Falscher CEO unterschreibt Millionenvertrag

Ein chinesisches Label fälscht eine Kollaboration mit der Luxusmarke Supreme. Um die Sache offizieller wirken zu lassen, engagierte die Marke einen Schauspieler.

Die Premium-Hipster-Marke Supreme ist seit einigen Jahren ziemlich angesagt. Rapper wie Kanye oder Nas und Insta-Kinder tragen für Tausende von Franken Schuhe, Shirts und Jacken mit dem fetten roten Logo drauf. Kein Wunder wollen sich einige andere Labels ein Stück vom Supreme-Erfolgskuchen abschneiden. Wie zum Beispiel die chinesische Kleidermarke OXN.

OXNxSupreme

Ein Clip, der zurzeit im Internet kursiert, soll James Jebbia, den Supreme-Gründer, zeigen, wie er den Kollaborationsvertrag mit OXN unterschreibt. Blöd nur, dass der Typ auf der Bühne nicht der CEO der Luxus-Streatwear-Marke ist, sondern irgendein amerikanischer Schauspieler, der sich als Jebbia ausgibt.

Zuerst wirkt es so, als ob der Darsteller sich damit einen Scherz erlaubt. Insta-User schienen verwirrt zu sein und zweifelten an der Echtheit des Videos. Schliesslich stellte sich heraus, dass OXN den Schauspieler für die millionenschwere Kollaboration selbst angeheuert hat.

Leute sollen nicht nach Kleinigkeiten fragen

Laut Lifestyle-Blog «High Snobiety» will das chinesische Label eine Supreme-Kollektion rausbringen. Für dieses Vorhaben bräuchte das Label ein offizielles Einverständnis des Luxusbrands. Weil es sich schwierig gestalten könnte, den echten CEO von der Idee zu überzeugen, griff der chinesische Brand zum Schauspieler. Dem Blog zufolge ist der Grund dafür ganz einfach: Sobald die Menschen sehen, dass «offiziell zusammengearbeitet» wird, fragen sie nicht nach Kleinigkeiten – wie zum Beispiel der Legalität des Ganzen.

Anscheinend ist das Anwerben von westlichen Akteuren für geschäftliche Veranstaltungen in China gang und gäbe und bekannt unter dem Begriff «Rent A Foreigner». Doch was sind die Konsequenzen? «Eine solche ‹visuelle Manipulation› des Logos stellt eine Markenverletzung dar», so Chang Junhu, ein Urheberrechtsanwalt der «Beijing Chofn Law Firm» zum chinesischen Newsportal «Caixin Global». Supreme könnte also rechtlich gegen diese nicht ganz saubere Marketingstrategie vorgehen.


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17 Kommentare

Yachty vor 4 Monate
Supreme ist keine Luxusmarke. Das ist eine Skatermarke. Nur der Resell-Markt "zerstört" dieses Image.
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Facts vor 4 Monate
Supreme ist keine Luxusmarke es ist eine Skatermarke lediglich der Retail der Kleidungsstücke sind Teuer.
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Antwort von Yachty vor 4 Monate
Der Retail ist nicht teuer. Der Resell ist es.
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Kain Zigi vor 4 Monate
mir passt das mit dene mode labels.. d deppe schribed sich sälber aa. *klatsch*
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