Möbelstücke aus nackten Menschen

Die Niederländerin Milena Naef macht den menschlichen Körper in ihrer Kunst zu Skulpturen. Für ihre Abschlussarbeit gewann die 26-Jährige nun einen renommierten Kunstpreis.

Nackte Schultern, Beine und andere Körperteile pressen sich durch grossflächige Marmorplatten, während der Rest des Körpers hinter ihnen verschwindet. Was sich gerade etwas seltsam lesen mag, ist eigentlich die Beschreibung eines aussergewöhnlichen Kunstwerks von Milena Naef. Die 26-jährige Niederländerin arbeitet in ihrer Kunst mit dem eigenen Körper.

Das Zusammenspiel aus menschlichen Formen und Naturmaterialien war Teil ihrer Bachelorarbeit, mit der die gelernte Skulpteurin kürzlich den «GRA Award» der renommierten Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam abräumte. Mit ihrem mehrteiligen Werk, das die Titel «Weight of four Generations», «Fleeting parts» und «Amnesia» trägt, überzeugte sie die Jury und sahnte so schlussendlich den mit 1500 Euro dotierten Kunstpreis ab.

Der Druck, eine Tradition aufrecht zu erhalten

«Milena hat einen Weg gefunden, ein so altes und vorbelastetes Material wie Marmor in ein neues, persönliches und körperliches Licht zu rücken», begründen die Juroren ihre Entscheidung. Für die Künstlerin steht jedoch ein ganz anderer Aspekt im Mittelpunkt: «Meine Arbeit steht im Zusammenhang mit meinem mentalen Platz, weil ich aus einer Bildhauerfamilie komme. Ich stand immer unter viel Druck, diese Tradition weiterzuführen», sagt die Künstlerin in einem offiziellen Statement. «Ich wollte diesem Gefühl eine physische Form geben, mit der ich verschmelzen kann.»

Doch das Preisgeld ist nicht das Einzige, über das sich dich 26-Jährige freuen darf: Zusätzlich erhält Milena die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Rahmen einer besonderen Ausstellung zu präsentieren, die von Ende September bis Anfang Oktober in der Galerie «Selected» in Amsterdam stattfinden wird. 


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39 Kommentare

Ekeltoni vor 4 Monate
Wenigstens mal eine die nicht mit ihrem mumublut auf sich aufmerksam macht.
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Frank vor 5 Monate
Für so eine Arbeit könnte man einen Steinmetz engagieren. Marmorplatten raus hauen und zuschneiden ist sein Job. Dafür braucht es keinen Bildhauer. Das sie den Preis gewonnen hat, obwohl die Jurie das Thema der Künstlerin, nicht nur falsch interpretiert, sondern gar falsch verstanden hat, Spricht weder für die "Künstlerin" noch für die Jurie. Was solls. Heute kann jeder Schrott als Kunst herhalten. Braucht nur eine hübsche Nackte dazu stellen.
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Der Doktor von vorhin vor 5 Monate
ach ja: Und wenn das Sublime durch das Trivialste hindurchstrahlt - wenn sich aus einem Stück Puzzle plötzlich vor dem geistigen Auge das ganze Bild entbreitet - dann haucht dort Kunst deinem Geist das Leben ein! Und wer da billig spottet, weil er's nicht versteht... er möge hinwegfahren mit dem Donnerwind!
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Antwort von Frank vor 5 Monate
Auch die Juroren haben es nicht verstanden. Du wohl auch nicht. Sie möchte damit nur jammern das sie sie unter Leistungsdruck steht. Ihre Aussage...
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