Harvard-Studi schreibt Rap-Album als Abschlussarbeit

Um auf die Geschichte von Afroamerikanern aufmerksam zu machen, schrieb ein US-Student Rap-Songs. Statt mit fetter Goldkette schmückt er sich jetzt mit einem herausragenden Abschlusszeugnis.

Während für die meisten Studenten die Abschlussarbeit eher ein mühsamer Kampf vor dem langersehnten Ende von Prüfungsstress und Lerntortur ist, erging es Obasi Shaw wohl etwas anders. Der 20-jährige Harvard-Student textete Songs und mixte Beats für sein letztes Uni-Werk – und schloss damit beinahe mit der Bestnote ab.

Ganz recht, der junge Amerikaner mit Englisch im Hauptfach schloss seine akademische Karriere erfolgreich an einer der renommiertesten Universitäten der Welt ab. Und wir sind ein bisschen neidisch, dass wir wohl weder den Einfallsreichtum, noch das nötige Talent zum rappenden Akademiker haben.

Politik und Geschichte statt Bitches und Weed

Inspiriert von bedeutenden Figuren wie Martin Luther King Jr. und den Hip-Hop-Legenden von Public Enemy produzierte Shaw ein Album mit zehn Tracks. Und obwohl der Student der Elite-Uni erst im letzten Sommer damit begann eigene Musik zu machen, klingt sein Album, das auf Soundcloud erhältilch ist, gar nicht mal so übel.

Für ihn handle seine Abschlussarbeit davon, alle Seiten der Geschichte schwarzer Amerikaner zu zeigen. «Rap ist eine schwarze Kunstform, und da ich Geschichten über schwarze Menschen erzählen wollte, schien dies der geeignete Weg dafür zu sein», erzählte der Hip-Hop-Neuling dem «Harvard Crimson». Statt über «Bitches» und ihre dicken Ärsche zu rappen, philosophiert Shaw darum lieber über politisch und kulturell wichtigere Dinge. Und das ist ziemlich erfrischend.


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35 Kommentare

Olaf Rustle vor 7 Monate
Früher war Harvard mal als Elite-Uni bekannt
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Antwort von rida vor 6 Monate
du hast doch keine ahnung
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Fritz vor 7 Monate
Anti-Intellektualismus und identitäre Opferpolitik auf dem Höhepunkt. Der Rassismus floriert wieder: Es reicht schon, schwarz zu sein und "Martin Luther" zu schreien und man bekommt ein Diplom dafür. Hätte das ein Weisser gemacht, würde er jetzt wahrscheinlich das Jahr wiederholen müssen. Und man würde ihn noch beschuldigen wegen "Kultur-Klau".
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Antwort von Steve vor 7 Monate
Seit wann ist Literatur anti-intellektuel? Kürzlich wurde auch eine Rap-Album als Dissertation präsentiert! Ich gehe davon aus, dass Sie gar nicht der akademischen Korporative angehören. Es geht um die Struktur soviel akademische Freiheit besteht noch, so dass eine rassistische Person ihr braunes Gedankengut akademisch noch als gut bewerten lassen kann.
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