Gras und Knarren als Weih­nachts­über­ra­schung

Eine Texanerin macht an Weihnachten grosse Augen, als sie ihr Geschenk auspackt: Auf der gebrauchten Kamera findet sie anstössige Bilder. Offenbar hat der Vorgänger vergessen, die Fotos zu löschen.

Wer regelmässig Flohmärkte besucht, weiss, wie viel Charme und Seele gebrauchte Gegenstände haben können. Zumindest, wenn man nicht gerade den siffigen Ramsch eines Kettenrauchers erwischt oder, wie in Taen Johnsons Fall, die digitalen Hinterlassenschaften eines selbsternannten Gangsters.

Taens Familie beschenkte die Texanerin an Weihnachten mit einer gebrauchten Canon-Kamera. Die Freude über das Geschenk war gross, doch auf das übliche Motto «Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul», gab Taen einen Scheiss: Als sie ihre neue Canon schliesslich an den Computer anschloss, kam die grosse Überraschung – der vorherige Besitzer hatte die Speicherkarte stecken lassen. Und mit ihr Fotos, die den Vorgänger als Möchtegern-Gangster in peinlichen Posen entlarven. Unter anderem zeigen die Bilder einen Dude in Ski-Maske, mit einer riesen Knarre bewaffnet, Weed, das sehr merkwürdig aussieht, einen anderen Kerl, der angetwerkt wird, während sich im Hintergrund jemand einen fetten Joint anzündet. Hard Knock Life halt.

Ski-Masken, Ekel-Gras und Twerking

Und wenn dir ein Typ mit Ski-Maske und Waffe von einem Weihnachtsgeschenk entgegenglotzt, klar, dann muss man das sofort dem Internet zeigen. Auf Taens Verwirrung folgt Belustigung. Kurzerhand teilt sie ihre überraschende Entdeckung samt Gangster-Fotos auf Twitter und erntet rund 360'000 Likes und 106'000 Retweets für ihre kleine Weihnachtsüberraschung.

Die Reaktionen anderer Twitter-User fallen ziemlich gemischt aus: Manche behaupten, sie wüssten wo die Fotos entstanden seien. Manch einer vermutet, die Fotos würden perfekt zu einem Musikvideo passen und seien beim Dreh entstanden. Andere wiederum kritisieren Taen und machen sich Sorgen um die Konsequenzen, die die Fotos für den ursprünglichen Besitzer haben könnten – Taen hatte die Daten der Fotos nicht ausgeblendet.

Wie man die Fotos auch finden mag – Doublechecks oder besser Triplechecks sind verdammt notwendig, bevor man seinen Kram auf Ebay, den Flohmarkt, Omis Dachboden oder wo auch immer packt. Hätte der Wannabe-Gangster auch mal dran denken sollen. 


Kommentar schreiben

4 Kommentare

Heinz Ketchup vor 3 Monate
Super Sache, ich hoffe sie wird angezeigt. Bilder ohne die Erlaubnis anderer Leute zu posten ist eine Straftat! Sie hätte die Bilder löschen sollen, aber bei manchen Leute ist der Wille eine Sekunde berühmt zu sein grösser als die Intelligenz. Aber eben, weil sie eine Frau ist kommt sie unbestraft davon..
0
0
Antwort
Laura vor 3 Monate
Was ist das Problem?Hatte auf gekauften Computer (von Kollege) Girl and Dog misionary Clip drauf.
3
1
Antwort
peter vor 3 Monate
da wird sie aber aufpassen müssen. da hat sie über das ziel geschossen. sie hätte die leute unkenntlich machen müssen. manche leute sind dumm das sie sowas nicht richtig löschen, aber leute die das dann noch publizieren sind es noch mehr
38
1
Antwort
Antwort von Amerikaner vor 3 Monate
Das mit dem unkenntlich machen sieht in den USA etwas anders aus. Dort werden Datenschutz und Persönlichkeitsrechte nicht gleich gross geschrieben, wie hier.
1
1
Antwort
Zeig die Mumu, lass dich gehen

Zeig die Mumu, lass dich gehen

So schmeckt Fastfood aus Hollywoodfilmen

So schmeckt Fastfood aus Hollywoodfilmen

«Ich outete mich per SMS bei meiner Mutter als transgender»

«Ich outete mich per SMS bei meiner Mutter als transgender»

Warum tun wir uns diesen viralen Alptraum an?

Warum tun wir uns diesen viralen Alptraum an?