«Wer sein Baby wickelt, soll um Erlaubnis bitten»

Eine australische Sexualexpertin rät Eltern in einem TV-Interview, dass sie ihre Babies um Einverständnis bitten, bevor sie deren Windeln wechseln. Dafür erntet sie vor allem Spott.

Eines vorweg: Konsens ist wichtig. Bevor du jemandem – egal ob Männlein oder Weiblein – sexuelle Avancen machst, sollst du gefälligst klären, ob das für dein Gegenüber auch in Ordnung ist. Im Zuge der #MeToo-Debatte wurde das in den vergangenen Monaten immer wieder betont und das ist auch gut so.

Manche Exponenten der Bewegung schiessen mit ihren Forderungen aber etwas übers Ziel hinaus. So findet etwa Deanne Carson, eine Sexualexpertin von Body Safety Australia, dass gegenseitiges Einverständnis bereits im Umgang mit Babies wichtig sei ... beim Windelnwechseln zum Beispiel.

«Ist es in Ordnung, wenn ich deine Windeln wechsle?»

Gegenüber dem TV-Sender ABC sprach Carson über ihr Verständnis von Konsens, der bereits im Kleinkind-Alter etabliert werden müsste: «Es geht darum, wie man zuhause eine Kultur des gegenseitigen Einverständnisses aufbaut.» Kurz darauf machte sie einen Vorschlag, wie genau Eltern die Einwilligung zum Wickeln einholen sollten. «Etwa: ‹Ich werde nun deine Windeln wechseln. Ist das in Ordnung?›»

Dass ein Säugling darauf kaum eingehen wird, ist für Carson irrelevant: «Natürlich kann ein Baby nicht antworten: ‹Ja, Mama, das ist super. Ich möchte gerne, dass du mir die Windeln wechselst.› Wenn man ihm aber etwas Raum lässt, Augenkontakt herstellt und auf die Körpersprache achtet, lässt man das Kind wissen, dass seine Antwort eine Rolle spielt.»

«Trollt mich so viel ihr wollt»

Momentan wird ein Clip des Interviews in den sozialen Medien herumgereicht und Carson weht ein rauer Wind entgegen. «Ernsthaft, was zur Hölle läuft falsch mit den Leuten?», fragt jemand auf Twitter und fasst damit die Reaktionen relativ schön zusammen. «Sky News»-Moderator Rowan Dean griff das Interview in seiner eigenen Sendung auf und ringte um Worte: «Konsens zum Windelnwechseln. Ich glaub das geht nun wirklich ... das ist echt ... ach was, ich lass es jetzt einfach.» Er nannte die Forderung schliesslich «Lefty Lunacy», also ungefähr eine «Spinnerei der Linken».

Carson selbst wehrte sich mit einem Statement auf Facebook. «Eines von zwölf Mädchen wird noch vor dem sechsten Geburtstag sexuelle missbraucht», schreibt sie. «Mit unserer Arbeit lehren wir Kindern ihre Rechte.» Schliesslich wendet sie sich direkt an ihre Hater: «Trollt mich so viel ihr wollt. Damit leugnet ihr aber die Aussagen aller Überlebenden von sexuellem Missbrauch.»


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70 Kommentare

Renaldo vor 7 Monate
Irgendwie erkennt man 3. Welle Feministinnen und SJWs oft schon am Aussehen: gefärbte Haare, hässliche Frisur, allgemein abstossendes Äusseres. Vorsicht Mädels: Feminismus macht hässlich. Feminism? Not even once!
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Pennywise vor 7 Monate
Ja. Auch Geisteskranke dürfen ins Fernsehen. Aber bitte am Bildrand kennzeichnen. Wir wissen ja, dass es genug Doofe gibt, die den Schwachsinn glatt übernehmen . Offensichtlich wirkt sich das Kopfüber der Australier auf ihre Hirnleistung aus. Oder wie kann man so jemand überhaupt eine Plattform in einer Newssendung geben. Pfui Australien. Doppelpfui Feminismus! PS: Wir schliessen hier schon Wetten ab, wer die nächste Idiotie raushaut. Ganz vorne dabei sind ausschliesslich Feministinnen. Echt jetzt liebe Frauen. Eigentlich lässt euch der Feminismus total doof aussehen. Eigentlich solltet ihr merken, dass diese Bewegung total verlogen ist und rein gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat. Das der Journalismus bis heute total versagt und jeden feministischen Dreck fast kritiklos übernimmt, zeigt wie weit wir schon sind und was für seltsame Menschen diese Bewegung hervorbringt. Auch metoo zeigt doch eindeutig, dass die Akteure dahinter eher niedere Absichten haben.
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Thomas vor 7 Monate
Die Dame hat ja violette Haare. Sie scheint also den natürlichen, sich ganz von selbst ergebenden Dingen von vornherein ein wenig skeptisch gegenüber zu stehen: sie muss anscheinend ständig die Welt anders machen als alle anderen. So was gibt es, und es ist ihr gutes Recht. Nur sollte man ihre Expertise grundsätzlich mit Vorsicht betrachten: sobald es jemand so macht, wie sie es für richtig hält, wird sie etwas anderes suchen, das nicht ihrer Vorstellung entspricht. Violette Haare etwa, ab dann sind sie grün.
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Kurt Röösli vor 7 Monate
Wir werden immer debiler!
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