Feministinnen wollen Eminem verbannen

Eine US-Organisation fordert von Spotify die Entfernung von Künstlern, die Frauen belästigt haben. Darunter etwa Eminem und die Red Hot Chili Peppers. Nicht alle sind aber mit der Idee einverstanden.

Nach unzähligen Missbrauchsvorwürfen setzte Spofity vergangene Woche den Riegel und verkündete: R&B-Sänger R. Kellys Musik wird in den offiziellen Playlists nicht mehr promotet. Das heisst: Die Songs sind zwar noch auf Spotify zu finden, werden aber nicht mehr proaktiv beworben. Das war der amerikanischen feministischen Vereinigung «UltraViolet» aber nicht genug. Diese möchte nämlich, dass auch andere renommierte Künstler aus dem Algorithmus gestrichen werden, der Spotify-Empfehlungen abgibt.

«Missbrauchstäter verdienen keine Promo»

In einem offenen Brief an Daniel Ek, den CEO von Spotify, forderten die Mitglieder der Organisation darum den Streamingdienst vergangenen Montag dazu auf, auch bei anderen Musikern genauer hinzusehen. «Schmeisst Missbraucher von euren offiziellen Playlists. Denn Playlists bedeuten Werbung für die Künstler, was zu grösserer Popularität und Kohle führt», schreibt Shaunna Thomas, die Präsidentin von UltraViolet. Schliesslich würden Missbrauchstäter keine Promo und Ruhm verdienen.

Sie verlangen unter anderem für Eminem, die Mitglieder von den Red Hot Chili Peppers, Chris Brown, Nelly, Don Henley und Aerosmith-Sänger Steven Tyler dieselbe Bestrafung wie für den «I Believe I Can Fly»-Sänger. Denn dies seien alles Männer, die beschuldigt wurden, Frauen belästigt und misshandelt zu haben.

Nicht alle sind einverstanden

Während viele die Arbeit der feministischen Organisation zwar unterstützen, hagelt es auf Facebook aber auch Kritik. Vor allem der Angriff auf Slim Shady scheint kein gut gewählter Move gewesen zu sein. «Hört auf mit dem Bullshit. Jeder, der sich Eminem anhört, weiss, wann er scherzt und wann nicht», schreibt etwa ein Fan des Rappers. Ein anderer Nutzer findet, dass die Gruppe der Verfechter von Frauenrechten gleich selbst zensiert werden sollte.

In Anbetracht der #MeToo-Bewegung scheint die Idee der Feministinnen trotz Einwänden nicht völlig idiotisch und unberechtigt. Wer allerdings sowieso ein Fan der angeprangerten Künstlern ist, wird sich die Musik seiner Idole aber wohl auch ganz ohne fehlende Empfehlungen anhören.


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103 Kommentare

Ltd Dan vor 3 Monate
Ist es bewiesen, dass Eminem Frauen belästigt hat? Sind die Anschuldigungen, die da alles unter metoo laufen überhaupt bewiesen? Sind Männer jetzt der Willkür von Frauen komplett ausgeliefert? Was die Feministinnen da ablassen schadet jedenfalls der Gleichberechtigung, daher bin ich auch gegen Feminismus, denn es ist offensichtlich, dass hier der Spiel einfach umgedreht wird und Gleichberechtigung nur der Dekname für Frauenförderung darstellt.
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Ekeltoni vor 3 Monate
Hahaha, was sich die weibers ins hirn scheissen lassen ist zum prusten, pffffuaaaahahaha😂.
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asdf vor 3 Monate
Kürzlich in Australien: eine Feministin kam tatsächlich mit der Idee daher, dass man einem Baby nur dann die Windeln wechseln soll/darf, wenn dieses vorher seine Zustimmung gibt. Lässt sich nachlesen z.B. im Blog von Hadmut Danisch. Hahaha 😃😉 es wird immer blöder
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Tylor vor 3 Monate
Feministische organisationen wie diese = Kindergarten für vollbehinderte (entschuldigt meine ausdrucksweise)
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