Platzangst im 247-Liter-Wassertank

Die Winterthurer «Jungkunst»-Ausstellung provoziert, schockiert und begeistert auch dieses Jahr wieder mit den aufstrebendsten Kunstschaffenden unter 35.

Eine der über 20 Ausstellenden der «Jungkunst» dieses Jahr ist Eva Lillian Wagner. Die 1995 geborene Bernerin studiert Bühnengestaltung in Hamburg und gastiert diese Woche mit ihrer Solo-Performance «247 l» in Winterthur. Zweifelsohne ist ihre Darbietung eines der grossen Highlights der «Jungkunst 2018». Dabei steigt die junge Frau in einen engen, mit Wasser gefüllten Plexiglastank und verharrt dort bis zu vierzig Minuten in absoluter Stille.

Schwerelosigkeit und Angst vor dem Ertrinken

In ihrer Performance beschäftigt sich Eva mit dem Konzept von Raum, während sie sich gleichzeitig existenziellen Ängsten stellt: Platzangst, Angst vor dem Ertrinken, Gefühle von Isolation und Gefangenschaft, Unfähigkeit zu sprechen und erschwertes Atmen. All dies prallt auf das wohlige Empfinden von Schwerelosigkeit und Wärme.

Zum zwölften Mal feiert die «Jungkunst» – eines  der bekanntesten und etabliertesten Kunstfestivals Europas – die Werke und das Wirken von Kunstschaffenden mit Schweizer Wurzeln. In der «Halle 53» in Winterthur stellen über einen Zeitraum von vier Tagen junge Kreative ihre Werke und Ideen zur Schau.

Performance für Kunstliebhaber

Dabei ist nicht die Stilrichtung von Bedeutung, sondern die Umsetzung und das Talent. Die Meister von morgen zeigen ihre Kreationen aus den Gebieten der Malerei, Performance, Fotografie, Video- und Multimedia-Kunst und Street Art. Die gigantische Veranstaltungshalle bietet den perfekten Platz für diese Veranstaltung, die nicht nur eingefleischte Kunstliebhaber in ihren Bann zieht.

Warum Baden im Wassertank Kunst ist, wie Eva Wagner auf Argumente wie «Das kann ich auch!» reagiert und was die Besucher der «Jungkunst 2018» noch alles erwartet, siehst du oben im Video. Oder du überzeugst dich selbst und gehst ganz einfach selbst vorbei: Vom 25. bis 28. Oktober läuft das Festival.


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15 Kommentare

Der Lehrer vor 23 Tagen
So wie Höhenangst die Angst vor (zuviel) Höhe ist, ist Platzangst die Angst vor (zuviel) Platz, im Jargon "Agoraphobie". Die Dame im Wasserglas hat aber wohl kaum Platzangst, sondern vielmehr Angst vor dem Eingeschlossensein, vor der Enge, also Klaustrophobie.
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Raumangst vor 23 Tagen
Es heisst Raumangst. Unter Platzangst versteht man unter anderem die Angst vor öffentlichen Plätzen.
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Antwort von Fressack vor 22 Tagen
Ich habe nur Platzangst, wenn ich zuviel gegessen habe......
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Marco vor 23 Tagen
Kunst? Das ist ein Fetish! Schaut eich mal auf den Portalen um,... das ist wirklich ein Fetish! Keine Kunst,... von wegen Originell....
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