Deine Selfies sind Tierquälerei

Instagram will gegen Tiermissbrauch vorgehen und warnt dich jetzt, wenn du nach Hashtags wie #koalaselfie oder #elephantride suchst.

Was könnte es auf dieser Welt Schöneres und Wichtigeres geben als Frieden zwischen den Völkern oder eine wohlbehütete, intakte Natur? Logisch: Ein Selfie mit einem Koala und ein hübsches Video von dir, wie du einen Elefanten reitest.

Wir können es durchaus nachvollziehen, wenn du grade in Kenya auf Safari oder in einem Hilfswerk in Benin bist und das irgendwie fotografisch festhalten möchtest. Schliesslich durchlebst du gerade das «Abenteuer deines Lebens» und wenn du schon mal bessere Insta-Sujets als dein Feierabendbier, deine Babykatze oder deine selbstgemachte Pizza vor dir hast, musst du halt das Smartphone zücken. Schliesslich willst du ja deinen Insta-Crush mit freakigen Abenteuern beeindrucken, oder?

Die Opfer der Selfie-Kultur

Instagram will dem jetzt nicht gleich den Riegel vorschieben – schliesslich sind da ja keine Frauennippel zu sehen –, aber zumindest etwas Aufmerksamkeit auf ein gerne ignoriertes Thema lenken: Die tierischen Opfer unserer Selfie-Kultur.

Wenn du nach Hashtags wie #koalaselfie, #dolphinkiss, #elephantride oder #tigerpet suchst, kriegst du neu einen kleinen Hinweis eingeblendet: «Tierquälerei sowie der Verkauf gefährdeter Spezies oder deren Körperteile ist auf Instagram untersagt», kriegt der geneigte Betrachter bedrohter Tierarten zu lesen. «Du suchst gerade nach einem Hashtag, der möglicherweise zu Tierquälerei oder zur Zerstörung der Umwelt ermutigt.»

Drei Mal mehr Tierselfies

Auslöser für den Warnhinweis war eine Statistik des NGOs «World Animal Protection». Heute werden in der gleichen Zeitspanne auf Insta beinahe drei Mal so viele Selfies mit wilden Tieren gepostet als 2014. Der Haken: Beispielsweise Faultiere – laut der Tierschutzorganisation eines der beliebtesten Opfer für Wildtier-Selfies – und viele andere kriegen unheimlich Angst, wenn sie aus ihrem «Zuhause» gerissen und von Menschen befummelt werden. Das sorgt für psychischen Stress und führt zu Problemen oder Krankheiten. Und über die Touris, die bei einer Fotoaktion einen Delfin umlegten, müssen wir gar nicht erst reden.

Wie du es besser macht, erklärt das NGO im «Wildlife Selfie Code». Fotos mit wilden Tieren sind nur okay, wenn sich das Tier in seinem natürlichen Umfeld befindet, sich frei bewegen kann und du eine grosszügige Distanz zum Sujet deines neuen Profilbildes einhältst.

Was hältst du von der Aufklärungsaktion? Sind auf deinem Insta-Profil Wildtiere zu sehen oder blockst du Menschen, die solche Fotos posten? Erzähl es uns in den Kommentaren.


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14 Kommentare

Mike vor 6 Monate
Der Mensch das inteligenteste Wesen ??? Eher nicht !
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Antwort von vor 6 Monate
Hättest Du nicht schreiben brauchen, deine Posts zeigen es auch so.
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Mike vor 6 Monate
Dämlich, wo bitte ist da Tierquälerei ersichtlich? Ich kann diese Gutmenschen mit ihrer übertriebenen politischen Korrektheit nicht mehr sehen. Vollpsychos!
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WTF vor 6 Monate
So ein mist .. Inwiefern schadet denn das dem Tier???!!
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