Darum hassen wir unser Erwachsenenleben

Malbücher sind der Shit. Vor allem dann, wenn sie in uns nicht nur Kindheitserinnerungen wecken, sondern uns auch unser miserables Leben vor Augen halten. Wir lieben sie trotzdem.

Wir lieben Malbücher. Weil in uns allen doch irgendwie noch ein Kindskopf steckt und wir uns lieber damit beschäftigen, unsere Farbstifte zu spitzen und sie in der farblich perfekten Reihenfolge wieder in der Schachtel zu versorgen, als Rechnungen zu bezahlen oder die Küche mal wieder sauber zu schrubben.

«Coloring for Grown-Ups» hat es uns diese Weihnachten besonders angetan – weil es uns mit der nötigen Portion Sarksmus aus der Seele spricht. Und wir uns nicht entscheiden können, ob wir wegen unseres deprimierenden Erwachsenenlebens doch lieber weinen oder aber ob der Zeichnungen, die genau ins Schwarze treffen, lachen sollen.

«Zeichne den Sohn, den sich dein Vater gewünscht hätte»

Auf Skizzen wie «Zeichne dich, bevor du deine Hoffnungen und Träume in ein tiefes Loch begraben hast», «Zeichne den Sohn, den sich dein Vater gewünscht hätte» oder «Spül dein Leben die Toilette runter» dürfen wir uns schliesslich kreativ und möglichst farbig auskotzen, um die schwarze Leere in unserer Seele zu überdecken – mit einem Farbstift in der einen, einem Glas Billigwein in der anderen Hand, versteht sich.

Das Malbuch, das die Gemütszustände junger, manchmal vielleicht noch etwas pubertärer Erwachsener einfängt, ist das Werk der beiden Youtuber POYKPAC. Und wir feiern die Comedians, die im Buch ihrem schwarzen Humor freien Lauf lassen. Denn das Malbuch ist das grandioseste Geschenk der Welt und steht ganz oben auf der Weihnachtsliste.


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2 Kommentare

Alex vor 5 Monate
Nun ja erwachsen sein bedeutet auch mehr Verantwortung. Aber in Kriegszeiten geht es allen beschissen. Die aktuelle Weltlage ist derart instabil, in naher Zukunft könnte man mit dem schlimmsten rechnen.
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Antwort von Tom vor 5 Monate
In Kriegszeiten?? Wir leben in der Schweiz immer noch wie im Paradies. Ein bisschen mehr Optimismus wäre in solchen Situationen sicher angebracht. Auch wenn die Weltpolitik ziemlich scheisse aussieht, darf man den Optimismus nie verlieren! Sonst brauchen gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen...
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