Influencerin kriegt Shitstorm wegen Narbe

Ein Social-Media-Sternchen will auf Body Positivity machen und fliegt dabei ziemlich auf die Fresse.

Gabrielle Epstein ist eine Influencerin, wie sie in fünf Jahren im Duden stehen wird (momentan findet man nur «Influenza» - good enough). Die Australierin posiert durchtrainiert am Strand, in Unterwäsche am Coachella, trägt auf Fotos häufig keinen BH und dafür platzierte Produkte. Auf Instagram folgen ihr über 1.7 Millionen Menschen.

Im Gegensatz zu anderen Leuten, die auf Instagram für Body Positivity, vegane Ernährung oder Büsis mit Cash einsetzen, feiert Epstein vor allem sich selbst. Ist ja auch okay, «du kannst erst andere lieben, wenn du dich selbst liebst» und so.

Body Positivity

Vor kurzem wollte die 24-Jährige dies ändern und Gutes tun. Vielleicht weil sie ihr Karma-Konto beim Weihnachtsmann aufbessern möchte oder weil Eso-Zeugs auf Insta fast so gut abgeht wie Epsteins Bikini-Pics. Auf jeden Fall sollte ihr Profil echter werden: Mehr Natürlichkeit, mehr Ehrlichkeit, mehr die Schattenseiten zeigen.

Also stellte ein Bikini-Foto ins Netz, auf dem man mit CSI-Computerskills eine Unreinheit auf ihrer Haut entdecken kann. «Wenn du genau hinguckst, kannst du eine Narbe an meinem Bein sehen», schrieb sie dazu. Die Message dahinter soll wohl lauten: Jeder Mensch ist schön, unabhängig von Verletzungen, Körperform und sonstigen Trivialitäten.

Shitstorm

An sich eine gute Sache, aber: Nachdem man zuerst zehn Minuten lang die Narbe auf dem perfekt in Szene gesetzten und durchtrainierten Körper suchen muss und dabei nur ein Abbild des derzeitigen Schönheitsideals erblickt, wirkt die Aktion etwas befremdlich – zumindest für einen grossen Teil des Internets.

Menschen, deren Körper naturgemäss nicht ansatzweise an die von Hollywood und Netflix vermittelte Idee von Schönheit herankommen, starteten einen kleinen Shitstorm gegen die Influencerin. Sie fühlten sich davon verarscht, dass Epstein ihre winzige Narbe zur Schau stellt, während andere von einem Unfall oder einer OP geprägt und dafür vielleicht (insgeheim) verachtet werden.

Kursänderung

Nach vielem Hate unter ihrem Post änderte die Australierin die Beschreibung des Bilds schlicht auf «Morgen». Ausserdem löschte sie diverse negative Kommentare, die auf ihrem ansonsten so hübschen Profil herausgestochen wären – wie eine hässliche Narbe auf einem ansonsten so hübschen Körper.


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70 Kommentare

Laila vor 2 Monate
Ich habe selber zwei grosse Narben am rechten Knie / Oberschenkel. Grund: Snowboardunfall, mit zwei anschliessenden Operationen. So what? Habe mich noch nie auch nur 1% diskriminiert gefühlt deswegen. Mit diesem superheissen Model in der Bildstrecke kann ich aber trotzdem nicht mithalten. Stört mich aber auch nicht. Ihre Bilder finde ich heiss und geil.
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Guido vor 2 Monate
Gabrielle wer? Ah, Titten. Ok......
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Der alte und senile Sack vor 2 Monate
Wieso schreibe ich in einer Kinderzeitung einen Kommentar? Anyway, die alte will man einfach mal stöpseln und sonst rein gar nichts. Ich verstehe diese Welt nicht, warum ist die denn so toll und hat Erfolg? Mädels lernt was gescheites und sucht euch richtige Vorbilder. Früher wäre die mit ihren Bilder nicht mehr als ein Pin Up, oder Model in einem harmlosen Sexheft gewesen. Eine Prostituierte der Wirtschaft könnte man sage . Zum Onanieren reicht es aber allemal.
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Antwort von Peter vor 2 Monate
Also ich bin da ja deiner Meinung was den Erfolg etc. angeht, das kann ich auch nicht nachvollziehen...aber Apropos "Ich verstehe diese Welt nicht"...Findest du nicht, dass deine sexistische Wortwahl etwas fehl am Platz ist.
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