Schwuler Blogger will kein schwules Kind

Skandal-Blogger Perez Hilton empört mit bizarren Aussagen über die Sexualität seines fünfjährigen Sohnes. Pure Provokation oder meint er das ernst?

Celebrity-Blogger und Klatschkolumnist Perez Hilton ist bekannt für seine öffentlichen Fehden mit Superstars wie Lady Gaga oder Kylie Jenner. Ganz offensichtlich ist: Der 40-Jährige liebt Drama und sieht sich gern im Rampenlicht. Schon allein deshalb ist es ihm nicht fremd, anzuecken, wo es nur geht.

Tanzunterricht macht Jungs schwul

Sein neuester Aufreger: Der offen schwule Amerikaner verkündete in seinem letzten Podcast vor rund einer Woche, er würde sich für seinen fünfjährigen Sohn Mario wünschen, dass dieser nicht homosexuell sei. Da ihm diese – an sich schon merkwürdige – Aussage wohl nicht genug Aufmerksamkeit einbrachte, vertiefte Perez das Thema in einem Video.

Was als Aprilscherz (das Datum hätte gepasst) wirken könnte, scheint jedoch sein völliger Ernst zu sein. In dem fast sechsminütigen Clip erklärt er lang und breit, warum er seinem Kind nicht erlauben möchte, Tanzunterricht zu nehmen («Mindestens 50 Prozent aller kleinen Jungen, die Tanzstunden nehmen, werden schwul») und warum er das für gerechtfertigt halte.

Fakten sind nicht homophob

«Ich glaube nicht, dass es homophob ist, so zu denken», sagt der Blogger. «Genauso wenig ist es homophob festzustellen, dass der Anteil an schwulen Broadway-Sänger und –Tänzer ungemein hoch ist. Dieser Beruf zieht einfach mehr schwule Männer an. Das ist nicht schwulenfeindlich, es ist ein Fakt.»

Sein Problem sei nicht die potentielle Homosexualität seines Sohnes, sondern die Sorge darum, dass sein Kind es dadurch im Leben schwieriger haben könnte. «Letztendlich treffe ich meine Entscheidungen guten Gewissens danach, was ich für das Beste für seine Zukunft halte. Ich möchte nichts tun, das ihm eventuell schaden könnte», erklärt er. «Wenn mein Sohn wirklich tanzen lernen wollte – wenn er gebettelt und geweint hätte, was er nicht getan hat – dann hätte ich es auch erlaubt.»

Bizarre Widersprüche

Perez Hilton, der (dank künstlicher Befruchtung und Leihmutterschaft) Vater von drei Kindern zwischen fünf Monaten und fünf Jahren ist, führt aus: «Wenn meine Kinder homosexuell sind – worüber wir uns jetzt noch nicht unterhalten müssen, sie sind zu jung – werde ich sie bedingungslos lieben.» Weiters betont der Blogger: «Sollte mein Kind transgender sein; ich werde es bedingungslos lieben und unterstützen.»

Gerade in Anbetracht solcher Geständnisse erscheinen die widersprüchlichen Aussagen – von wegen Tanzunterricht mache Kinder schwul – umso bizarrer. Lieber Perez, merkst du eigentlich noch, was du da manchmal laberst? Wir hoffen ja immer noch auf einen schlechten Aprilscherz…


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42 Kommentare

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Hoffnungslos vor 18 Tagen
Merkt ihr eigentlich was ihr hier auf Tillate so manchmal labert? Pures Schwarz-Weiss denken. Der Menschliche verstand funktioniert nicht linear. Mit seiner Aussage hat er doch recht, wenn er seinen Sohn nicht in die homosexualität treiben will aber er ihn trotzdem lieben würde wenn er es tun würde. Was soll daran widersprüchlich dein? Unterstützt halt nicht eure Weltanschauung oder Idealismus im LGTBT-Bereich. Schon schlimm wenn das eigene Argument widerspricht, gell?
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Melroy vor 19 Tagen
Schade dass er seinen süssesn Sohn ins Rampenlicht zerrt, nur um seinen Narzissmus zu fröhnen, er hat es meiner Meinung nach nicht verdient Vater zu sein und der Junge hat einen Vater verdient, der ihn bedingungslos liebt.
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Jinx vor 20 Tagen
gay sein in amerika und vielen anderen staaten auf dieser welt ist wirklich kein zuckerschlecken(bis zur todesstrafe).kann ich somit verstehn wenn er sich wünscht dass seine kinder nicht gay sind.er sagt ja auch er liebt sie egal wie/was sie sind.find ich gut.blöd an dem ganzen ist nur wie er sich immer wieder doof in szene setzen muss...
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