Neue Skandal-Serie duftet nach Tod und Sex

Die ZDF-Produktion «Parfum» sorgt schon vor der Erstausstrahlung für Kontroversen. Ihre expliziten Gewalt- und Sexszenen, sowie die morbide Ästhetik spalten die Kritiker.

«Eine brutale Mordserie in einer niederrheinischen Kleinstadt führt in die Vergangenheit von fünf Internatsschülern, die auf der Suche nach Macht und Liebe mit dem Geheimnis menschlichen Dufts experimentierten», beschreibt das ZDF die Grundhandlung seiner neusten Eigenproduktion in Form einer sechsteiligen Mini-Serie, die ab Mittwoch auf ZDFneo, ab Sonntag auf SRF zwei ausgestrahlt wird.

Internationaler Flair mit Buchvorlage

Was beginnt wie eine bessere «Tatort»-Folge, entwickelt sich innerhalb weniger Minuten zu einem ganz bestimmt nicht jugendfreien Krimi-Thriller à la «Sieben». Die Geschichte ist nicht neu – «Parfum» basiert auf dem bekannten Stoff des Bestsellers von Patrick Süskind, der zuletzt 2008 erfolgreich von Tom Tykwer fürs internationale Kino verfilmt wurde.

Die deutsche ZDF-Produktion – in Zusammenarbeit mit dem Streaming-Giganten Netflix – bedient sich lose an der Buchvorlage, nimmt die Story aber mit in die Gegenwart und lässt den Zuschauer bis zum bitteren Ende im unangenehmen Ungewissen.

Sadismus und Sex weit über RTL-Niveau

Die Ermittlungen im Fall eines grausamen Mords führen Kommissarin Nadja Simon (Friederike Becht) und Staatsanwalt Grünberg (Wotan Wilke Möhring) in einen verworrenes Lügengespinst voller dunkler Geheimnisse, sadistischer Perversionen und ganz viel Sex.

Die Produzenten wissen genau, was es heute noch braucht, um ihr Publikum zu fesseln und dabei doch die öffentlich-rechtliche Erwartungshaltung nicht auf RTL-Niveau zu senken. Mit dem obligatorischen starken Frauencharakter in der Hauptrolle, glänzender Star-Besetzung und literarischer Vorlage könnte das Ganze zwar schnell zu langweiligem Qualitäts-Fernsehen verkommen – tut es aber nicht.

Nichts für Zartbesaitete

«Parfum» ist ein durchaus packendes TV-Highlight, das es locker mit grossen Hollywood-Produktionen aufnehmen kann. Durch seine expliziten Darstellungen von Gewalt und Sex, sowie der beklemmenden Bild-Ästhetik ist die Serie zwar weit entfernt von klassischem Feelgood-Fernsehen und stösst zartbesaiteten Kritiker-Gemütern schon im Vorfeld sauer auf.

Fans von clever durchdachten, harten Kriminalstorys, düsterer Atmosphäre und durchgestyltem Setting dürften jedoch zweifelsohne voll auf ihre Kosten kommen. Internationale Premiere feiert das Meisterwerk 2019 übrigens auf Netflix.

 


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13 Kommentare

Kismet vor 26 Tagen
Clever durchdachte, harte Kriminalstory? Wo? Die Deutschen können es einfach nicht. Langatmige, langweilige Szenen, Sex folgt auf Sex, Dialoge knapp und einfach strukturiert, eine Musikuntermalung, die offenbar Grauen implizieren soll, was total übertrieben wirkt, denn das eigentliche Grauen entsteht nur beim Betrachten dieser wirklich mies gemachten Story. Da halte ich mich lieber an Schweden, Dänemark oder England, die verstehen ihr Handwerk. Habe mich dann auch nach der zweiten Folge ausgeklinkt.
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Manu vor 1 Monat
Gewalt und Porno so weit das Auge reicht !!! Hier wird wirklich alles getan um Quote zu erzielen . Dass sich , dass ZDF auf solch ein niederes Niveau gibt , ist schon bitter ...
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trouble vor 1 Monat
ich freu mich drauf yeeey
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Gasimassi vor 1 Monat
Hätten sie das in den 80er Jahren gebracht wärs ja noch interessant gewesen. In Zeiten von Pornhub und medial omnipräsenter Gewalt, ist es einfach nur noch peinliche Quotenjagd des öffentlich rechtlichen deutschen Fernsehens.
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