Frauen menstruieren zusammen an Festivals

Auf drei grossen deutschen Festivals soll es Periodenzelte geben. In denen blutet man zusammen mit anderen Frauen, trinkt Bloody Marys oder hängt einfach nur ab.

«Tante Rosarot aus Unterleibzig ist auf Besuch», «Ich schwimme im Roten Meer» oder «Reitest du gerade auf der roten Welle?» – kaum wer weiss, wie man über die Periode sprechen soll. Ich inklusive. Denn mir wurde nie beigebracht, dass man stolz auf die Periode sein darf und sie nicht verheimlichen muss. Sie wurde nie als «normal» betrachtet – obwohl sie genau das ist. Es ist doch absurd, dass fast die Hälfte der Menschheit weltweit aus der Scheide blutet und wir trotzdem unsere Tampons und Binden im Ärmel verstecken.

Zusammen bluten und Bloody Marys trinken

Dieses altertümliche Image der Menstruation will die deutsche Agentur «Goalgirls» nun endlich beseitigen. Ihr Plan: Mehr darüber reden, enttabuisieren, die Periode feiern. Mit ihrem Projekt «The Red Tent» besuchen die Mitarbeiter der Berliner Agentur dieses Jahr verschiedene deutsche Openairs, wie etwa das Melt, das Tech Open Air und das Lollapalooza, und bauen dort ihr rotes Zelt auf. Denn wo feiert man besser als auf einem Festival?

Im «Red Tent» sollen Partylöwinnen und Musikliebhaberinnen über ihre Periode reden, einfach abhängen und Bloody Marys schlürfen – interessierte Männer seien auch willkommen. Ausserdem werden Rituale und Workshops angeboten. Und: Blutende Besucherinnen dürfen sich kostenlos mit Periodenprodukten versorgen. Kaddie Rothe, Mitbegründerin und Kreativdirektorin von «Goalgirls», erklärt der Zeitschrift «Neon»: «Es gibt Unmengen von Alternativen zum Tampon. Und von denen wissen die meisten Frauen gar nichts».

 «The Red Tent» bald in der Schweiz?

Wir fragten bei Schweizer Openairs nach, ob sie vom «Red Tent» gehört haben und wie sie Frauen unterstützen, die während dem Raven bluten. Das Openair St. Gallen sowie das Gurtenfestival kannten dieses Projekt noch nicht. Heisst: In dieser Saison wird kein rotes Festivalzelt das Gelände schmücken. Falls jemand doch Hilfe oder Produkte benötigt, meldet man sich in der OASG-Apotheke oder im Sanitätszelt des Gurtenfestivals. Dort erhalten blutende Besucherinnen alles, was sie brauchen.


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114 Kommentare

Denise vor 2 Monate
Ihr Ignoranten Nazi*innen, es ist sowas von 1933 eine menstruierende Person*innen als weiblich zu bezeichnen ohne sie Selbst vorher zu Fragen! Es gibt so viele Person*innen mit weiblichem Penis, die ihr einfach aussen vor lasst!
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sputnik vor 2 Monate
das ist doch Satire oder ein Test von Psychologiestudenten die testen wollen wieviel Leute auf den Scheiss reinfallen.
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Marc vor 2 Monate
Bei den meisten Stämmen der amerikanischen Ureinwohnet durften Frauen die ihre Tage hatten nicht im Dorf sein sondern werden außerhalb gemeinsam in einem Zelt/Hütte konzentriert 🤔
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Herr Bert vor 2 Monate
Ich finde es grundsätzlich gut, wenn menstruierende Frauen in speziellen Zelten konzentriert werden. Das reduziert das Gezicke und Genörgele für die übrigen Festivalbesucher. Zudem weiss man so besser, welche Frauen man nicht abschleppen sollte, da sonst das eigene Zelt vollgeblutet werden könnte. Ganz allgemein trägt dies auch zu einem besseren Verhältnis zwischen den Geschlechtern bei. [/Ironie]
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