«Ich bin eine neunjährige Millionärin, Bitch!»

Die Rapperin Lil Tay protzt mit Cash, Villen und dem N-Wort. Und das Netz fragt sich: Wo zur Hölle bleiben die Eltern?

«Mit sechs wachte ich an einem durchschnittlichen Tag auf und sagte mir: ‹Ab jetzt werde ich nicht mehr pleite sein›», schreit die neunjährige Lil Tay auf Instagram. «Ich legte los, arbeitete verdammt hart und lebe jetzt im Luxus.»

Stell dir vor, du bist noch nicht mal in der Oberstufe, schreist dauernd «N***er» in eine Handykamera, streitest dich vor laufender Kamera mit Bhad Babie – dem «Cash me outside»-Girl – und schreibst auf Twitter, dass du Mütter fickst.

Video mit Chief Keef

Die meisten von uns hätten dafür wohl von den Eltern eins auf den Hintern bekommen. Lil Tay hingegen kriegt dafür ein Video mit Chief Keef – einem der Väter des modernen HipHop.

Die selbsternannte Rapperin hat zwar erst einen Track veröffentlicht, ist aber dank Insta-Videos und Twitter-Rants bereits ein Name im Rap-Game – zumindest in der Sub-Sparte «Menschen, die dank Social-Media-Fame kommerziell erfolgreiche Songs veröffentlichen».

In der Gang von Rassisten

Sie zeigt sich gerne mit Lil Pump oder in Luxus-Wohnungen und hängt in der Clique von Woah Vicky ab – eine weisse Insta-Rapperin, die sich seit einem Online-Vorfahrenscheck, den sie mit «44% Afrika» bestand, gerne «schwarz» nennt und rassistischen Scheiss auf Youtube stellt. Ach, und die Krönung des Ganzen: Lil Tay hängt auch mit dem Youtuber Jake Paul herum.

(Sieht so eigentlich mittlerweile der «american dream» aus: Rassistischen Scheiss posten, Hater sammeln, Rap-Tracks veröffentlichen, Gucci-Productplacement an Land ziehen?)

Danke, Mama!

Das Netz und die meisten von uns werden die ganze Angelegenheit eher etwas abstossend finden. «Wo zur Hölle bleiben eigentlich deren Eltern?», liest man unter beinahe jedem Post von Lil Tay. Dank eines findigen Users, wissen wir jetzt aber, wer verantwortlich für die klassischen Kinderreime wie «Weshalb hatest du mich, Bitch? Besorg dir lieber mal ein bisschen Geld, N**ger, Bitch!» ist: Ihre Mum.

Wenn die Neunjährige mit einer Designer-Jacke (an der übrigens noch das Preisschildchen hängt – nach dem Video muss die wahrscheinlich zurückgebracht werden) auf der Motorhaube eines Sportkarrens böse Wörter sagt, steht nämlich stets ihre Mum hinter der Kamera. Wie wir dank Internet-Recherche wissen, ist diese als Immobilienmaklerin tätig – was auch erklärt, weshalb Lil Tay für ihre Videos stets in halbleeren Protzwohnungen herumhängt.

Vielleicht werden ihre Videos ja schon bald in Vergessenheit geraten und die Rüpel auf dem Schulhof werden sie in einem Jahr schon nicht mehr auf den Arm nehmen. Oder vielleicht wird Lil Tay tatsächlich zum nächsten grossen Ding der Rapszene (Teaser: Wahrscheinlich nicht). Was auch immer geschehen wird: Bitte tut das euren Kids niemals an. Danke.


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20 Kommentare

Real vor 3 Monate
Der Vater des modernen Hip Hop? Wo kriegt ihr eure experten eigentlich her ? Aus dem tiger enten club? Wan stellt ihr endlich jemand ein der wirklich was von Rap versteht. So ein Artikel ist einfach peinlich , ihr hòrt einer 9 jährigen zu 😃
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Damion vor 3 Monate
Meine Güte! Da wird man ja wahnsinnig. Nennt man das Musik??
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Lil Kick is Gsicht vor 3 Monate
Die solte ne Busse zahlen, dafür dass sie das Internet zu müllt.
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Ekeltoni vor 3 Monate
Charisma hat sie trotzdem keins.
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