24-Jährige zeigt ihre Brustabnahme auf Insta

Die Amerikanerin Paige More liess sich ihre Brüste operativ entfernen um Brustkrebs vorzubeugen. Den Prozess und ihre neuen, falschen Brüste dokumentiert sie für ihre Follower auf Instagram.

Während wir uns regelmässig mit dem First World Problem herumschlagen, welches Food-Porn-Foto oder Selfie wir auf unseren Instagram-Account hochladen sollen, sucht Paige More das Bild heraus, auf dem ihre Brüste und die dazugehörigen Narben am besten aussehen. Denn die 24-jährige Amerikanerin unterzog sich vor etwa drei Monaten einer Mastektomie.

Begonnen hat alles mit der Diagnose des BRCA1-Gens vor zwei Jahren. Das vererbbare Gen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung, insbesondere für Brustkrebs. Paige hatte es von ihrem Vater vererbt bekommen und stand nun vor zwei Optionen: Eine ärztliche Überwachung, bei der sie mindestens alle sechs Monate eine Ultraschalluntersuchung machen müsste, oder eine Brustabnahme. Eine harte Entscheidung für die damals 22-Jährige.

Insta-Account für Genesung

«Ich brauchte ein Jahr, um mir des Ernstes der Lage bewusst zu werden», erklärt Paige im Interview mit der Show «Good Morning America». Aber nach langem Hin und Her entschied sie sich für eine doppelte Mastektomie, also einen Eingriff, bei dem beide Brüste operativ entfernt werden.

«Ich wollte den Krebs besiegen, bevor er überhaupt die Chance hatte, sich auszubreiten», erzählt die blonde Amerikanerin.  Zudem schuf sie den Instagram-Kanal «Paige Previvor», der ihrer persönlichen Post-Mastektomien-Reise gewidmet war. Dazu erklärt sie: «Ich wollte eine Plattform schaffen für Frauen, die mit ihren eigenen BRCA-Diagnosen und OP-Erholungen zu kämpfen haben.»

Angstattacken und Depressionen

Und so posiert Paige mit entblösstem Oberkörper vor schönen Wandmalereien, macht sich über ihre Entscheidungsschwierigkeiten bei ihren Brustimplantaten lustig oder zelebriert ihre neuen, falschen Brüste. Doch nicht alle Bilder sind so unbeschwert: Zwischen den lachenden Fotos postet sie auch mal Videos, die sie bei den ersten schmerzhaften Schritten nach der Brustabnahme zeigen oder wie sie weinend von Angstattacken und Depressionen berichtet.

Genau diese Ehrlichkeit kommt an: Page zierte bereits das Cover des beliebten US-Magazins «People», lief während der New York Fashion Week über den Laufsteg und generierte innert drei Monaten fast 15‘000 Abonnenten.

Aber nicht nur ihre Follower schöpfen Lebensmut aus dem Account, auch Paige selber profitiert von ihrer intimen Dokumentation. «Ich dachte, ich wäre ganz alleine mit der Diagnose und das niemand nachempfinden könne, was ich gerade erlebe», erinnert sie sich, «Doch jetzt habe ich Tausende an meiner Seite, die genau das Gleiche erlebt haben und mich verstehen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.» 


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82 Kommentare

Geh zu gntm vor 4 Monate
Mediengein. Warum schickt man sie jetzt nicht zu Heidi Klum? Bringt alles mit was man haben muss...Gerstendünn und Aufmerksamkeitsdefizit!
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Monika vor 4 Monate
Birreweich.Ich habe,da meine Eltern beide an Krebs erkrankt sind.Vater daran verstorben,selber ein hohes Krebsrisiko.Ja denn halt.Es interessiert mich nicht.Werde bald 50. Gipst sich ja auch keiner ein,nur damit er sich nichts bricht.
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İclal vor 4 Monate
Wenn jemand schonmal krebs hatte oder jemand der euch nahestaeht denn weiss man wass man alles durchleben muss. Meine mutte hatte Brustkrebs.. und wir waren völlig am ende, die operationen..Chemotherapie und alles drum und drann.. das ist soo eine schwere Zeit.. da kommt man einfach nicht klar damit.. JEDER KANN DAVON BETROFFEN SEİN ! und wenn es jemand in der familie hat dann muss auch der/die nachkommer/in auch wenn es ein kleiner risiko wert ist trotzdem im früheren lebensalter kontrolliert werden. ! ICH HASSE SOLCHE MENSCHEN DIE EİNFACH KEİNE AHNUNG HABEN UND DOCH DEN MUND WEİT AUFREİSSEN ! es ist wircklich eine sauschwere zeit für die familie und für die betroffenen... Bei meiner mutter ist es 8 jahre her.. jedoch hat sie immernoch angst es könnte zurück kommen... kurz formuliert.. HALTET DOCH EİNFACH DEN MUND..
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Mädi vor 4 Monate
Ich kann dass sehr gut nachempfinden. Auch ich stehe vor dieser Entscheidung. Meine Ärztin meinte ich solle mir darüber Gedanken machen, da die Vorbelastung auch bei mir sehr hoch ist. Ich finde sie ist mutig, denn ich habe den Mut dazu mindestens noch nicht.
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