Youtube-Millionärin zockt Fans ab

Die bekannte Beauty-Vloggerin Zoella scheffelt mit Videos, Büchern und Merch-Artikeln Millionen. Ihr neuer überteuerter Adventskalender löst Empörung aus.

Dass man als Influencer mit Insta-Pics, Vlogs und gelegentlichen Werbedeals so richtig viel Kohle machen kann, ist schon längst kein Geheimnis. Die britische Mode- und Beauty-Bloggerin und Youtuberin Zoe Sugg alias Zoella kann davon ein Liedchen singen. Mit über 15 Millionen Abonnenten auf ihren beiden Channels gehört sie seit Jahren zur A-List der Internetpromis.

Mit Beauty-Tipps, mehr oder weniger lustigen Video-Kollaborationen mit anderen viralen Stars, einem Buchdeal (der ihr den Rekord des meistverkauften Debütromans aller Zeiten einbrachte) und einer ganzen Menge Merchandise baute sich die 27-Jährige ein Imperium auf, das sie mittlerweile zur Multimillionärin werden liess.

Unnötiger Ramsch für 62 Franken

Zoella ist zweifelsohne eine clevere Businessfrau, die sich zu vermarkten weiss und ein beinahe untrügliches Gespür dafür hat, was ihre Fans wollen. Und ihre Fans wollen so ziemlich alles, worauf ihr Name steht. Mit ihrem «12 Days of Christmas»-Kalender hat sich die junge Dame aber wohl einen Schritt zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn: Alle Welt ist empört über den Müll, der hinter den Türchen der 62 Franken teuren Box steckt.

Was offiziell als «zwölf atemberaubende und exklusive Schätze und spezielle Überraschungen» angekündigt wird, entpuppt sich nach dem Öffnen als Ansammlung von unnötigem Billigramsch wie Konfetti, eine Art Teelicht, ein Schreibstift, Sticker und sonstigem Zeugs.

Nur der Name zählt

Twitter-Userin Yasemine Summan hat sich die Mühe gemacht, die Inhalte des Kalenders online zu suchen und kam zum Schluss, dass einige der Teile über «Amazon» oder «Primark» gerade mal einen Franken kosten würden. «Wenn du das alles einzeln kaufen würdest, wäre der Gesamtwert in etwa (umgerechnet) 28 Franken. Man zahlt also 34 Franken mehr, nur weil Zoellas Name drauf steht.»

Kein Wunder, sind Fans mehr als enttäuscht und andere Youtuber nutzen die Gelegenheit, um ziemlich bösartige (aber auch superwitzige) «Unpacking»- und Review-Videos zu posten.



Das ist aber mal gar nicht die feine, englische Art, liebe Zoe Sugg!


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25 Kommentare

Walti vor 6 Tagen
Man kann und darf zu jedem Angebot nein Danke sagen! Wer sich abzocken lassen will, der darf das!
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Andi vor 6 Tagen
Über sowas regt man sich in der schweiz auf. Aber dass die credit suisse die nigerianische bevölkerung um mehrete hundert millionen betrogen hat, kam gerade mal einen tag in den medien. Und die cs kunden reagieren nicht
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Antwort von Ueli vor 6 Tagen
Schön, das die Schweizer mal jemanden Betrügen und nicht betrogen werden.
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Antwort von Schweizer vor 6 Tagen
Schwieriger Satz für einen, der zu den 5% reichsten Menschen weltweit gehört..
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