Warum wirft diese Frau mit Kot um sich?

Ein virales Video zeigt, wie eine Frau auf den Boden einer Tim-Hortons-Filiale kackt und die Mitarbeiter mit ihren Exkrementen bewirft. Nachdem wir nun die Gründe kennen, wird uns bewusst: Es handelt sich um einen revolutionären Akt.

«Not all heroes wear capes» ist eine Weisheit, die sich in den vergangenen Tagen einmal mehr bewahrheitet hat. Manche Helden tragen keine Umhänge. Manche Helden kacken in einem Fast-Food-Laden auf den Boden und bewerfen die Mitarbeiter mit ihren Ausscheidungen.

Falls du das Video nicht gesehen hast: Momentan geht die Aufnahme einer Überwachungskamera einer Tim-Hortons-Filiale in British Columbia, Kanada, viral. Innert weniger Tage sammelte der Clip mehrere hunderttausend Views. Die Generation unserer Eltern sah zu, wie Neil Armstrong auf dem Mond aufsetzte – wir waren Zeugen, als ein Fast-Food-Scherge mit Fäkalien beworfen wurde. Klar, im ersten Moment klingt das nach einer ziemlich fragwürdigen Aktion – mittlerweile kennen wir aber ihre Beweggründe.

Ein Opfer des Kapitalismus

Eines vorweg: Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass du nicht einfach an öffentlichen Orten auf den Boden kacken solltest. Aber harte Zeiten erfordern harte Massnahmen und letzten Endes stehen die Fäkalien in diesem kühnen Unterfangen symbolisch für eine längst überfällige Revolution. Der beworfene Mitarbeiter ist ein unglückliches Kollateralopfer.

Jeder von uns kennt den erniedrigenden Moment, wenn er sich nicht in der Nähe seines eigenen Throns befindet und dann auf die Gnade eines Restaurants angewiesen ist, um dort kurz seinen Darm zu entleeren. Noch schlimmer wirst du dich fühlen, wenn dein verzweifeltes Gesuch abgelehnt wird. Genau diese Ungerechtigkeit widerfuhr der Frau im Video. Wie wir alle ist sie ein Opfer der schamlosen Grosskonzerne, eine hoffnungslose Verliererin des rücksichtslosen Kapitalismus.

«Sicherheit hat Priorität»

Unsere Revoluzzerin trat mit der bescheidenen Bitte, die Toilette benutzen zu dürfen, an den Kassierer heran. Geblendet von seiner illegitimen Macht verneinte dieser jedoch kaltblütig. Damit widerspricht er den Richtlinien der Fast-Food-Kette Tim Hortons – eigentlich steht dort jedem das Recht offen, kurz sein Geschäft zu verrichten. Auch wenn er nichts konsumiert. Dies geben die Betreiber jedenfalls in einem Statement vor. Die Zurückweisung ist also reine Willkür, wie man sie von anderen autoritären Regimes kennt.

«Wir wollen eine freundliche Umgebung für all unsere Gäste schaffen», schreiben die Unterdrücker fast schon höhnisch. «Wir sind wegen des Videos besorgt, da die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste oberste Priorität hat.» Der Kundin im Video sei der Zugang zur Toilette verweigert worden, weil sie sich bereits in der Vergangenheit auffällig verhalten habe. Einmal mehr geht Sicherheit also auf Kosten der Freiheit des unschuldigen Bürgers.

Ein kleiner Kot für sie...

Nach dem Zwischenfall wurde die Frau von der Polizei verhaftet. Ebenfalls ein klassischer Zug: Kritische Stimmen werden weggesperrt. Mittlerweile ist sie zwar wieder auf freiem Fuss, allerdings muss sie vor Gericht antreten, wo sie mit grosser Wahrscheinlichkeit endgültig mundtot gemacht wird.

Das Zeichen, das unsere verehrte Anführerin mit ihrer Aktion setzte, lässt sich allerdings nicht mehr so einfach aus dem kollektiven Gedächtnis löschen. Es handelt sich um ein starkes politisches Statement – sie erbrachte ein Opfer für den kleinen Mann, für die unschuldige Unterschicht, die von den Fast-Food-Ketten dieser Welt auch heute noch unterjocht wird. Der Moment, in dem ihr Kot den Boden berührte, läutete ein neues Zeitalter ein und wir befreiten uns ein für alle Mal von Tim Hortons Schreckensherrschaft. Jetzt wird zurückgeschissen.


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135 Kommentare

Ich glaube an Wunder vor 7 Monate
Meine Fresse bist du immer so negative? Dein Glass ist sicher immer halbleer und die einzige Farbe die du kennst ist Schwarz! Dokter Arzt Wenn ich die Kommentare so lese, merke ich mal wieder wie Zynisch und verklemmt wir Schweizer sind! Was ist denn los mit euch? Seit ihr alles so unzufrieden und verbittert, dass ihr nicht mehr lachen könnt! Und kommt mir jetzt nicht mit: ohh die könnte krank sein, sie braucht Hilfe! Hätte hätte Fahrradkette Danke euch Tillate lustig geschrieben, seit kontrovers und macht euch über das Netz lustig! weiter so. Und für euch Zyniker habe ich einen kleinen Tipp lacht mal im Leben und hört auf ne Fresse zu ziehen! So wird alles einfacher!
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Neumann vor 7 Monate
Leider wird der ironisch gemeinte Artikel nicht als solcher verstanden. Wo bleibt das Gspüri, Leute? Glaubt ihr eigentlich unbeschaut alles was irgendwer irgendwo schreibt? Guter Artikel, solche SpinnerInnen gehören des Lokals verwiesen und behandelt. Gut gemacht, Tim-Hortons-Leute. Würd ich auch so handhaben. Viva la revolución!
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vor 7 Monate
Dieser Artikel ist in seiner Tonalitär fertiger Quatsch.
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vor 7 Monate
Entschuldigung, aber wie kann solches Verhalten, wie in diesem Text beschrieben, verherrlicht werden!! Das hat nicht im geringsten etwas mit einer Revolution gegen den Kapitalismus zu tun. Vielleicht hat die Frau sogar psychische Probleme und da wird ein Video mit einer sehr fragwürdigen Tat, veröffentlicht. Man sollte der Frau helfen, anstatt ihre Tat zu verherrlichen oder sie bloss zu stellen!!
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Antwort
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