Erste Transgender-Superheldin kommt ins TV

Die Figur der Nia Nal – aka Dreamer – wird der erste offene Transgender-Charakter in einer grossen Fernseh-Produktion. Schauspielerin und Aktivistin Nicole Maines übernimmt die Rolle.

Nicole Maines hat mit ihren gerade mal 20 Jahren mehr erreicht, als sich so manche von uns ihr Leben lang nur erträumen können. 2013 schrieb sie Geschichte als Klägerin in einem Fall, dessen Ausgang es Transgendern ermöglichte, öffentliche Toiletten zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen.

«Ich will es richtig machen»


Und jetzt spielt die Schauspielerin und Aktivistin wieder ganz vorne mit, wenn es darum geht, die Sichtbarkeit von Transmenschen in der Öffentlichkeit zu festigen: Die junge Amerikanerin wird in den Cast der vierten Staffel der erfolgreichen Superhelden-Serie «Supergirl» aufgenommen. Als Nia Nal aka Dreamer – der ersten offen transsexuellen Superheldin. «Ich kann es immer noch nicht ganz glauben», sagt Maines in einem Interview mit «Variety». «Ich bin nervös, weil ich es richtig machen will.»

Die Figur der Nia Nal stellt eine gefühlvolle junge Trans-Frau mit dem unbändigen Drang, andere zu beschützen, dar. Dreamer basiert lose auf dem DC-Comics-Charakter von «Nura Nal», einer Superheldin mit der Power, den Tod von Menschen vorhersehen zu können.

Trans-Personen sollen Trans-Rollen spielen

Maines' Casting kommt zu einer Zeit, in der die Diskussion über die Repräsentation von Trans-Menschen in Film und Fernsehen in vollem Gange ist. Schauspielerin Scarlett Johansson zog sich kürzlich aus dem Film «Rub and Tug» zurück, nachdem sie als Trans-Mann gecastet worden war.

«Ich denke nicht, dass Cisgender-Schauspieler aus Boshaftigkeit Rollen von Trans-Charakteren annehmen», bemerkt Maines zu dem Thema. «Gegenüber uns Trans-Menschen herrschen immer noch eine Menge Vorurteile. Wie etwa, dass wir uns einfach nur verkleiden würden, und das ist nicht wahr. Die Tatsache, dass nun Trans-Personen auch Trans-Rollen spielen, zeigt, dass wir in unseren Identitäten langsam akzeptiert werden.»


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47 Kommentare

Max Bünteler, Rohrschacherberg vor 3 Monate
Es gibt genau zwei Geschlechter im biologischen Sinne: Mann und Frau. Dann gibt es noch die natürlich geborenen Menschen mit zwei Geschlechtern, was aber sicher nicht Absicht ist der Schöpfung. Ich denke eher, man sollte diesen Menschen, welche denken im falschen Körper zu sein, medizinisch helfen, es kann doch nicht sein, dass wir in der Lage sind, Haut und andere Biomaterie zu züchten, aber eine solche Sache, welche halt nun mal im Hirn ist, nicht heilen können - ich denke, da werden wir noch viel Fortschritte sehen in Zukunft
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Chrigu vor 3 Monate
Ich weiss nicht einmal genau was Transgender sein soll. Und noch weniger, was all die anderen Gender, die plötzlich auf magische Weise aus dem Boden gestampft wurden, damit sich 1. Welt Kinder noch leichter getriggert fühlen können und noch mehr Ausreden zum Ritzen haben. Mir ist es echt scheiss egal, wer welches Gender hat. Ich stehe noch drauf, dass man sein Geld mit echter Arbeit verdient, nicht lügt und anständig ist. Der Rest interessiert mich wahrlich wenig. Aber das nicht enden wollende Breitschlagen in den Medien geht mir auf den Sack Leute.
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QuotenMensch vor 3 Monate
Etwas den Zeitgeist bedienen ist marketingmässig eine gute Idee. Und nachdem gewisse politische Ideologien an den wirklichen Problemen täglich grandios scheitern, suchen sich die entsprechenden Leutchen halt andere Betätigungsfelder. Da wittert man ständig irgendwo eine politische Inkorrektheit, oder sieht eine Mikrominderheit irgendwie diskriminiert. Dass die weibliche Seite der Transgender-Figur aber aussehen wird wie auf dem Comic-Bild wage ich zu bezweifeln - eine kurvenreiche Blondine würde schlecht in die moralinsaure Gegenwart passen. Immerhin, man darf gespannt sein, wie die weltbewegende Frage nach der politisch korrekten Toilette gelöst werden wird.
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xyz vor 3 Monate
dieser transgeder scheiss, ich kanns nicht mehr hören. es geht bachab leute
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