«Wenn Frauen spucken, ist es noch schlimmer»

Alle finden es hässlich, trotzdem tun es viele: Spucken. Wir haben bei euch nachgefragt, was ihr von öffentlichem «Chodern» haltet.

Wer auf Schweizer Strassen spazieren geht, darf oft einen Slalomparcours meistern, um nicht in die glibbrigen Spuckflecken zu treten. Das finden viele total mühsam und regen sich darüber auf.

Vor nicht allzu langer Zeit war das Spucken in der Schweiz noch nicht so verpönt wie heute. Aus den USA wanderte der Trend mit dem Kautabak zu uns und läutete damit auch die Ära der spuckenden Männer, die heute unsere Opis und Uropas sind, ein. In Ländern wie China zählt das Ausspucken von Speichel auch heute noch als anerkanntes Reinigungsritual. Die Spucknäpfe stehen dort überall verteilt und warten darauf, dass du sie mit deinem Speichel beglückst.

Es ist ekelhaft und unnötig

Bei uns sorgt ein derartiges Verhalten für Kopfschütteln und Brechreiz (wir berichteten). Trotzdem «chodern» viele, überwiegend junge Männer, auf die Strasse. Wir sprachen die Spucker direkt auf der Strasse an und fragten auch diejenige, die es nicht tun, was sie davon halten.

Der 17-jährige Harry hat den klaren Vorsatz, nicht auf den Boden zu spucken: «Ich tue das nicht, aus Respekt vor meinen Mitmenschen. Wenn meine Freunde das machen, sage ich ihnen, dass mich das stört». Auch die 16-jährige Lesly findet es unanständig: «Das ist unangenehm für das Umfeld». Der ein oder andere erwischt sich dann doch beim Spucken: «Ich spucke nur manchmal, wenn mein Speichel besonders eklig schmeckt. Ich achte mich aber darauf, dass ich nur in Ecken spucke und nicht vor die Füsse anderer», erzählt etwa der 27-jährige David.

«Bei Frauen ist es noch schlimmer»

Nicht nur Männer verschönern unsere Strassen mit ihrem Mundwasser, auch Frauen können ihren Spuckreflex nicht immer unterdrücken: «Wenn der Choder kommt, spuck ich ihn halt raus. Als Frau kommt das aber noch weniger gut an als bei Männern. Deshalb mache ich es nur heimlich», beichtet die 20-jährige Sonja. Raul, 20 Jahre, erzählt uns: «Bei Frauen ist es noch schlimmer. Das passt einfach nicht».

80 Franken Busse für Spucker

Unanständig finden es die meisten, wie sich zeigt. Tatsächlich gibt es in der Schweiz Bussen fürs Spucken – das führt bei unseren Befragten allerdings zu gespaltenen Meinungen. Nicola, 20 Jahre, hält eine Busse für unnötig. Auch die 23-Sophia findet, dass es eigentlich keine Busse geben sollte: «Es braucht nicht für alles ein Gesetz in der Schweiz!» Die 16-jährige Antonia findet zwar, dass es eine Busse geben sollte, allerdings nicht höher als 20 Franken. «In Zürich muss man 80 Franken zahlen, ich finde allerdings sie sollten die Busse auf 100 Franken erhöhen, weil es so eklig ist.», sagt uns die 20-jährige Diana.

Alle Reaktionen auf unsere Umfrage findest du in der Diashow.


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46 Kommentare

Puck Spucker vor 7 Monate
Ich finde die Empörung übers spucken einfach lächerlich. Was raus muß, muß raus. Ich spucke, wann immer mir danach ist, meistens wenn ich Alkohol getrunken habe. Auch bin ich nicht wählerisch, wohin ich spucke. Wenn ich Schleim im Mund verspüre ziehe ich ihn hoch und spucke ihn aus. Das habe ich auch schon in Bahnen und Treppenhäusern gemacht. Einmal hat sich ein Typ dagegen echofiert, worauf ich ihm eine geklatscht habe und ihm dann ins Gesicht gespuckt habe.
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Behalte was dir gehört. vor 9 Monate
Es gibt zwei Sachen die mich an den Chinesen stört. Sie spucken und sie sind zahlreich. Ergo viele Spucker, ekelhaft.
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Mona vor 9 Monate
Leider machen uns das ja die Fussballer vor - ecklig!
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Hanswut vor 9 Monate
Wenn es wirklich eklig im Mund, z.B. weil Krank, sollte man es nicht unterdrücken müssen. Man hat aber mehr als genug angemessene Orte um es zu machen. In ein Gebüsch, in den See, in die Kanalisation etc. Wirklich daneben ist mitten auf dem Beton, wo sich andere aufhalten. Bei mir daheim hat sogar schon jemand im Lift den Boden markiert, das ist echt unter aller Sau.
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