So blutig ist «Kevin – Allein zu Haus» wirklich

Bügeleisen, Schneeschaufel, Nägel und Teer – die Einbrecherfallen in «Kevin – Allein zu Haus» sind ziemlich brutal. Richtig zur Geltung kommen sie aber erst in einer neuen, blutigen Fassung.

Wenn einem die Eltern beim Surfen über die Schultern sehen und man nur altersgerechte Filme gucken darf, wächst man als junger Mensch in unseren Breitengraden relativ blutlos auf. Das ist zwar lobenswert für die psychische Entwicklung, aber auch ziemlich unrealistisch.

So wie etwa der Kultstreifen «Kevin - Allein zu Haus». Er ist zwar bereits 26 Jahre alt, wird aber trotzdem jährlich auf allen Kanälen hoch und runter gespielt – vor allem über die Weihnachtstage. Darin wird Kevin, ein kleiner Junge, während den Weihnachtsferien alleine gelassen und muss das Familienhaus vor Einbrechern schützen. Dabei greift der kleine Rotzlöffel nicht gerade zu sanften Mitteln, um sich die Kriminellen vom Hals zu halten: Lötlampe, rostige Nägel, Metallrohre sind nur ein paar Waffen, mit denen Kevin zum Angriff übergeht. Blut gibts trotz des harten Geschützes keines zu sehen.

Blut in Kinderfilm gebastelt

Klar: Die kindliche Weihnachtswunderwelt soll keinen Platz für blutige Todesfälle bieten. Der Youtuber «BitMassive» störte sich aber an der unrealistischen Darstellung und editierte flugs Blut und Deformationen in den Filmklassiker. Das Resultat sind zwei kurze, etwas verstörende, aber auch beruhigend realistische Clips, die zeigen, wie es wirklich ausgesehen hätte, wenn Kevin den Einbrechern so zu Leibe gerückt wäre. Kaum verwunderlich, dass die Videomontagen von «BitMassive» gerade ziemlich durch die Decke gehen und wohl viele Kindheitserinnerung an den Film rot einfärben. 

Unrealistischer Klassiker

Ein weiterer Youtuber widmete sich vor Wochen ebenfalls den Fallen von Kevin. Mit demselben Resultat: Der Film ist total unrealistisch. Damit ist hier aber weder das fehlende Blut gemeint, noch die Tatsache, dass sich Kevins neunköpfige Familie ein riesiges Luxusanwesen und Weihnachtsferien (Businessflug inklusive) in Paris leisten kann, sondern dass die Einbrecher das Haus niemals hätten lebend verlassen können. Der Trick etwa mit dem erhitzten Türknauf hätte dem Youtube-Experiment zufolge nicht funktioniert (die Türe wäre abgebrannt) und alleine der gefüllte Farbtopf mit Schwung ins Gesicht hätte gereicht, um die Einbrecher umzulegen.

Also Kinder, lasst euch das eine Lehre sein: Wenn ihr jemandem eine Farbdose, ein Metallrohr oder eine Schneeschaufel ins Gesicht knallt, dann könnte es sehr, sehr blutig werden.


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9 Kommentare

Kevin vor 2 Monate
Mir ist aufgefallen, dass es in Kevin allein zu Haus fast keine Szene gibt, in der die Farbe rot und grün nicht vorkommt. Und immer der selbe Farbton.. Schaut es euch mal an..
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Antwort von Ernsthaft? vor 2 Monate
Alter, wie kann einem so was auffallen? 😃 Ok, wenn man den Film schon zig mal gesehen hat, schaut man womöglich auch andere Sachen 😃
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LOL vor 2 Monate
Das ist Scheiße
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Ohje vor 2 Monate
Und demnächst realistische Splatterversionen aller Disneyfilme?
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