«Ich musste ohne Lohn den Pferdestall putzen»

Während der Sommerferien werden viele Schüler genötigt, sich einen temporären Job zu verschaffen. Unsere Redaktion machte damit nicht nur gute Erfahrungen.

Eigentlich möchte man während der Ferien nichts anderes tun als ausschlafen, in der Sonne brutzeln und sich jeden Abend betrinken mit Freunden rumhängen. Aber nein, Mama findet, du seist jetzt alt genug, um dir die schönsten Wochen des Jahres mit einem Ferienjob zu ruinieren. Quasi als Trockenübung für das Erwachsenenleben, wenn die Ansprüche des Kapitalismus jegliche Freude aus deiner erbärmlichen Existenz saugen.

Schon unsere Eltern mussten während der schulfreien Zeit schuften, wir selbst genauso und höchstwahrscheinlich werden auch in einer nicht allzu fernen Zukunft minderjährige Androiden für einen Hungerlohn ihrer Ferien beraubt. Deshalb fragten wir uns durch die 20-Minuten-Redaktion und holten die schönsten und schlimmsten Erfahrungen mit Ferienjobs ein.

Mama trägt die Zeitungen aus

Genau genommen muss man in Sachen Ferienjobs differenzieren: Viele Studenten verbringen ihre Semesterferien mit Nebentätigkeiten. Den grössten Anteil macht dabei laut der Schweizer Stellenplattform Coople die Arbeit im Service aus (38 Prozent). Auf dem zweiten Platz liegen Jobs am Empfang oder an der Réception (22 Prozent), danach folgen Promoter (21 Prozent). Alles legitime, anständig bezahlte Tätigkeiten – eine gute Gelegenheit für Studenten, sich einen Zustupf zu verschaffen.

Dann gibt es aber auch noch die Art Ferienjob, mit der Oberstufen- und Kantischüler als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Sie übernehmen dann die Aufgaben eines vollwertigen Mitarbeiters für einen Bruchteil des Lohns. «Ich musste den Pferdekot im Stall putzen», berichtet Annie aus unserem Marketing. Geld gabs dafür keins. «Ich durfte dafür bei den Tieren sein.» People-Redaktor Schimun trug Zeitungen aus – allerdings nicht lange: «Ich holte mir eine Zerrung, deshalb musste irgendwann Mama die Tasche für mich tragen.»

Wie wir sonst noch in den Ferien ausgenutzt wurden – oder wie wir uns davor gedrückt haben – erfährst du im Video oben.

Wie hast du deine Sommerferien verbracht? Musstest du auch arbeiten? Wenn ja, was genau? Erzähl uns in den Kommentaren von deinen Erfahrungen mit Ferienjobs.


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30 Kommentare

Dave vor 8 Tagen
Wenn jemand ernsthaft sagt "Den Pferdekot putzen", dann ist diese Person von der Welt der Pferde so weit entfernt, dass sie besser gar nichts mit Pferden zu tun hat. PS. Stalldienst ist ein harmloser Einstieg in ein Hobby, bei dem man halt noch ein bisschen anpacken muss. Es formt dafür den Charakter, falls man nicht am ersten Tag aufgibt
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Hansdampf im Schnäggeloch vor 8 Tagen
Ich musste hart arbeiten! Ich musste lernen, wie man Urlaub macht und ausruht. Deshalb, ein Jahr in Miami, dass andere Jahr in L.A. und schlussendlich auf den Galapagos Inseln. Heute, weiss ich was Urlaub ist. Bin Millionär und mache NUR noch Urlaub. Alles bestens gelernt von Papi. Sollen doch die Idiotne arbeiten, auch für mich!
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Vontobel Max vor 8 Tagen
Während meiner Schulzeit trug ich Zeitungen aus, half in der Molkerei Milch einnehmen und an den Nachmittagen fand man mich auf dem Bauernhof. Ebenfalls in meinen Ferien arbeitete ich beim Götti auf dem Bauernhof. Nebenher ging ich in die Sekundarschule, lernte Bauer, unterrichtete 29 Jahre Landtechnik an der Landw. Schule. 14 Jahre bis zur Pensionierung dieses Jahr machte ich Hauswartung und nun so nebenbei noch 25% Ebenfalls Hauswartung. Familie mit 3 Kindern, noch 8 Jahre Schulpflege, nächstes Jahr 40. Hochzeitstag. Fazit: Keine Pupertätserscheinungen etc. Von 16 bis 65 Jahre immer gearbeitetmit geschickter Work-Life Balance ohne Schaden. Gott sei Dank!
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Noldi Schwarz vor 8 Tagen
Dauernd dieses Gejammere im Paradies. Es ist wohl an der Zeit, dass die Schweiz wieder einmal eine echte Krise durchschüttelt. Wieder mal ein paar Jahre ohne sorgloses Leben. Wenn der Papi nach Hause kommt und sagt, er hätte den Job verloren. Wenn man plötzlich aus der wunderbaren Wohnung ausziehen muss, weil das Geld nicht mehr reicht. Wenn man nicht mit dem Flugi kurz übers Wochenende irgendwohin jetten kann. Wenn das Geld fehlt für Klamotten, stylische Schuhe und Handtäschchen. Wenn man beim Einkaufen bei den Gestellen mit all den Leckereien vorbeischleicht, weil man weiss, der Geldbeutel ist leer und die Kreditkarte gesperrt. Dann, ja dann werden solche unnützen Chlön-Artikel in den Online Medien verschwinden, sofern die überhaupt überleben. Die nächste Krise kommt bestimmt. Und ich kann euch aus Erfahrung sagen: ES IST NICHT LUSTIG!!
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