Schluckt eure Rotze gefälligst runter

Unseren Speichel tragen wir stets diskret mit uns. Einige junge Typen klatschen uns ihre Spucke aber gern vor die Füsse und rufen dabei in den meisten von uns den Brechreiz hervor. Wieso nur?

Samstagabend, ich stehe mit einer Freundin in der langen Menschenschlange, um in den Club meines Vertrauens zu kommen. Neugierig mustere ich meine Mitmenschen. Der Kerl vor mir, denke ich, ist eigentlich noch ganz toll. Doch plötzlich macht er das Abtörnendste, was ein Mann tun kann: Genüsslich zieht er seinen Rotz vom innersten seiner Seele in den Mund, gibt ein stockendes Geräusch von sich und spuckt es dann auf den Boden. Es klatscht. Laut. Geschockt starre ich auf den glibrigen, leicht gelben Schleimflecken vor meinen Füssen und schaffe es gerade so, meinen Mageninhalt nicht sofort auf die Jacke des Dudes zu entleeren.

Chodderflecken zieren unsere Strassen

So eine Begegnung ist kein Einzelfall. Die Chodderflecken solcher Speichelschleuderer verfolgen mich, wo immer ich auf den Boden starre: Am Bahnhof, an der Busstation, vor dem Starbucks, ja selbst in manchen Shoppingcentern. Vor allem wenn eine Gruppe junger Typen ihren Stammplatz wechselt, hinterlässt sie ihre schleimige Spur wie eine Schnecke. Aber mal ganz ehrlich, warum machen die das?

Solange die Menschheit unseren Planeten bevölkert, produziert sie Speichel. Unser Schöpfer ist zudem so schlau, dass er die Speicheldrüsen bewusst im Mund platzierte, damit die schleimige Körperflüssigkeit beim Überschuss durch unsere Mundöffnung ins Freie katapultiert werden kann. Damit wurde der Grundstein fürs Spucken gelegt.

Speichel als Heilmittel

Zur Zeit der Antike und der leichtbekleideten Götter galten das Spucken und der Speichel als etwas Alltägliches. Unser Mundsekret benutzt man sogar als Heilmittel, da es bakterielle Entzündungen vorbeugt und die Wundheilung beschleunigt.

Im 17. Jahrhundert führte Tuberkulose dazu, dass das soziale Ansehen des Speichels einen Tiefflug erlebte. Kranke Menschen fingen an Blut zu husten und zu keuchen und steckten ihre Mitmenschen durch die Bakterien im Speichel an. Von da an begegnete man unserem Mundwasser mit Angst und Ekel. Heute ist es auf der Strasse so gern gesehen wie Kotze, Hundescheisse oder benutzte Tampons.

Wer spuckt, ist schlecht erzogen

Trotzdem gibt es genug junge Männer und gelegentlich ein paar potenzielle Frauentauschkandidatinnen, die ihren Rotz auch heute nicht für sich behalten können und ihn euphorisch in der Gegend herumschleudern. Philipp Ramming, führender Schweizer Jugendpsychologe weiss, dahinter steckt vor allem schlechte Erziehung: «Es gehört zur Erziehung, dass man die Gesundheit anderer nicht mit seiner Spucke gefährdet. In vielen Ländern und Kulturen ist das Spucken noch nicht so verpönt wie bei uns. Da fehlt es dann an der Anpassung an unser Gesundheitsverhalten.»

Ich spuck dir meine Dominanz vor die Füsse

«Auffällig ist, dass vor allem unsichere Jugendliche auf den Boden spucken. Das gibt ihnen das Gefühl jemand zu sein und lässt sich als Dominanzverhalten einordnen. Die Jungs machen eigentlich nichts anderes als ihr Revier zu markieren», meint der Jugendpsychologe.

Aber nicht nur um ihre Dominanz zu beweisen, hinterlassen viele Typen ihr Mundsekret auf dem Boden. Der Grund liege auch daran, dass sie die Konventionen der Erwachsenen brechen wollen. «Das Ausspucken ist pure Provokation und soll die alte Generation aufregen. Grundsätzlich finde ich aber, dass die Eltern bei ihren Kindern so ein Verhalten nicht dulden dürfen. Denn es ist einfach unanständig», findet Phillip Ramming.

Ich kann mich seiner Meinung nur anschliessen und verdränge meine Erinnerung an den ekligen Vorfall am Samstag. Die einzigen, die beim Sabbern niedlich aussehen sind Babys. Und sonst niemand. Alle anderen, deren Fontanellen vollständig zusammen gewachsen sind, sollen ihr Mundwasser gefälligst runterschlucken.


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150 Kommentare

Tino vor 19 Tagen
Ach die Laura wieder, irgendwie sind ihre Probleme so dermassen cringy dass ich nur noch müde lächeln kann. Meine Güte Laura, irgendwann wirst du lernen müssen, dass sich die Welt nicht um dich dreht! Wenn ich so krank drauf wäre wie du würde müsste ich dich anspucken, denn das ist der erste Gedanken der mir bei deinem "Intellektuellen" Rotz in den Sinn kommt. Ihr behinderten Feministinnen sucht doch ununterbrochen einen Grund um euch über Männer aufzuregen, ich rate dir in den Wald zu gehen und dort zu bleiben, danke.
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Antwort von Zombie vor 19 Tagen
Ach der Dino wieder, irgendwie sind deine Probleme so dermassen groggy, dass ich nur noch komplett einschlafen könnte. Meine Güte Dino, irgendwann wirst du lernen müssen, dass sich Laura` s Artikeln nicht um dich drehen! Wenn wir so krank wären wie du, müssten wir dich mit Gaggi einreiben, denn das ist der erste Gedanke, Der mir bei deinem " Hochprofessioneller " Choderkommentar in den Sinn kommt. Ihr behinderten Haters, sucht doch immer ununterbrochen Likes und zieht dafür Andere in den Dreck, ich rate dir auf einer Streckbank zu gehen, damit du schneller wächst und reifer wirst und danach hnter dem Bergli leben gehst und dort bleibst, Danke!!! 😃 😃 😃
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Antwort von eveline vor 19 Tagen
Hallo Tino..mir graust vor dir👎
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Antwort
Nasty vor 19 Tagen
Meine Freundin und ich spucken uns immer gegenseitig in den Mund,
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