Bizarre Designs zwischen BDSM und Haute Couture

Bonnie Bakeneko: Einer der gefragtesten Designer der Untergrund- und Fetisch-Szene im Gespräch über die Ästhetik des Todes und (fast) brotlose Kunst.

«Mein Name ist Bonnie und ich bin ein 35 Jahre alter, nicht geschlechts-spezifischer, pansexueller Mensch. Mit meinem Lebenspartner und unzähligen tierischen Freunden bewohne ich ein viktorianisches Häuschen im Osten Englands», beschreibt sich Bonnie Bakeneko selbst.

Avantgarde-Fetisch-Mode mit makabrem Touch

Der englische Künstler und Designer, der als biologische Frau zur Welt kam, sich aber mit geschlechtsneutralen oder männlichen Pronomen vorstellt, gilt als Liebling der alternativen Fashion-Szene. Seine handgearbeiteten Kreationen – zusammengesetzt aus alten, medizinischen Geräten, Tierpräparaten und wertvollen Materialien wie Perlen – sind höchst gefragt für internationale Modeproduktionen und extravagante Shows.

Schon bevor er einige Semester Naturwissenschaften studierte, führte Bonnie sein eigenes Label unter dem Namen «Amore de Mori». Bereits zu dieser Zeit waren Knochen und Taxidermie ein wichtiger Teil seines Schaffens. Es ist nicht einfach, Bakenekos Designs in eine Sparte einzuordnen. Er selbst bezeichnet sie als: «Zeitgenössische Avantgarde-Fetisch-Mode mit einem Fokus auf ungewöhnliche Schönheit.»

«Der Tod ist ein ehrlicher Ort»

«Ich finde Schönheit überall in der Natur, in allen Abstufungen zwischen Leben und Tod. Verwesung und Krankheit genau wie aussergewöhnliche Botanik», erklärt der Designer. Die Faszination mit dem Tod ist ein durchgängiges Thema in seinen Arbeiten: «Die dunkle Seite des Lebens, der Tod, war für mich immer ein ehrlicher Ort. Es ist ein bisschen wie Therapie, sich den Dingen zu stellen, vor denen man am meisten Angst hat.»

Trotz des hohen Interesses an Bonnie Bakenekos makaber-glamourösen Schmuckstücken ist der Künstler von einem Leben in Saus und Braus weit entfernt. «Ich liebe meine Arbeit, aber sie kann sehr undankbar sein. Wie der Schriftsteller Charles Bukowski vielleicht – oder vielleicht auch nicht – einst gesagt haben soll: ‹Finde heraus, was du liebst und lass dich davon umbringen!›».

Bekanntheit macht nicht reich

Aufgrund einer ziemlich turbulenten Lebensgeschichte, vielen Schicksalsschlägen und einiger Krankheiten wie Depressionen und Dyspraxie lebt Bonnie heute von einer Mischung aus Erwerbsunfähigkeits-Entschädigung und den Ersparnissen aus einer Erbschaft. «Das deckt gerade so meine Fixkosten, für den Rest muss ich mich auf das Verkaufen meiner Werke verlassen.»

Für die Zukunft wünscht sich Bonnie mehr Kooperationen mit Filmemachern, denn «viele meiner Arbeiten kommen erst durch Bewegung richtig zur Geltung. Auf Bildern sieht man meistens nicht das Gesamtkonzept.» Zudem träumt sie davon, einen Auffanghof für vor der Fleischindustrie gerettete Tieren zu eröffnen.
 


Kommentar schreiben

13 Kommentare

Neander aus dem Tal vor 5 Monate
«Zeitgenössische Avantgarde-Fetisch-Mode mit einem Fokus auf ungewöhnliche Schönheit oder was auch immer»..... sorry, aber der... die... das hat echt einen an der Klatsche!
5
0
Antwort
Anna Ida vor 5 Monate
Mann oh Mann sind die gaga, Sibirien würde diesen Kretins helfen, oder auch nicht, das wäre dann auch kein Schaden
4
0
Antwort
MAN vor 5 Monate
Genderfluid, pansexuell, nicht spezifisch 😃)) Sag uns doch einfach, ob Du Titten oder Schwanz oder beides oder keines hast, sonst wirds schwierig, DAS als Mensch zu betrachten, Du Experiment ..... Lol
5
0
Antwort
joly vor 5 Monate
Naja mit bdsm hat das null und nix zu tun. Einfach nur bescheuerter scheiss.
7
0
Antwort
Wieso hat dieses Baby Zähne?

Wieso hat dieses Baby Zähne?

Die ehrlichsten Weihnachtskarten der Welt

Die ehrlichsten Weihnachtskarten der Welt

video
Youtuber essen nun Kreide

Youtuber essen nun Kreide

Dieses Paar Schuhe kostet 5400 Franken

Dieses Paar Schuhe kostet 5400 Franken