Hotel stellt Influencerin Rechnung in Millionenhöhe

Die 22-Jährige Videobloggerin, die für einen Hotelaufenthalt nichts bezahlen wollte, hat vielleicht schon bald eine Zahlungsaufforderung über 6,2 Millionen Franken im Briefkasten.

Der Screenshot einer E-Mail-Nachricht mit der Bitte um kostenlose Unterkunft im Dubliner «Charleville Lodge Hotel and White Moose Cafe» sorgte für einen regelrechten Skandal, der als #BloggerGate in die Annalen einging. Der Shitstorm, den Elle Darby – hauptberuflich Influencerin, Youtuberin, Instagrammerin, Social-Media-Sternchen – durch ihre Aufforderung heraufbeschworen hat, war enorm und hat die Geister gespalten.

Enormer Marketinghype für alle

Auf der einen Seite toben Fans, die ihr Idol natürlich mit Herzblut verteidigen und die Anfrage als ganz normalen Vorschlag für einen Business-Deal verstehen. Auf der Gegenseite steht der Rest der Welt, der die öffentliche Blossstellung der 22-Jährigen mit tosendem Applaus begrüsst.

Egal, auf welche Seite man sich auch schlägt – der gewaltige Medienrummel und die damit einhergehende Werbung und Bekanntheitssteigerung sind sowohl bei Elle Darby, als auch dem «White Moose Cafe» nicht zu leugnen. Paul Stenson, Geschäftsführer und Besitzer von Letzterem, scheint sich des enormen Marketinghypes durchaus bewusst zu sein und bringt gleich mal eine Shirt-Kollektion mit mehr oder weniger lustigen Sprüchen («I got exposed by White Moose») heraus.
 



Doch damit nicht genug. Der clevere Geschäftsmann postete eine Rechnung in Höhe von 5,280 Millionen Euro (umgerechnet etwa 6,2 Millionen Franken). Betreff: «Ermöglichung von Beiträgen in 114 Artikeln in 20 Ländern mit der potentiellen Reichweite von 450 Millionen Menschen».

Das wohl eher scherzhaft gemeinte Schriftstück, das alleine auf Facebook weit über 10'000 Likes eingeheimst hat, dürfte zur Business-Taktik Stensons gehören. Der Gastronom und Hotelier legte sich in der Vergangenheit schon medienwirksam mit Veganern (die er ebenso wie Blogger aus seinen Lokalen verbannte), stillenden Müttern und Gästen mit angeblicher Gluten-Allergie an, von denen er eine schriftliche Bestätigung durch einen Arzt forderte.

Neue Erkenntnisse und Sichtweisen

Ob diese Erkenntnis die Meinung vieler Leute über #BloggerGate ändern wird? Wahrscheinlich nicht. Sie könnte jedoch ein etwas anderes Licht auf den Inhaber des Hotels werfen, der sich vor kontroversen Aussagen, merkwürdigen Aktionen und öffentlichen Debatten irgendwie angezogen zu fühlen scheint.


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112 Kommentare

Ehmnei vor 7 Monate
Bei solchen leuten kommt mir der brechreiz.
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Igel vor 7 Monate
Ich brauche keine Influenzer und Möchtegerns. Ich bin mich selber.
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Igel vor 7 Monate
Ich brauche keine Influenzer und Möchtegerns. Ich bin mich selber.
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okay... vor 7 Monate
Irreführender Titel. Das Hotel hat ja gar keine Rechnung gestellt. Klar braucht man Aufmerksamkeit aber hier ist einfach nicht drin was draufsteht.
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