Was war dein grösster Ferien-Schock?

Frittierte Hunde und Seepferdchen oder Bars, in denen sie Hausverbot wegen ihrer Hautfarbe kriegen – Touristen erleben in den Ferien viel Absurdes. Wann und wo dachtest du dir schon: WTF?

Du fragst nach der Definition von Ferien? Völlig berechtigte Frage, schliesslich können wir in gut einem Monat wiedermal die Schulsachen in die Ecke schmeissen und in die Wärme abhauen. Darum frischen wir hier gerne dein Gedächtnis auf: Das Wort Ferien, «auch als La Dolce Vita bekannt, bezeichnet einen erholsamen Ferienaufenthalt mit vielen Billig-Cocktails, etlichen braungebrannten Lovers und Beachbabes und ein breites Spektrum an Verwöhnprogrammen» – so stehts zumindest im Duden.

Würden wir so auch unterzeichnen. Meistens zumindest. Wie die Diskussionsrunde in der Redaktion beweist, kann der Abstecher ins Ausland nämlich auch mal ganz andere Dimensionen annehmen. Wenn uns da zum Beispiel fremde Sitten und Bräuche so krass einschüchtern, dass wir uns am liebsten gleich wieder ins nächste Flugzeug in Richtung Bella Svizzera setzen würden.

Beispiele gefällig?

Als sich einer unsere Redaktoren vergangenes Jahr etwa in Japan spätabends – okay, vielleicht auch schon am frühen Nachmittag, – ein Bierchen in der Bar nebenan genehmigen wollte, musste er sein Verlangen nach Alkohol zügeln: Etablissements mit dem Schild «No Gaijin», was so viel heisst wie «Keine Fremden», lassen nämlich keine Nicht-Japaner ihren Schuppen betreten.

Und wer glaubt, dass Rassentrennung in Südafrika ein Ding der Vergangenheit ist, sollte vor der Einreise in die Traumdestination vielleicht nochmals etwas Recherche betreiben. Dumm, dass unsere Redaktorin dies nicht getan hat und erst vor Ort gemerkt hat, dass die Kluft zwischen Weissen und Schwarzen da nämlich noch immer so gross ist wie die Zahnlücke von Zac Efrons Vorzahnspangenzeit. Weisse leben in Südafrika meist auf vergitterten und gar unter Strom gesetzten Grundstücken, während Schwarze in Slums wohnen. Moll, fortschrittlich.

Hundeliebhaber sollte sich ausserdem lieber nicht auf Südkoreas Märkten rumtreiben. Da hängen die Vierbeiner nämlich frittiert von der Decke des Marktstandes runter, wie einer meiner Freunde aka der Hundemensch schlechthin bitter erfahren musste. En Guete.

Und welche Kulturschocks hast du auf deinen Reisen so erlebt? Weintrinkende Kinder, schleimige Delikatessen oder waffenschwenkende Teenies? Erzähl es uns in den Kommentaren!


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51 Kommentare

Andenmatten vor 27 Tagen
Venedig. Das Gerdränge, dann die suche nach einem Saitzplatz.2 Kaffees und 2kl.Guetzlis 33.-Euros. Nie wieder.
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Christine vor 27 Tagen
Ein Neugeborenes in einer Kartonschachtel am Strassenrand. Den Rest der Geschichte erspare ich euch.
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Anonymouse vor 27 Tagen
Oder auf den Philippinen, die Streunerhunde die kurz vom Verhungern überall weggescheucht werden..
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Anonymouse vor 27 Tagen
In Paris die vielen Obdachlosen... Auch wenn es wahrscheinlich einige Betrüger darunter hat, hats mir im Herz wehgetan.
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