Die Million ist näher als du denkst

«Gönn dir» scheint das Motto Vieler unserer Generation zu sein – gerade wenn es um Geld geht. Können wir trotz unseres Lebensstils Millionäre werden? Ein Finanzexperte verrät uns seine Spartipps.

Das neue Jahr ist über uns hereingebrochen und wenn wir ehrlich sind, fühlt sich eigentlich alles an wie immer. Zumindest fast, denn: Überall sehen wir Mitmenschen, die krampfhaft versuchen ihre neuen Jahresvorsätze einzuhalten – sei das schwitzend auf dem Laufband oder literweise Smoothies trinkend. Viele von uns nehmen sich ausserdem vor, endlich sparsamer zu sein, wie eine aktuelle Studie der «Credit Suisse» zeigt, die das Konsumverhalten von mehr als 1000 Jugendlichen zwischen 16 und 26 Jahren analysiert: Die Mehrheit der Befragten würde beispielsweise 10'000 geschenkte Franken direkt auf ein Sparkonto einzahlen, um für schwierige Zeiten zu sparen.

Weiter zeigt die Studie, dass rund 64 Prozent der Befragten im Alter ein Vermögen besitzen wollen. Da unsere Generation allerdings oft von Praktikum zu Praktikum lebt, kann es schwierig sein, viel Kohle zu scheffeln und auf die hohe Kante zu legen. Das Video «Become a millionaire by 65» will uns weissmachen: Doch, das geht trotzdem. Die Tipps im Video nehmen wir mit einem Körnchen Salz und wenden uns deshalb lieber an den Finanzexperten Andreas Akermann vom Vermögenszentrum Zürich. Let’s talk business.

An erster Stelle steht die Frage: Wieso und für was genau will ich sparen? Sei es, weil du wie Leonardo Di Caprio in «Wolf of Wallstreet» leben, gross verreisen oder später einen guten Rückhalt für die Familienplanung haben willst. «Wenn man weiss, wieso man das Geld zur Seite legt, fällt es einem oft einfacher», erklärt uns Herr Akermann.

Ganz wichtig sei es auch, wirklich zu wissen, wohin die Einnahmen überhaupt fliessen. «Man sollte in Rubriken denken und einmal genau verfolgen, wieviel man pro Monat für Essen, Steuern, Freizeit und Lebenskosten ausgibt. Was bleibt da übrig?» Ein Punkt, in dem man grundsätzlich immer sparen könne, sei der Ausgang – ob man statt des fancy Cocktails aber lieber an der Limo nuckelt, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Es gibt viele weitere Punkte, bei denen wir sparen können: Wieso ein überteuertes Fitnessabo abschliessen, für das man sowieso zu faul ist, wenn du auch Zuhause Bodyweight-Übungen machen kannst? Dann muss wenigstens niemand dein gepeinigtes, verschwitztes Gesicht sehen. Und auch der überteuerte Ketten-Kaffee, der eh nur aus Zucker und Fett besteht, muss nicht jeden Morgen sein – da geht jedes Mal eine Zehnernote flöten – und das summiert sich Woche für Woche. Der geldgierige Teufel steckt eben im Detail.

Anlagestrategien festlegen

Hat man seinen finanziellen Masterplan erstmal schwarz auf weiss niedergeschrieben, gehts um den eigentlichen Kern der Sache: Die Anlagestrategie. «Diese leitet sich vom Sparziel ab und ist immer individuell gestaltbar», weiss der Geld-Guru. Grundsätzlich sei es auch eine Idee in Wertpapiere zu investieren – man sollte das aber erstmal mit einem Finanzexperten besprechen. «Es kommt immer darauf an, wie riskikobereit man ist, wie viel Eigenkapital man besitzt und wie viel Ahnung man hat», meint Herr Akermann.

Dann wäre da noch dieses ominöse Sparkonto, das du noch nie angerührt hast, auf das Mama, Papa und Oma aber seit deiner Geburt fleissig einzahlen. Hier ist es ganz wichtig, die Anlage zu überprüfen, wie Zahlenexperte Akermann weiss: «Eine Anlage erfolgt nie kostenlos. Ist sie einmal abgeschlossen, wird sie meist nicht mehr hinterfragt. Doch gerade hier sollte man schauen, ob es nicht günstigere und bessere Möglichkeiten gibt.»

Gen Y wird Millionär

Du willst die Knete vom Boden bis zur Decke stapeln können wie Heisenberg in «Breaking Bad»? Dann hilft nur eins: Bleibe fokussiert. «Fokus und Disziplin sind am Wichtigsten. Hat man erstmal die 100'000-Marke geknackt, darf man sich nicht von teuren Autos oder dem jährlichen Sterne-Urlaub verlocken lassen. Das ist wohl der häufigste Fehler. Dann klappts später nämlich auch mit der Million», weiss Herr Akermann.

Vielleicht inspirieren uns diese Finanztipps ja, um endlich mal unseren Arsch hochzukriegen und brav in unser (digitales) Sparschwein einzuzahlen. Wie unsere Generation zum Thema Sparen steht und ob wir unseren hart verdienten Lohn lieber doch gleich auf den Kopf hauen, erfährst du oben in der Bildstrecke. 


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67 Kommentare

Hahaha vor 6 Monate
Ich bin 3 Jahre alt und habe 4 Milliarden auf dem Konto. Alles selbst erarbeitet.
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Sam vor 11 Monate
Ihr schreibt hier über Geld als ob es euer Leben wäre...in der heutigen Zeit hast du so viele Risiken. Was bringt dir das gesparte Geld wenn du zb tödlich verunglückst? Mein Motto: Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter.
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Antwort von Peter vor 11 Monate
Würdest du jeden Tag Leben als sei es dein letzter, würdest du jetzt nicht vor dem Computer sitzen und bei Tilllate kommentare schreiben. So nett sich solche Sprüche (genau so wie "Carpe Diem") anhören, ist die realität einfach eine andere.
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Mike vor 11 Monate
Als ehemaliger Realschüler habe ich mich stetig weitergebildet, und verdiene mit 27 mehr als mancher Kollege der an der Uni war. So habe ich einen guten Teil von Europa bereist, war in den Staaten, habe mir eine tolle Wohnung eingerichtet und Kurve schon bald mit dem 1. Klass GA durch die Schweiz. Und auf dem Konto sind immer noch mehr als 10'000 CHF. Es ist möglich. Aber man muss etwas aus sich machen, und etwas disziplin mitbringen.
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