Google-Entwickler klagt wegen Männer-Diskriminierung

Der kontroverse Ex-Google-Mitarbeiter James Damore verklagt nach seinem Rauswurf den Tech-Riesen. Dieser soll weisse, konservative Männer angeblich diskriminieren.


Nachdem James Damore vergangenen Sommer seine Position als Software-Entwickler bei Google verlor – weil er medienwirksam seine Meinung unter anderem über den geringen Anteil an Frauen in der Tech-Branche (Frauen seien biologisch einfach nicht so weit entwickelt wie Männer) kundgetan hatte – verklagt der Amerikaner jetzt seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Verletzte Männerehre?


Seine Rechtsvertretung, die Kanzlei Dhillon Law Group, teile per Pressekonferenz mit, dass ein Prozess wegen Diskriminierung angestrebt werde. Und zwar Diskriminierung gegen weisse, konservative, heterosexuelle Männer. Diskriminiert von Google würden nicht nur ihr Mandant, sondern auch andere Männer kaukasischer Herkunft mit «konservativen politischen Ansichten».

Die weissen Herren würden «geächtet, heruntergemacht und bestraft», heisst es. Viel konkreter wird es erstmal nicht. «Google wendet illegale Einstellungsquoten an, um den erwünschten Prozentsatz von Frauen und bevorzugten Minderheiten zu erfüllen», heisst es nicht sehr spezifisch in der Klage.

Wir wollen mit dir reden!

James Damore fühlt sich jedenfalls in seiner weissen, konservativen, Heteromann-Ehre verletzt und kämpft gegen dieses Unrecht mit einer Armada von Anwälten an. Sexismus und Diskriminierung gibts eben auch andersrum, scheint seine Devise zu sein.

Bist du auf James’ Seite und kannst nachvollziehen, warum er wütend ist? Sind Frauen heutzutage deiner Meinung nach schon in der Übermacht und Männer das unterdrückte Geschlecht? Hast du eine Überzeugung, die von der politisch korrekten Standardmeinung abweicht und stehst voll und ganz dahinter?

Schreib uns! Wir freuen uns auf eine faire, offene Diskussion und wollen mit dir sprechen.
 


Teaserbild: James Damore | twitter.com/jamesadamore


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68 Kommentare

Jan vor 5 Monate
Ernsthaft. Wer sein Memo gelesen hat, kommt zu dem Schluss, dass es durchgehend rational ist. Ich denke er hat die Problematik sehr reflektierend wiedergegeben und von mir hat er 100% commit. Vor allem die Frage - warum sind besonders stressige Jobs in der Techbranche meist durch Männer besetzt? Keine Ahnung. Aber ich weiß, als weißer Mann, dass es im Leben keinen "free lunch" gibt. Ich bin selbst, aus freien Stücken, in so einem stressigen Techjob. Ich habe auch schon mehrere Jahre einen Job im unterem Management eines IT-Konzerns. Und ich hab da keinen Bock mehr drauf. Weil der Handel ist: kaum noch Zeit für Familie, Hobbies und Sport. Und es ist nicht schwarz-weiß. Ich würde auch gerne einen sozialen Job machen (z.B. Erzieher), weil ich mich dann besser fühlen kann, als wenn ich mich nur um Revenue und Shareholder kümmern muss. Aber die Wirtschaft sorgt für Wohlstand und Gehalt, daher ist es, für den mehr an Dingen interessierten Mann, einfacher sich mit der sinnentleerten Arbeit abzufinden. Und warum werden eigentlich so wenige Frauen Unternehmerinnen? Dann sind sie auch an der Spitze eines Unternehmens. Sind da auch die bösen Männer dran schuld? Naja, dann besteht halt das Risiko zu scheitern. Und sie müssen Verantwortung für ihr handeln übernehmen. Das kann nicht jeder, auch nicht jeder Mann. Aber Männer sind (Achtung Hypothese) mit mehr Testosteron ausgestattet und bereit mehr Risiken einzugehen? Wenn er es nicht tut, wer zahlt dann die hohen Miete? Wer ermöglicht es dann der Frau, 3 Jahre Elternzeit zu nehmen, damit die Kinder nicht Fulltime von anderen Menschen großgezogen und sozialisiert werden? Und dann gibt es ein paar Frauen in Führungspositionen. Die merken schnell, dass Sie ihr inneres Bedürfnis nach Kinder-kriegen zurückstellen müssen, weil sonst sinkt ihr Marktwert. Das ist die Realität. Das ist nicht von den "bösen weißen Männern" gewollt. Ich hoffe das unsere Gesellschaft diesen unsäglichen Bullshit überwindet. Ich wünsche den Frauen oder x-gendern, die sich von den weißen Männern unterdrückt fühlen, dass sie sich stark irgendwann genug fühlen, Verantwortung für ihr handeln zu übernehmen, anstatt nur zu jammern. Vielleicht sehen wir dann Unternehmen mit Multigender-Wesen in der Führung, die dann alle ,sich unterdrückt fühlenden Minderheiten, beschäftigt und damit trotzdem erfolgreich am Markt ist. Sorry, die Fantasterei musste sein, jetzt fühle ich mich besser.
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vor 5 Monate
Die Klage ist eine wahre Goldgrube die den Irrsinn der bei Google abgeht an die oeffentlichkeit bringt:
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Pepe vor 5 Monate
Stoppt die Digitalisierung! 100% Frauenquote in der Informatik.
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patrick h. vor 5 Monate
Die Kommentare hier beweisen eindrücklich das Problem. Frauen und Minderheiten wurden jahrtausende lang unterdrückt und mundtot gemacht. Wird der WASP Mann nur einmal für ein paar Monate mit allen anderen gleich gesetzt brennen ihm schon seine Sicherungen durch. Er fühlt sich in der Minderheit obwohl er nie in der Minderheit ist oder war. Er fühlt sich betrogen, verletzt und schreit nach Safe Spaces. Ganz ehrlich ihr armen armen weissen Männer, ihr seid keine Männer, ihr seid Würstchen. Schneeflöckchen. Und ich schäme mich, zumindest Physisch, ebenfalls ein WASP zu sein.
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