Tattoos, die zum Daumenkino werden

Ein kanadischer Tätowierer kreiert mit seinen Designs regelrechte Spezialeffekte auf der Haut seiner Kunden: In kurzen Videos schneidet er fast identische Motive zusammen, um ein «Daumenkino» entstehen zu lassen.

Wer sich mit einer Nadel ein bisschen Farbe unter die Haut stechen lässt, will meistens, dass etwas Einzigartiges seinen Körper ziert. Egal, ob das Motiv sich allgemeiner Massenbeliebtheit erfreut – wir schaudern kurz beim Gedanken an die Unendlichkeitsschlaufe – oder ein detailliertes japanisches Backpiece werden soll. Die Designs des Tätowierers Phil Berge erzählen eine andere Geschichte: Der Kanadier verwandelt seine Kunden mit jeweils leicht abgeänderten Motiven in lebendige, wandelnde Daumenkinos.

So tätowiert Phil pro Motiv jeweils zwischen acht und 28 Menschen und das in einer Zeitspanne von ein bis drei Monaten. «Ich mache das neben meinen regulären Terminen. Genügend Kunden zu finden, die mitmachen, ist am schwierigsten», sagt er uns. Besonders alte amerikanische Cartoons haben es dem Kreativkopf angetan, wie man unschwer in seinen Videos auf Instagram erkennen kann: Mickey Mouse, Bart Simpson und tanzende Skelette flimmern im Sekundentakt über viele verschiedene Körperteile.

«Animation hat mich schon immer begeistert»

Der 29-Jährige arbeitet nun seit sechs Jahren als Tätowierer im Studio «Tattoo Shack» in Quebec, doch seine Faszination für Stop-Motion-Videos existiert schon seit seiner Kindheit: «Animation hat mich schon immer begeistert. Als Kind habe ich diese Videos mit der Kamera meiner Eltern produziert. Als ich dann Tätowierer wurde, wollte ich wissen, ob das auch mit meinen Designs klappt – und das hat es!»

Die Cartoon-Tattoos machen nicht nur Phil selbst verdammt viel Spass, sondern scheinen auch bei seinen knapp 20'000 Followern gut anzukommen: «Mit so vielen positiven Reaktionen hatte ich nicht gerechnet. Es ist nämlich eine echte Challenge, passende Kunden für mein Projekt zu finden, weil ich in einer winzigen Stadt lebe», erklärt der Tattoo-Artist. Sein liebstes – und gleichzeitig anspruchsvollstes – Motiv ist dabei der «Skeleton Dance», der vom gleichnamigen Walt Disney Kurzfilm inspiriert wurde.

Doch das Stop-Motion-Projekt ist noch lange nicht am Ende: «Ich will die Welt bereisen, viele Leute tätowieren und einfach Spass haben. Natürlich werde ich auch weiterhin ganz normale Tattoos stechen. Alle anstehenden Projekte verfolgt man am besten über meinen Account», verrät uns Phil. 

 

 

 

Bad Mickey. 13 tatoos

Ein Beitrag geteilt von Phil Berge (@philberge) am 5. Mär 2017 um 13:00 Uhr

 

 


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5 Kommentare

maren vor 1 Monat
ich finde das witzig! bei skeleton dance hätte ich gerne ein stück haut zur verfügung gestellt 😃
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Lisa vor 1 Monat
Ich weiss was sein Daumenkino ist aber ich sehe nichts was ansatzweise eines wäre.
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Nqja vor 1 Monat
Macht doch mal was über die Bis in basel. (Bank) Vielleicht gewinnt jemand dann eine Auszeichnung.
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Antwort von Kühl vor 1 Monat
Basel ist der widerlichste Ort und politisch korrumpierteste Ort der Welt, die Basler sollen schön alle da bleiben wo sie hr kommen und keine anderen Menschn belästen, in zwei Jahren sind die sowieso ausgestorben.
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