aus mehreren Hundert Metern Höhe auf den Boden prallen lassen.

Ausserdem: Wenn die Tiere bereits im Ei mit Welthass glänzen, trainieren Kinder früh den Umgang mit Depressionen. Dann können sie ihrem Daddy später besser helfen, wenn der seinen Job im mittleren Management wegen einer Midlifecrisis an den Nagel hängt. Win-Win! 


Kommentar schreiben

18 Kommentare

Lisa vor 5 Monate
Wenn man nur die Wahl hat zwischen einem Depressiven oder einem Sexsüchtigen, dann nehme ich auf jeden fall zweites. Ohne Frage. Und dann schaue ich wie lange es durchhält bis es freiwillig auf den depressiv Modus umschaltet :-D
3
1
Antwort
Fuckyourself vor 5 Monate
Ich hör da anstatt "fuck me" eher "fur me" also auf deutsch "streichel/ kuchel mich" -totaller schwachsinn also
8
5
Antwort
Antwort von Giri vor 5 Monate
"fur me" soll streichel mich heissen? 😀 Ich glaube eher, es würde mit "Pelz mich" übersetzt.. 😉
7
3
Antwort
Barthoor vor 5 Monate
Ich hör bei dem kurzen clip weder ein “fick mich“ noch ein “fuck me“... - habs trotzdem getan. . . . Der letzte teil ist gelogen.
12
3
Antwort
Nein, das sind keine Fotografien

Nein, das sind keine Fotografien

Moes Bar aus den «Simpsons» gibts bald in echt

Moes Bar aus den «Simpsons» gibts bald in echt

18-Jährige stopft Herz in Glacecornet

18-Jährige stopft Herz in Glacecornet

«Wonder Woman» lässt Sexisten durchdrehen

«Wonder Woman» lässt Sexisten durchdrehen