Er weiss, wie das Klo der Rockstars riecht

Frauen, Geld und Alkohol en masse – wie realistisch ist der Traum von Fame? Der Schweizer Fotograf Lukas Maeder hatte schon die grössten Musiklegenden vor seiner Linse. Im Interview plaudert er aus dem Nähkästchen.

Als ich Lukas in seinem Studio in Zürich treffe, begrüsst er mich mit einer Redbull-Dose in der Hand. Der 29-jähriger Zürcher, der Dank seines Jobs regelmässig die Welt bereist, wirkt entspannt. In den vergangenen drei Jahren war Lukas, der seine professionelle Fotografenkarriere mit dem Knipsen von Skatern begann, mit der Berliner Band Mighty Oaks auf Tour und hat für die drei Musiker ihren künstlerischen Erfolg und den ganz normalen Alltagswahnsinn festgehalten. Und zwar auf und hinter der Bühne, im Tonstudio, ganz intim mit Freunden und Familie und im Suff.

Ich wollte natürlich Details erfahren und habe ihn deswegen ausgefragt:

Wieso wolltest du eigentlich gerade das Bandleben der Mighty Oaks auf Fotos festhalten?
Ihren Sound fand ich schon immer geil. Durch den Kontakt mit den richtigen Leuten freundete ich mich dann mit der Band selber an, fotografierte sie erst mal hier und da und irgendwann öfter. Schliesslich ist eine Freundschaft mit hohem Level an Vertrauen entstanden – ich durfte schnell all das fotografieren, was ich wollte.

Du bist also auch mit ihnen auf Tour?
Richtig.

Zusammen unterwegs kommt man sich wohl auch persönlich sehr nahe – inklusive übel duftenden WCs zum Beispiel?
Klar. Auf Tour lebte ich mit der Band und der Crew im Nightliner – also einem Car mit 15 Mini-Betten. Da lernt man sich schon sehr gut kennen. Das hat so seine Vor- und Nachteile.

Wie wild ist das Rockstar-Leben wirklich?
Zwei der drei Musiker haben feste Partnerinnen und eine Familie. Am wildesten waren daher vielmehr die Crewmitglieder rundherum. Die drei Jungs der Band gingen eher mal joggen. Ich will ihnen aber nicht unterstellen, überhaupt keinen Swag zu haben. (lacht)

Groupies, Drogen und Whiskey waren also nicht die ausschlaggebenden Stichworte während deiner Zeit mit der Band.
Nein, wir haben definitiv nicht in der extremsten Rockstar-Manier gelebt. Vor allem habe ich nach den vereinzelten Nächten, die ich aber doch mal durchgefeiert habe, gemerkt: Neun Stunden mit abartigem Hangover im Car fahren ist nicht wirklich toll.

Dafür hast du aber auch unzählige neue Städte kennengelernt, richtig?
Man stellt sich das Leben als Rockstar gerne mal so vor. Und ja, wir waren oft wegen einem Konzert in einer Stadt und am nächsten Morgen schon in einer neuen – das ist logischerweise extrem spannend. Für mich als Fotograf boten die ziemlich ähnlichen Konzertverhältnisse trotz neuer Locations aber die Schwierigkeit, Neues in der täglichen Routine zu finden.

Wer ist denn sonst noch so unter den Künstlern, die du schon vor der Linse hattest?
Snoop Dogg, Gary Clark Junior und Leon Bridges waren alle Künstler, die mich geflasht haben. Auch Klassiker wie Ice Cube sind Helden von früher. Wenn man da schliesslich die Gelegenheit hat mit ihnen zusammenzuarbeiten, ist das unglaublich spannend.

Und welcher Künstler oder Moment war der bisher eindrücklichste?
Eine ganz klare Antwort kann ich da zwar nicht geben. Plötzlich auf einem Flug nach Liverpool im Rolling Stone Magazine mein eigenes Foto von Kendrick Lamar zu sehen, gehört aber sicherlich dazu. Ich bin im Flugzeug fast ohnmächtig geworden. Da ist definitiv ein Traum in Erfüllung gegangen.

Finden wir also Kendrick Lamars Nummer in deiner Telefonliste?
Haha, nein leider nicht. Dass man mal so engen Kontakt mit einem Künstler pflegt, das gibt es zwar schon, allerdings nur sehr selten. Klar habe ich Kontakte von gewissen Personen, die ich regelmässig fotografiere, gespeichert.

Düren wir da einen Namen erfahren?
Beyonce. Nein, Spass. Das behalte ich dann doch lieber für mich. Grundsätzlich ist es schwierig eine Freundschaft mit einem Künstler aufzubauen. Meistens ist die Zeit so knapp, dass der Manager dir nach wenigen Minuten schon auf die Schultern tippt. Darum bleibt die Beziehung eher auf der Businessebene.

Irgendwie schade. Wir hätten jetzt doch irgendwie gern Snoop Dogg nach dem besten Gras der Welt gefragt oder mit Ice Cube über den Klimawandel sinniert. Aber immerhin erzählt uns der Zürcher, dass im Wohnzimmer von ASAP Rockys Mutter jetzt ein von Lukas geknipstes Riesenportrait vom Rapper hängt.

Am 30. März präsentiert Lukas Maeder sein Fotoprojekt „We’ll Never Be This Young Again“ in der Galerie 111 in Zürich – inklusive einigen Bildern, die er während der Entstehung des neuen Albums der Mighty Oaks geschossen hat.


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6 Kommentare

Andy vor 4 Monate
Also ehrlich, muss ich den jetzt bewundern weil er den Kacke Geruch dieser No Names kennt?
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Ekeltoni vor 4 Monate
Die meisten bands von denen der sprach sagen mir üüüberhaupt nichts. Ich kannt nur ice cube und snoop dog, und das nur vom namen her. Irgendeiner der mit mir zur schule ging hat mal was von denen geschwärmt. Und ich weiss dass sie rap machen oder hiphop.
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Antwort von vor 4 Monate
Salü Toni, ja also der O` Shea Jackson alias Ice Cube, kann ich Dir als Rappionier sagen, das Er einst mal ein Mitglied der damaligen Rapgruppe NWA war und als der Gründer Eric Wright alias Eazy E damals leider an Aids starb, so löste sich die Rapgruppe NWA endgültig auf und Andrè R. Young alias Dr Dre ( Ein weiterer Mitglied und DJ der damaligen NWA ) gründete danach mit seinem Kollege Suge Knight eine weitere Musikproduktionsfirma dessen Namen Death Row trug und genau da nahm Dr Dre ein paar weitere Kumpels von Ihm in seinem Studio auf und verhalf Ihnen somit zur internationalen Karriere als Rapmusikern, der einte davon war eben der Snoop Dog und der andere war Tupac Shakur! Der Begriff Hip Hop ist eigentlich nur der Ueberbegriff von Rhymen, Beatboxing, Sprayen und Break Dancen!! Hier noch ein Lied für Dich und vergiss niemals : Real niggaz don `t die, hehehe hoch leben die NWA` s!!!!
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Antwort von Zombie vor 4 Monate
Ahhhh gibt's jo net, sorry hab tatsächlich zum ersten mal mein Nick vergessen mitzuposten, ich bins Zombie, hehehe kein Wunder, denn manchmal vergesse ich selbst mein Kopf Zuhause! 😃
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