Solche Bilder sind der blanke Horror

Ausschläge, Bienenwaben und andere löchrige Strukturen machen unserem Redaktor solche Angst, dass er sich nicht einmal Bilder davon ansehen kann. Wie eine neue Untersuchung zeigt, kann man gegen Trypophobie kaum etwas unternehmen.

Trypophobie ist zwar keine offizielle Diagnose, sondern ein Begriff, der im Internet entstanden ist, trotzdem scheint die Angst vor löchrigen Strukturen weit verbreitet zu sein. Mir persönlich wird richtig schlecht und ich fange an zu zittern, wenn ich das Wort google und mir dann die Bilder dazu ansehen muss: Von Pflanzen mit komischen Samen über Bienenwaben bis hin zu Ausschlägen, die löchrige Muster aufweisen – der reinste Horror.

Das Ganze ekelt mich dermassen, dass ich eine Kollegin bitten musste, mir Fotos für die Bildstrecke oben zu suchen. Klick dich mal durch – ich behaupte, auch dich wird ein mulmiges Gefühl beschleichen. Aber woher genau kommt Trypophobie eigentlich?

Keine Assoziation zu gefährlichen Tieren

Ursprünglich gingen Forscher davon aus, dass die Angst vor löchrigen Strukturen darauf basiert, dass unser Hirn die Muster mit giftigen Geschöpfen assoziiert. Eine neue Untersuchung hat dies widerlegt. Dazu wurden Schulkindern Bilder von Gift-Schlangen und anderen gefährlichen Tieren gezeigt – einmal normal und im Anschluss mit digital eingefügten Lochstrukturen, die trypophobische Symptome auslösen.

Angst bekamen die Kids erst bei den nachbearbeiteten Fotos. Somit handelt es sich bei Trypophobie höchstwahrscheinlich nicht um einen Instinkt, der uns vor gefährlichen Viechern schützen soll. «Das Experiment zeigt, dass das Unbehagen von der typischen visuellen Charakteristik dieser Lochmuster kommt – nicht von einer unbewussten Assoziation mit giftigen Tieren», heisst es in der Studie.

Du kannst nichts dagegen tun

Daraus schliessen die Forscher, dass es sich bei Trypophobie nicht um einen angelernten Abwehrmechanismus handelt, sondern um eine angeborene Fehl-Reaktion. Sie vermuten, dahinter eine Art Ekel vor Infektionen. Die löchrigen Muster erinnern uns angeblich an Ausschläge und Erkrankungen wie Pocken, Masern oder Typhus.

Streng genommen sei das mulmige Gefühl, das die Bilder in uns auslöst, auch keine Phobie. Phobien seien nicht angeboren, sondern werden erlernt. Ausserdem kann man diese mit Therapien überwinden – bei Trypophobie scheint dies nicht der Fall zu sein. Falls dir die Bilder oben, wie mir, Schweissausbrüche bereiten, kannst du also rein gar nichts dagegen tun. Tja.

Wie fühlst du dich, wenn du die obige Bildstrecke durchklickst? Leidest du unter Trypophobie? Erzähl es uns in den Kommentaren.


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179 Kommentare

Dr.Grau-Sam vor 5 Tagen
Ich wills anfassen xD also nicht den Fuss oder die Hand sondern das andere löchrige zeugs^^ beim Fuss sowie bei der Hand hab ich mich allerdings gefragt, wie ist es wohl wen man da die Haut abzieht xD Wäre jetzt für mich noch so ein interessanter gedanke. Kommt da gleich das Fleisch sichtbar hervor oder ist da doch noch eine andere Hautschicht untendrann? Ich kenn eben diese Krankheit nicht und das macht es für mich halt irgendwie interessanter.
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Antwort von Roger vor 4 Tagen
Photobearbeitung bei fuss und hand sag ich mal
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Beat vor 9 Tagen
Ich finds schön. Also nich denn Fuss oder die Hand. Aber sonst in der Natur echt beeindruckend.
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Thom vor 9 Tagen
Eines verstehe ich nicht. Alle Leute hier, die das nicht sehen können: Warum klickt ihr euch durch die ganze Bildstrecke? Ist die Neugier grösser als eure Phobie?
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