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Auf das Gemüse, fertig, los!

Rüebli passen zu Rum, Erbsen zu Gin. Klingt merkwürdig, ist aber so. Ein Crashkurs zum Thema Gemüse-Cocktails.

Wie wäre es mit einem Sellerie-Bellini oder einem Whisky-Drink, dem Randensirup den besonderen Twist gibt? Gemüse in alkoholischen Drinks – früher jenseits der Bloody Mary mit Wodka, Tomatensaft und Selleriestange fast undenkbar – ist heute einer der interessantesten Trends an der Bar. Vor allem Gemüse mit erdigem Geschmack ist beliebt, weil es den Cocktails eine ganz neue aromatische Facette gibt.

Zum Einstieg muss es aber nicht gleich Knollensellerie sein. Auch Rüebli eignen sich hervorragend als Basis eines Drinks. Wegen ihrer natürlich Süsse harmonieren sie mit Rum besonders gut. Zu 5 cl Rum gibst du 5 cl Rüeblisaft, 2 cl Zuckersirup und 2 cl Limettensaft, fertig ist der Rüebli-Daiquiri. Erbsen wiederum sind die Stars im Jolly Green Giant aus dem weltberühmten Tippling Club in Singapur, in den ausserdem noch Gin, Maraschino, Zitrusfrüchte und Agave kommen.

Eine Menge weiterer spannender Rezepte findest du im Buch «The Drunken Botanist» von Amy Stewart (bei Orell Füssli für 28.90 Fr. erhältlich), zum Beispiel den Mamani Gin & Tonic. In den kommen neben Gin und Tonic im Verhältnis 1,5:4 noch zwei Scheiben Jalapeño ohne Kerne, drei Gurken- und ein Selleriestäbchen, zwei Cherrytomaten sowie Koriandergrün oder Basilikum. Das Gemüse ist dabei nicht nur Dekoration, sondern wird mit einem Stössel wie die Limetten im Caipirinha zerdrückt, damit es sein ganzes Aroma abgeben kann.



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